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theater und medien
Monolog, 1D, UA: 8.5.2005, Landestheater Tübingen
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Synopsis

Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und Solidarität im Stile der 68er erzogen wurde: »Papa, muß ich heute wieder machen, was ich will?« Die Erinnerungsversuche der Tochter, kindlich naiv, genervt und auch erwachsen reflektiert, finden ihre Spiegelung in der Rolle, die sie als Schauspielerin nach Moskau führte. Sie spielt eine junge Frau, die in den siebziger Jahren ihren Vater – einen unbekannten Soldaten – in der Sowjetunion sucht. Ein Kriegskind. Wie ihr eigener, leiblicher Vater in seiner eigenen, erlebten Vergangenheit. Es erwächst eine mechanische Psychologie der Ereignisse. Aber kein Glück.

ZEIGENBjörn Bicker
Von 2001-09 war Björn Bicker Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Dort erfand, entwickelte und leitete er u. a. gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte BUNNYHILL und ILLEGAL. Für sein Stück DEPORTATION CAST erhielt er den Deutschen Jugendtheaterpreis. 2013 folgte mit WAS WIR ERBEN (Kunstmann Verlag) Bickers erster Roman. 2016 folgte, ebenfalls bei Kunstmann München, das Buch WAS GLAUBT IHR DENN. Zuletzt entstanden gemeinsam mit Malte Jelden die Stadtraumprojekte URBAN PRAYERS (Münchner Kammerspiele), NEW HAMBURG (Schauspielhaus Hamburg), CITY OF YOUTH (Staatstheater Stuttgart), MUNICH WELCOME THEATRE (Münchner Kammerspiele) und URBAN PRAYERS RUHR.
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Uraufführung

8.5.2005

Landestheater Tübingen