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theater und medien
3000 EURO
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Erstaufführung der Bühnenfassung des Autors: 10.6.2015, Volkstheater München

Thomas Melle hat seinen zweiten Roman »3000 EURO« selber für die Bühne adaptiert. »Melles neuer Roman ist ein brutales Buch. Eines, das von der Ungeborgenheit des modernen Individuums erzählt, von Erniedrigungen, die unsere hochgerüstete Konsumgesellschaft ihren Mitgliedern zufügt.« (Die Zeit)

A. ist eine Andere
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.3.2001, Städt. Bühnen Chemnitz

A. hat sich verbrannt. Auf offenem Feld, direkt neben ihrem Wagen. Die Situation ist so unfaßbar, daß sie weder Schock noch Betäubung zuläßt. Vier Menschen - ihr Vater, ihr Mann, ein Freund und die befreundete Pathologin - leben sich in einen Alltag nach dem Tod, erinnern sich an sie. Das Autorenteam Andreas Sauter und Bernhard Studlar erhielt für dieses Stück den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik.

Das Abhandenkommen der Staaten
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.10.2010, Schauspiel Leipzig

Wann verschwindet schon mal ein Staat? Oft! Gegenwärtig werden Staaten aus ganz anderen Gründen zu anachronistischen Gebilden. Und in Zukunft? Der Kampf um das Morgen ist entbrannt und mit ihm der Kampf darum, wie das Heute zu deuten ist. Ein Bühnentext, der versucht, für eine Generation zu sprechen, die durch den Zerfall der Systeme geprägt wurde.

Ach je Welt
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.5.2015, Theater Dortmund

Christopher, Tobias und Marc arbeiten an einem neuen Fall: Der Hund ist verschwunden. Verantwortlich scheinen Alfried Krupp und seinesgleichen zu sein. Marie-Ann, das einzige Mädchen im Stück, sucht die Liebe und prallt brutal an allem ab. Um es frei nach Fassbinder zu formulieren: »Die Jugend ist kälter als der Tod«.

Adolf Hitler: Mein Kampf, Band 1 & 2
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.9.2015, Kunstfest Weimar

Rimini Protokoll nimmt die Spur von Adolf Hitlers Hetzschrift auf und versucht zu ergründen, worauf der Mythos von „Mein Kampf“ eigentlich beruht. Helgard Haug und Daniel Wetzel haben sie die Spur eines Buches aufgenommen, das seine geschichtspolitische Brisanz bis heute nicht verloren hat.

Die Ängstlichen und die Brutalen
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.11.2010, Schauspiel Frankfurt

Zwei Brüder stehen in der väterlichen Wohnung. Vor ihnen, in einem Sessel, liegt der tote Vater. Was tun? Jemanden rufen? Diesen Anblick kann man wirklich niemandem zumuten, am wenigsten dem toten Vater selbst. Also erstmal für Ordnung sorgen. Aber wo anfangen? Stockmann schreibt über die wohl extremste Erfahrung, die Söhne mit ihren Vätern machen können.

Ännie
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 24.11.2016, Theater Bremen

Mit 16 ging Ännie zum Bahnhof und kehrte nicht zurück. Kein Hinweis, mit wem, wohin und warum sie gegangen sein könnte. Wurde sie Opfer eines Verbrechens oder mutierte sie zur Täterin? Die Leerstelle, die Ännie läßt, und die Phantasmen, mit denen diese gefüllt wird, geben Aufschluß über unsere Ängste und Träume, über Werte und Vorstellungen, über soziale Grenzen und Zuschreibungen. 

Alibis
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2004, Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln. Koproduktion: FFT Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

Wie konstruiert man ein perfektes Alibi? Wie kann man sich ein Zeitfenster schaffen, das sich dem Zugriff durch das gesellschaftliche Protokoll entzieht - ein Fenster ins Leere? Wie wird man sich fremd?

Alice - Expedition ins Wunderland
Autor(en) Kay Voges
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.11.2008, Schloßtheater Moers

Kay Voges' Neufassung von Carrolls modernem Klassiker beschäftigt sich mit dem Verlust des Maßes aller Dinge entlang einer Dramaturgie des Traums. Der totale Wahnsinn auf der anderen Seite des Erdlochs wird zum Ausgangspunkt des Infragestellens unseres Seins.

Alle die uns kennen
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Die Schülerin Polly und der junge Lehrer Nick treffen nach Schulschluß scheinbar zufällig aufeinander. Es regnet, der Bus ist weg, und das Mädchen hofft, mitgenommen zu werden. Das wiederum will Nick aus gutem Grund verhindern. Schnell verschwimmen die Grenzen der Autorität und machen den Weg frei für ein filigranes Geflecht aus Machtausübung, Behauptung, Provokation und echter Gefahr.

Alles in Ordnung
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.6.2010, Theater Rampe, Stuttgart

Der Tag, der ihr Leben verändern könnte, beginnt am frühen Morgen auf einer Brücke. Susa steht auf der Brüstung, bereit zum Sprung, mit dem sie sich selbst den Mut zum Neuanfang beweisen will. Doch sie wird aufgehalten und es beginnt ein turbulenter Reigen, der nicht nur Susas Welt aus den Angeln hebt.

Als die Tauben verschwanden
Autor(en) Sofi Oksanen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.11.2013, National Theatre Helsinki, Finnland

Das Stück folgt dem Schicksal dreier Esten während des Zweiten Weltkriegs und danach: Roland, einem estnischen Freiheitskämpfer, seinem Cousin, dem machthungrigen, skrupellosen Edgar und dessen Frau Juudit, die sich in einen deutschen Offizier verliebt. Ein meisterhaft komponiertes Werk über Machtstreben, Liebe und Verrat.

Als wäre ich Papier
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.3.2011, Staatstheater Mainz / Kinder- und Jugendtheater Speyer

Liz hat einem Jungen das Leben gerettet. Das verändert alles, vor allem Liz. ALS WÄRE ICH PAPIER ist ein Jugendstück um ein Mädchen, das Grenzen sucht. Drogen nimmt und den Rausch liebt. »Sie haben keine Ahnung, was es heißt, jung zu sein«, sagt Liz. Daniela Dröscher skizziert mit poetischer Sprache ein starkes Jugendstück, dessen Protagonistin ihr gesamtes Umfeld in Atem hält.

America First
werkfoto
Autor(en) Christoph Klimke
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.12.2017, Deutsches Theater, Göttingen

Filmikone und Femme fatale: Marilyn Monroe ist bis heute der größte Star Hollywoods. Christoph Klimkes Monroe blickt heute auf ihr Leben zurück und wie in einem Tagebuch kommen Erinnerungen, Triumphe, Niederlagen, Träume, Geliebte, Feinde, die Größen Hollywoods und der Politik der USA ein letztes Mal auf sie zu. Und mit ihrer ganzen Kraft stellt sie sich ihnen.

Amerikanisches Detektivinstitut Lasso
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Musical
   
UA/DEA UA: 6.2.2016, Staatstheater Hannover

Bereits im vergangenen Jahr wurde der in Formalin eingelegte Kopf des Serienmörders Fritz Haarmann von der Göttinger Gerichtsmedizin heimlich eingeäschert. Grund genug, um dem Werwolf von Hannover, seiner Zeit, seiner Stadt und den soziokulturellen Strukturen, in denen er morden, stehlen, hehlen konnte, ein Musical zu schenken.

Amok
Autor(en) Emmanuel Carrère/Patricia Nickel-Dönicke/Jan-Christoph Gockel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.4.2011, Theater Osnabrück

Eine versäumte Medizin-Klausur, eine kleine Lüge, die größere nach sich zieht, und der Student Jean-Claude Romand entwickelt ein perfektes Scheinleben, um seine Erfolglosigkeit zu kaschieren.  Nach siebzehn Jahren fliegt der Bluff auf, der Hochstapler tötet Frau, Kinder, Eltern, schluckt Tabletten und überlebt. Emmanuel Carrère befasste sich über sechs Jahre mit dem authentischen Fall.

An kalten Tagen bitte Türen schließen
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 4.2.2011, Theater Magdeburg

There's no place like home - ist das eigentlich ein Versprechen oder eine Drohung? Welche Erinnerungen werden freigesetzt, wenn wir an die Orte unserer Kindheit oder Jugend zurückkehren? Und kehren wir überhaupt dorthin zurück, vielleicht sogar regelmäßig an Weihnachten? Oder machen wir seit Jahren einen großen Bogen um sie? Mit Fragen dieser Art beschäftigt sich das Rechercheprojekt HEIMKOMMEN in der Abwanderungsstadt Magdeburg.

Die andere Seite
Autor(en) Christopher Rüping/Alfred Kubin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.9.2011, Schauspiel Frankfurt

Die Biografie des österreichischen Zeichners Alfred Kubin ist geprägt von Verlust und Einsamkeit. In Christopher Rüpings Dramatisierung verschmelzen Biografie des Autors und Roman zu einer Geschichte über Macht und Ohnmacht, (Todes-)Sehnsucht und Wahnsinn, Kontrolle und Verlust.

Archiv der Erschöpfung
Autor(en) Sascha Hargesheimer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.6.15, Deutsches Theater, Berlin

Daß man eigentlich nur das Beste wollte in der Stadt: geschenkt. Nun wird auf das Beste gehofft, während man das Schlimmste erwartet. Sascha Hargesheimer schreibt über Verrat und Tristesse, über Verantwortung, Flucht, Heimkehr und die Frage nach Determination. Es beginnt, wo es immer beginnt: im Schoß - oder besser - am Tisch der Familie. Es endet: im Abgrund, der einmal eine Stadt war.

Arrivals
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2013, Theater Neumarkt, Zürich

In bewegten Zeiten, in denen immer mehr Menschen aufbrechen, um das, was sie Heimat nennen, gegen ein neues Leben einzutauschen, ist Ankommen zu einer Existenzform geworden. Ankommen hat nur scheinbar eine Richtung und ein Ziel, denn eigentlich bringt der Ankommende alles noch einmal in Bewegung: sich selbst, seine Nächsten und eine ganze Gesellschaft.

Auf verlorenen Posten
Autor(en) Chloë Cremer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.9.2012, Schauspielhaus Wuppertal

Cremers Stück beschreibt die Strukturen, die heute ganze Regionen im Würgegriff von Vetternwirschaft, Missmanagement und Klüngelei veröden lassen. Oberbürgermeister Klaassen bringt sich zur Wiederwahl in Stellung - mit einem prestigeträchtigen Großprojekt. Ein denkmalgeschützes Areal soll zur VIP-Klinik umgeklüngelt werden. Das ruft nicht nur die Opposition auf den Plan, sondern auch ein Rudel von Alt-Sozialisten.

Die Aufgeregtheit der Schwalbe
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Ein Dorf an Spaniens Südküste. Afrika ist nah. Isabel hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren. Rincon, örtlicher Gemüsegroßhändler mit Vermögen und Einfluß, stellt Isabel nach. Irgendwann sitzt ein Afrikaner am Strand und läßt sich nicht vertreiben, so, wie man es üblicherweise mit Fremden tut. Ein mediterranes Melodram. Ein Theaterlibretto der großen Leidenschaften und unbedingten Gefühle. 

Auftauchen
Autor(en) Chloë Cremer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.3.2013, Theater Kiel

In AUFTAUCHEN taucht eine illustre Runde aus Marketingexperten, Marinevertetern, Operettenkapitänen und Öko-Aktivisten ab und begibt sich auf eine submarine Geisterbahnfahrt, die die so ungleiche Gruppe erst in eine düstere Kriegsvergangenheit und schließlich in eine apokalyptisch-utopische Zukunft führt.

Aus euren Blicken bau ich mir ein Haus
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.3.2013, Schauspielhaus Wuppertal

Birger und Kevin sind dem Großstadtleben entflohen und haben sich im urbanen Speckgürtel niedergelassen. Offensichtlich steckt die gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft in der Krise; Hauptbeschäftigung ist das mißmutige Beobachten neuer Zuzügler. Zu den Beargwöhnten gehört auch Dorte, eine psychische Grenzgängerin, die sich nebenan ein Haus baut.

Back to Black
Autor(en) auftrag : lorey
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.9.2015, Deutsches Theater, Berlin

"Der Tod ist das Einfache. Sterben kann ein Idiot", so Heiner Müller. Ausgehend von dieser Behauptung entwickeln Stefanie Lorey und Bjoern Auftrag unter dem Titel Back to Black zusammen mit drei Ensemblemitgliedern eine Inszenierung, die sich den Konstruktionen von Todes- und Sterbedarstellungen in Literatur, auf der Bühne und Leinwand widmet.

Der Bär, der nicht da war
Autor(en) Oren Lavie
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.11.2015, Theater der jungen Welt, Leipzig

Wer sagt, daß Philosophie nur etwas für Erwachsene ist? Poetisch und eigenwillig skurril wirft der israelische Autor Oren Lavie in seinem Kinderbuch »Der Bär, der nicht da war« große Fragen mit ausgesprochener Gelassenheit auf und erweitert dabei spielerisch Denk-Klassiker der Philosophie.

Bartleby/Sicherheit ist nur ein Gefühl
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 10.5.2012, Schauspiel Graz

„Ich möchte lieber nicht“, sagt Bartleby, wenn er zu Tätigkeiten aufgefordert wird. Zunächst fällt er noch durch stillen schweigsamen Fleiß und höfliche Zurückhaltung auf, beginnt dann, kompromißlos seiner innersten Überzeugung folgend, sich weder für noch gegen einen angebotenen Lebensentwurf zu entscheiden. 

Basler Unruhen
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.5.2010, Theater Basel

Es werden Unruheszenarien gestiftet, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausschreitungen, Tumulte, Plünderungen und Straßenschlachten inszeniert und mit Hilfe von Augenzeugen dokumentiert. Der Erzählung im öffentlichen Raum folgt ein emotional kalkulierter Theaterabend um das Wohl und Wehe einer Stadt.

Bilder von uns
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.1.2016, Theater Bonn

Jesko Drescher ist zufrieden. Noch nicht mal 40 Jahre alt, hat er es bereits zum erfolgreichen Manager eines großen Unternehmens gebracht. Eine Karriere, makellos, die keine Wünsche offen läßt. Bis er eines Tages mit der Post einen Umschlag erhält, ohne Absender. Darin: Fotos von ihm selbst als kleinem Jungen. Nackt …

 

Birds
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.10.2009, Städt. Bühnen Osnabrück

Ein Frühlingserwachen aus der gnadenlosen Gegenwart. Juliane Kann schreibt über die ungeschützte Zeit der großen Gefühle und Verletzungen mit einer selten gesehenen Intensität und Direktheit. BIRDS konfrontiert vier junge Menschen mit den Wunden des Erwachsenwerdens und der Gnadenlosigkeit des Schicksals, daß einem der Atem stehen bleibt.

Black Bismarck
Autor(en) andCompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.9.2013, Hebbel-am-Ufer, Berlin

andcompany&Co. haben sich auf die Suche nach Kolonialgeistern begeben: eine Schrebergartensiedlung, ja ein ganzes Stadtviertel werden auch heute noch von ihnen heimgesucht. Eine U-Bahnstation scheint das Tor zur Unterwelt zu sein: Fürst Bismarck geht dort um als 'weißer Mann': ein Untoter mit unstillbaren Hunger auf Hirn, der versucht, die deutsche Literatur vor den Tollheiten der politischen Korrektheit zu bewahren.

Black Tie
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.12.2008, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum von BLACK TIE steht mit Miriam Yung Min Stein eine junge Frau koreanischer Herkunft, die von einer deutschen Familie adoptiert wurde. Nach drei Stücken, die große Texte zum Gegenstand hatten – Schillers »Wallenstein«, den Ersten Band von Marx’ »Kapital« und den »Breaking News« der Abendnachrichten – gilt das Interesse von Haug/Wetzel nun dem mikroskopischen Blick auf die Schriftsätze eines Lebens.

Das blaue, blaue Meer
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.1.2010, Schauspiel Frankfurt

Ein Stück über das Meer, die Sterne, den Plattenbau, den Tod. Ein Stück darüber, wie Armut und Verzweiflung an die Grenze der Wahrnehmungsperipherie der Deutschen gerückt wird und warum die Hoffnung es für einige Menschen nur noch schlimmer macht. Ein sehnsüchtiges Stück voll von poetischer Kraft, verstörend, berauschend und auch irgendwie hochkomisch.

Bleib mein schlagendes Herz
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.3.2010, Schauspiel Frankfurt

Eine Welt der großen Möglichkeiten ist gleichmals eine Welt der ewigen Adoleszenz. Was also machen mit dem Leben, mit dem Rest des Lebens, wenn es eigentlich irgendwie immer noch nicht so recht angefangen hat. Wenn die Suche nach dem eigenen ICH einen überfordert, kann man vielleicht erstmal nach einem einem Gegenüber suchen – in der Hoffnung, daß das vielleicht schon reicht.

Bondage
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Oktober 2001, TiF, Dresden

Was passiert, wenn ein britischer Geheimagent die Kontrolle über seine Mission verliert? Wenn sich der Schurke weigert, den gängigen Vorstellungen von Gut und Böse zu entsprechen? Wenn das Bondgirl plötzlich Schönheit und Verstand aufweist? Wie verhält sich ein Agent, wenn sein Weltbild auf den Kopf gestellt wird? Was tut man, wenn sich die eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen?

Bouncing in Bavaria
Autor(en) Auftrag:Lorey
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 23.8.2012, Schauspiel Frankfurt

Auftrag : Lorey, Traute Hoess und Felix von Manteuffel beschäftigen sich mit kollektiver und persönlicher Erinnerung. Es geht um Erlebtes, Erfundenes und den vagen Raum, der dazwischen liegt. Um Momente, die dem Leben eine unerwartete Wendung geben, um Augenblicke des Kontrollverlusts und des Glücks, um die eigene Vergänglichkeit, das Vergessen und das Verschwinden.

Brain Projects
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2016, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Was geschieht, wenn ich „Ich“ sage? Was geschieht dabei im Gehirn? Mit dem Ausgesprochenen haben sich Sprecher und Adressaten darauf verständigt, daß der Sprechende „sich“ meint. “Brain Projects” erarbeitet theatrale Spielanordnungen zur Modellierung des Gehirns. Das Sich-Denken als ein beobachtender und hilflos ahnungsloser Prozess.

Cabinet
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 29.10.2010, Theater Freiburg

Deutsche Künstler erkunden die türkische Realität in Istanbul, türkische Künstler erforschen Deutschland und entwickeln aus Begegnungen und Mißverständnissen eigene Texte. In diesem Cabinet, in dem Deutsche Türken und die Türken Deutsche sind, versuchen alle, eine gemeinsame Tagesordnung zu finden. Björn Bicker hat Fragen gestellt, die aufzeigen, wie schlecht es um die Kenntnis der jeweilig anderen Kultur bestellt ist.

Café Haertel
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 26.3.2011, Theater Osnabrück

Die Geschichten erzählende Großmutter am Ofen ist vom Aussterben bedroht, romantisch und gemütlich ist der Lebensabend für die wenigsten. »Von früher« erfahren Kinder heute im Fernsehen, und wer erwachsen, aber noch nicht alt ist, versucht diesen Zustand in Zukunft zu vermeiden. Juliane Kann sucht nach Lebenserfahrungen von Menschen, die mit dem Älterwerden konfrontiert sind.

Choreographien der Arbeit
werkfoto
Autor(en) Sascha Hargesheimer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.11.2017, Schauspiel Leipzig

Back to the Future, mitten in die Welt der 80er Jahre: mitten hinein in den Siegeszug des Neoliberalismus, in die Zeit der Entwicklung des Fernsehens zum Massenmedium und zur Manipulationsmaschine, in die Ära der konspirativen Theorien und UFO-Sichtungen, in die Regierungszeit Ronald Reagans. Der damalige gesellschaftspolitische Zustand, der Reagans Wahlerfolg ermöglichte, läßt Parallelen zur heutigen Situation zu.

The Civil Wars
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Uraufführung: 27.8.2014, Theaterspektakel Zürich

Wohin treibt Europa? In was für Zeiten leben wir? Mit „The Civil Wars“ inszeniert Milo Rau eine Lecture Performance à 4 voix über die Prämissen von Revolte und politischem Engagement. Entlang ihrer eigenen, windungsreichen Biografien befragen die vier Schauspieler Karim Bel Kacem, Sara De Bosschere, Sébastien Foucault und Johan Leysen die Conditio Humana in Europa zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Come on Baby
Autor(en) Beatrice Fleischlin / Anja Meser
   
Kategorie Performance
   
UA/DEA UA: 07.01.2011, Südpol, Luzern

Anja Meser und Beatrice Fleischlin machten sich auf den Weg, die Codes zu knacken, mittels derer der Mann sich im Alltag darstellt. COME ON BABY hätte ein Stück über die Inszenierung von Männlichkeit werden können. Es ist ein Bühnenflirt geworden. Ein Abend über Identität und Behauptung.

Deportation Cast
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA September 2011, Staatstheater Hannover

Noch vor ein paar Wochen ging Elvira auf eine Schule in Deutschland. Jetzt wohnt sie auf einer Müllkippe im Kosovo. Ihre Familie wurde ausgewiesen. In Deutschland findet Elviras Freund Bruno heraus, daß sein eigener Vater als Pilot einen Abschiebeflug gesteuert hat. Bickers Text verwebt die Geschichten zweier Familien zu einem bewegenden und vielschichtigen Spiel um Verantwortung und Schuld.

Der Meister und Margarita
Autor(en) Bulgakov/Voges/Wallfisch
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 22.3.2012, Theater Dortmund

Glauben oder Zweifeln? An was? Glauben wir heute noch an Erlösung durch Opfer, an Barmherzigkeit, an einen Gott? Und wenn nicht – woran dann? An Kapitalismus, an Demokratie, Europa? Kay Voges und Paul Wallfisch haben Michail Bulgakovs Jahrhundertroman in einer furiosen Fassung aus Text und Musik für das Theater arrangiert. Leidenschaft, Getriebenheit, Obsession trifft auf Glitter-Rock. Ein Ereignis!

Don Quixote
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.4.2009, Schauspielhaus Graz

Christian Winkler stellt in seiner Adaption von »Don Quixote« die Frage nach der Möglichkeit von Heldentum in einer von Krisen besetzten Realität. Wie kann man heute noch ideologisch sein in unserer unwirklich gewordenen Welt, die sich vor allem durch das Fehlen gültiger Ideen kennzeichnet? Cervantes’ Geschichte vom Kampf gegen Windmühlen ist aktueller denn je.

Eheleute und Ehelose
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 26.10.2013, Theater Koblenz

Marilyn ist Hauptdarstellerin einer mittelmäßigen TV-Serie, in der auch ihr Mann Arthur mitspielt. Eines Nachts taucht ein junges Paar bei ihnen auf. Louis, der es auf Arthurs Rolle abgesehen hat, begleitet von seiner Frau Netty, die in jeder Hinsicht das Gegenteil von Marilyn ist. Das ungleiche Paar enthüllt Geheimnisse, die Marilyns Glauben an die Ehe in mehrfacher Hinsicht in die Krise bringen.

Ein Fuchs reißt Kaninchen
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.5.2009, Ruhrfestspiele Recklinghausen / Thalia Theater

Ein Mann erkrankt an Krebs. Nach einem Selbstmordversuch wird er nicht mehr aus dem Koma erwachen. Schmerz, Trauer und Verzweiflung entrücken Frau Ina und Sohn Nico in eine Zwischenwelt, fernab von Alltag und Normalität. Weiterleben, wie geht das? Für Nico öffnet die allumfassende Trauer plötzlich neue Türen.

Eine Billion Dollar
Autor(en) Thomas Melle / Andreas Eschbach
   
Kategorie Bühnenadaption
   
UA/DEA UA: 25.9.2009, Wuppertaler Bühnen

Seinem Roman EINE BILLION DOLLAR legt Andreas Eschbach ein faszinierendes Gedankenspiel mit der Erbschaft eines phantastischen Vermögens zugrunde, das den New Yorker Gelegenheitsjobber John Fontanelli mit einem Schlag zum reichsten Mann der Welt macht. Thomas Melle hat den Bestseller nun exklusiv für die Bühne bearbeitet.

Empire
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA September 2016, Theaterspektakel Zürich

Mit EMPIRE bringt Milo Rau seine gefeierte Europa-Trilogie zum Abschluß. Als Endpunkt einer dreijährigen intensiven Auseinandersetzung mit Mythos und Realität Europas präsentiert EMPIRE biographische Close-Ups von Menschen, die nach Europa kommen oder an dessen Rändern leben: Flüchtlinge, Migranten, Wanderer. Liegt das »eigentliche« Europa nicht in Nordafrika und im Nahen Osten?

Das endlose Zersplittern der Dinge
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

DAS ENDLOSE ZERSPLITTERN DER DINGE erinnert an eine wundersam postapokalyptische Alice im Wunderland. Seltsame Existenzen begegnen sich, mal in sehr lustigen, mal in ganz lyrischen Verstrickungen. Dem Verstehen wird eine Absage erteilt, und der Blick weitet sich. Ein Kind reift heran, geschaffen von einer freundlichen Erzeuger-Maschine. Das Kind hat eine besondere Gabe. Aber wo Begabungen sind, ist der Neid nicht weit.

Entwurf für ein Totaltheater
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Eine größere Einsamkeit hat es selten gegeben. Bonnies Drama beginnt mit der Flucht aus einer Ehe, in der sie scheinbar alles hat. Im Leben muß es mehr als alles geben. Doch die Ordnung ist totalitär. Wie kaum eine Autorin ihrer Generation vermag es Anne Lepper, unsere trostlose und oft scheinbar ausweglose Existenz mit ungewöhnlichen Bildern zu beschreiben, die einen tiefen literarischen Sog entwickeln.

Das Erbe
werkfoto
Autor(en) Olga Bach
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.6.2017, Münchner Kammerspiele

Könnte die Verurteilung der Schuldigen im NSU-Prozess eine Art kathartische Reinigung der Gesellschaft herbeiführen? Olga Bach assoziiert frei von diesem Thema der Schuld eine Gemeinschaft, die der Gegenwart entfremdet ist und die alle Antworten immer in der Vergangenheit sucht. Diese Gemeinschaft verständigt sich ausschließlich über ihr gemeinsames kulturelles Erbe, über das Archiv der deutschen Kulturgeschichte.

Die europäische Wildnis - eine Odyssee
Autor(en) Sascha Hargesheimer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.5.2016, Ruhrfestspiele Recklinghausen / Schauspiel Frankfurt

In einem Konvolut aus Bildern und Szenen lotet Sascha Hargesheimer den immer kleiner werdenden Handlungsspielraum aus, der zwischen Political Correctness, Gefühlskälte, sogenannten ›Sprachverboten‹ und Tabus vermeintlich bleibt. Uns begegnen Menschen irrlichternd an modernen Nicht-Orten. Die Heimat ist verloren, umso mehr gilt es einen Rest von Territorium zu verteidigen und Grenzen zu ziehen. 

Expedition und Psychiatrie
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 4.3.2011, Theater Heidelberg

»Es ist eine Welt, die nur mit einem Bein in der Wirklichkeit steht«, beschreibt Stockmann die Atmosphäre seines Stückes. An einem phantastischen Ort am Meer herrscht Endzeitstimmung. Die Worte haben ihre Bedeutung, die Menschen ihren Sinn verloren. Zauberer Dariusz, Außenseiter und Sonderling, gerät an Bord der letzten großen Expedition, deren Ziel es ist, den Untergang abzuwenden.

Exzess, mein Liebling
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Kid hat sich mit 17 Jahren umgebracht, ein Trauma für seine Nachhilfe-Lehrerin Lila, genauso wie für seinen Vater Billy Karacho, der die Glücks-Agentur 'Bohème-Rabauke' betreibt. Die Agentur hat das Glücksversprechen kommerzialisiert. Kid geistert durch die Leben dieser verlorenen Lebenden; Großstadtfiguren, die an ihrem ziellosen Leben leiden, die ihren Schmerz betäuben durch hektische Aktivität, Dauerkonsum und narzisstische Selbstbesessenheit.

F wie Fälschung
Autor(en) Boris Nikitin / Malte Scholz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Diplominszenierung Gießen, 2008

Boris Nikitins Inszenierung und Malte Scholz Performance fragen nach der Zuverlässigkeit dessen, was wir auf der Bühne sehen. Ist nicht die Lüge gerade im Theater immer schon Teil einer stetig ‚Wirklichkeit’ produzierenden Maschine? Das Publikum kann sich trotz seiner Kenntnisse um die Codes des Theaters und trotz seines Wissens um die Mechanismen und Techniken der Wahrnehmung nur auf seine Zweifel verlassen.

Faites vos jeux!
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 28.5.2008, Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln, PACT Zollverein, Essen, HAU, Berlin, FFT, Düsseldorf

Tag X. Die Mitarbeiter diverser Unternehmen in Deutschland erklären ihre Unabhängigkeit. Sie verschanzen sich in Geschäftsräumen und Filialen, besetzen ihre eigenen Arbeitsplätze und widmen sich uneingeschränkt dem Ziel, betriebsinterne Ressourcen nachhaltig zu erschöpfen.

Der Fall Dorfrichter Adam
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.11.2010, Schauspielhaus Graz

Dorfrichter Adam ist nachts in Eves Haus geschlichen. Vom Verlobten des Mädchens überrascht, schwer verprügelt, aber unerkannt in die Flucht geschlagen, muss er anderen Tags sprachgewandt über seine eigene Untat Gerichtstag halten. Lügt er oder sagt er die Wahrheit? Boris Nikitin unternimmt mit einem Schauspieler – anhand des Kleistschen Textes – eine Berufsbefragung: zum Verhältnis von Sprache und Körper, Wahrheit und Schein, Fassade und Innerlichkeit. 

Familie Weiß
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2015, Staatstheater Stuttgart

Familie Weiß wohnt im ersten Stock eines Mehrparteienhauses. Da die Wohneinheiten hellhörig sind, meinen die Nachbarn den Tagesablauf der Familie zu kennen. Was sie nicht wissen: daß die Existenz der Familie Weiß auf einem groß angelegten Täuschungsmanöver beruht. Ein flexibles Einsatzkommando, bestehend aus eingeweihten Bürgerinnen und Bürgern, deckt mit subversiver Tatkraft das größte Geheimnis der Familie Weiß - daß es sie nicht gibt.

Fanny und Schraube
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 27.8.2009, Neuköllner Oper

Fanny ist weltfremd und Malerin, Schraube ein mäßig erfolgreicher Hamburger Reeder. Wie kommen die beiden auf die Idee, den Berliner Landwehrkanal in Richtung Meer zu besegeln? Eine lebensbejahende, wundersam romantische und verschrobene Bohemian-Spinnerei, der sich hinzugeben äußerst ratsam ist.

FatzerBraz
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 27.10.2010, HAU, Berlin

Die Fragen nach Desertion, revolutionärem Defätismus und Guerillakampf stehen im Zentrum des »Fatzer«-Fragments von Bertolt Brecht. andcompany&Co. inszenierte das Stück vor der deutschsprachigen Erstaufführung zunächst in São Paulo gemeinsam mit brasilianischen Künstlern. Diese Zusammenarbeit bietet die Chance einer gegenseitigen Verfremdung: von São Paulo und dem Ruhrgebiet, Erstem Weltkrieg und Stadtguerilla, revolutionärer Bewegung und Reformregierung.

Fegefeuer
Autor(en) Sofi Oksanen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA DEA: 15.10.2011, Theater Osnabrück

FEGEFEUER beschreibt das packende Drama zweier osteuropäischer Frauengenerationen. Zwischen Sowjetbesatzung und den Realitäten eines neuen Europas dekonstruiert Oksanen virtuos die europäische Geschichte am Beispiel Estlands und portraitiert dabei mit großer psychologischer Sensibilität zwei ganz unterschiedliche Frauenschicksale. Eindringlich beschreibt sie, was der Verlust der individuellen Freiheit aus der weiblichen Perspektive bedeutet.

Fieber
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.6.2010, Maxim Gorki Theater

Das Leben ist ein Umbruch. Auch für Städte. Diese Stadt hat Fieber, schwitzt, schämt sich und hat Angst. Wie einsam man sein kann, wenn sich alle abwenden. Aber selbst mit Schrott läßt sich gutes Geld machen. Diejenigen, die zwischen Rost und Verlassenheit herumkriechen, könnten endlich mal gehen. Aber sie bleiben. Warum eigentlich auch nicht? Gehen kann jeder. Dazubleiben ist die wahre Herausforderung.

Fiege - Ein Stück ohne Geilheit
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.3.2004, Theater Bielefeld

Sensationslos reihen sich Herrn Fieges Tage aneinander. Ein durchschnittlich graues Leben, könnte man vermuten. Doch die Haushälterin Erna Wiskowiak hat sich in ihn verliebt. Fieges Herz probt den Aufstand. Zum ersten Mal in seinem Leben ergreift er die Initiative. Das liebenswürdige Porträt eines spießigen Zauderers, dem im Moment seiner späten Revolte das Schicksal ein Schnippchen schlägt.

Five Easy Pieces
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.5.2016, kunstenfestivaldesarts, Brüssel

Kann man mit Kindern das Leben und Wirken des Kindermörders Marc Dutroux darstellen? Mit FIVE EASY PIECES entwickeln Milo Rau und das IIPM in Koproduktion mit dem Genter Art Center CAMPO entlang der Biografie des zu trauriger Berühmtheit gelangten belgischen Verbrechers Dutroux eine kurze Geschichte Belgiens. Auf der Bühne: Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 13 Jahren.

Die Fliegenden Holländer
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein Historiker und ein Bestattungsunternehmer treffen auf Deck eines Kreuzfahrtschiffes aufeinander. Man befindet sich auf dem Weg zu dem internationalen Kongress »Europaweites Unbehagen zu den Erscheinungen an den europäischen Rändern«. Die Zeit der Theorie ist vorbei, als dem Kreuzfahrtschiff ein Flüchtlingsboot vor den Bug gerät. Und plötzlich befinden sich die feinen Herren in einer Situation, die man bestenfalls als irrwitzig bezeichnen könnte.

Fluktus
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ganze Stadtteile sind eingestürzt, Förderbänder biegen sich unter Tonnen von Bauschutt. Aber die Geröllhalde des einen ist immer die Sprungschanze für den anderen. Und die Firma der Galovics recycelt sich durch die Berge des Verfalls hindurch an die Spitze der Gesellschaft. In Gesprächen, Therapiesitzungen, Comic-Intermezzi oder zeitungsartigen Passagen durchstreifen wir diese besondere, schön-deprimierende Welt und sind erstaunt.

for ever and ever. and forever!
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

 Mr. Gold, Werbe-Ikone der Goldmarkt GmbH, will sich per Implantat die ultimative Kundentreue sichern. Doch in der Nacht des Eingriffs brennen die Einkaufspassagen samt Goldmarkt bis auf die Grundmauern nieder. Anna und Adam jedenfalls überleben - und nicht nur das: bald stellen sie fest, daß sie unsterblich geworden sind. Eine fabelhaft bitterböse Reise weit über die Grenzen dessen hinaus, was wir einst Kapitalismus nannten, beginnt.

Fragment '45
Autor(en) Constantin von Castenstein
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Mai 2005, Landestheater Tübingen

Constantin von Castenstein erzählt in diesem Monolog von seinem aristokratischen Großvater, der sowohl Gegner der Nationalsozialisten als auch der Besatzungsmächte war. Aus selten eingenommener Perspektive wird unser Geschichtsverhältnis radikal auf den Prüfstand gestellt

Die Fraktion
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.1.2013, Theater Magdeburg

Die Arbeit in der Stadtratsfraktion läuft wie geschmiert. Die Maschinerie gerät ins Stocken, als sich der Politik-Novize Martin in die Abläufe einschaltet. Wer beim Zusammenprall von Idealismus und Pragmatismus die Oberhand behält, scheint schnell klar. Doch dann bietet sich die ungewohnte Chance zu einer Debatte jenseits der Routine. Und es wird deutlich, daß am Ende dieser langen Nacht nichts mehr so sein wird, wie es einmal war.

Frankenstein - Schmutzige Schöpfung
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.10.2008, Theaterhaus Jena

Viktor F. hat quer durch die Fächer studiert: Gentechnologie, Eugenik, Historik, Bionik. Nun will er seinen Studien die Krone der Schöpfung aufsetzen: er schafft aus totem Material, aus »Lehm, Zeugs, Fleisch«, ein neues Lebewesen. Ausgehend von Mary Shelleys Roman schreibt Thomas Melle ein Stück, das mit Unsicherheiten und Realitätsmöglichkeiten spielt.

Der Freund krank
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.4.12, Schauspiel Frankfurt

Ein Mann in den Dreißigern kehrt zurück in seinen ›unglamourösen‹ Heimatort. Sein Jugendfreund Mirko ist verrückt geworden. Mirkos Frau Nora, in die der Heimkehrende einst verliebt war, pflegt den Kranken, von dem sie ein Kind erwartet. Der Ort selbst krankt am Strukturwandel. Das Aroma-Werk wird abgebaut. Stattdessen kommt die Autobahn. Der Mann bleibt trotz allem da. Ihn hält eine Mischung aus Sehnsucht und Schuldgefühl - denn auch er profitiert vom Ausverkauf.

Gehen und Bleiben
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.3.2017, Hans Otto Theater, Potsdam

Dieser Theaterabend interessiert sich für die persönlichen Geschichten von Geflüchteten, die gegenwärtig in Potsdam leben. Jenseits der Statistiken und Klischees wird Maxi Obexer in Zusammenarbeit mit den Akteuren auf der Bühne - mit Geflüchteten - ein Stück entwickeln.

Geisterschiff
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: November 2007, Theaterhaus Jena

Weihnachten 1996 ertranken 283 Flüchtlinge vor der Südküste Siziliens. Als Fischer erste Leichenteile an Land ziehen, ignorieren die Behörden den Vorfall. Das Schiff wird zum »Geisterschiff«. Obexers Stück ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Frage, wie mit Flüchtlingskatastrophen umgegangen wird, ein modernes Requiem über die vielen gleichgültig hingenommenen Toten an den Küsten Europas.

Der Geizige
Autor(en) PeterLicht (nach Molière)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.2.2010, Maxim Gorki Theater, Berlin

Welchen Zündstoff bietet Molières Komödie in Zeiten, in denen kein Kind mehr nach irgendwelchen Einwilligungen der Eltern fragt? Worin besteht heute die Drangsalierung zwischen den Generationen? Diesen und vielen anderen Fragen an den Klassiker widmet sich PeterLicht in einer sprachmächtigen, versponnen-klugen und hochamüsanten Theaterfassung. Und nicht zuletzt erfährt man nur bei ihm, warum Harpagon sich nicht so recht damit anfreunden kann, mehr als nur eine Zahnpastatube im Leben zu verwenden ...

Geld - her damit
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.11.2009, Oldenburgisches Staatstheater

Willkommen in der Krise. In der dauerhaften Krise! Denn was bleibt einem anderes übrig, als einfach weiterzumachen? Immer weiter. Die Blumen zu gießen, das Kind zur Schule zu bringen, zur Arbeit zu fahren, auch wenn es schon längst keine Arbeit mehr gibt. Mit großem Gespür für die vermeintlich kleinen Geschichten schreiten Sauter & Studlar souverän und mit spielfreudiger Komik das Minenfeld der sogenannten globalen Krise ab.

Die Geschichte des Publikums
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2006, Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln

Erst die Betrachtung macht eine Situation zur Szene. Voyeure sind heimliche Komplizen und Trittbrettfahrer in Geschichten, die nur selten die ihren sind. Mit einer Gruppe von Beobachtern und Zeitzeugen beziehen Hofmann & Lindholm Stellung im toten Winkel, um Öffentlichkeit zu privatisieren und die jeweils eigenen Anteile an Waren, Gütern, Dienstleistungen, Meinungen, Situationen, Ereignissen und Geschichte einzufordern.

Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2009, Theater Basel

Nach seinem Bestseller »Wir werden siegen!« - jenem Büchlein, das man »immer dabeihaben und zwischen zwei Küssen lesen möchte« (Die Zeit) –, legt PeterLicht ein modernes Märchen vor. Es ist die Geschichte eines Sofas und seines Besitzers. Das Sofa ist nahezu perfekt. Dem Besitzer geht es gut. Er hat Geld. Er ist gesund. Er hat eine Frau, die er über alles liebt. Und ja, die Sonne scheint. Doch irgendetwas stimmt nicht. Dem Sofa fehlt ein Bein. Die Welt gerät ins Schlingern …

Der Ghetto Swinger
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.9.2013, Kammerspiele Hamburg

Kai Ivo Baulitz beginnt seine Erzählung über das Leben von Coco Schumann im Berlin der 30er Jahre. In den Kneipen wird Swing und Jazz gespielt, Coco gehört zu den verbotenen Swing-Kids. Plötzlich findet er sich in Theresienstadt wieder. Chuzpe, Glück, Zufälle, Musik, Überlebenskampf? Vielleicht hatte Schumann von allem etwas, denn er überlebt. Kai Ivo Baulitz hat diesem ungewöhnlichen Musiker mit seinem Theatertext ein weiteres Denkmal gesetzt.

Gletscher
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.2.2008, Theater Rampe

Die große Hitze vom Sommer 2003 brachte nicht nur guten Wein. Sie ließ auch die Gletscher schneller schmelzen, und manches Opfer, das sich der Gletscher vor vielen Jahren geholt hatte, wurde freigegeben. So geschah es, daß eine Frau nach 54 Jahren ihren jungen Verlobten wiedersehen durfte. Die Geschichte erinnert an ein romantisches Märchenmotiv, an »Unverhofftes Wiedersehen« oder an »Bergwerk zu Falun«.

Graben
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein Haus irgendwo auf dem Land. Karl kehrt in Begleitung des jungen Harald zurück, um seinen Jugendfreund Gotfried zu besuchen. Doch wahre Wiedersehensfreude sieht anders aus. Zwischen Karl und Gotfried, einst unzertrennbar, klafft eine deutliche Lücke aus Unausgesprochenem und Verdrängtem. Ein Stück über die Vergangenheit und die Gegenwart, vor allem aber über die Freundschaft mit ihren ureigenen Gesetzen.

Der große Gatsby
Autor(en) F. Scott Fitzgerald/Christopher Rüping
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 10.11.2011, Schauspiel Frankfurt

Rüping hat Fitzgerald für die Bühne bearbeitet. Die Deutsche Bühne kommentiert: »Die derzeit überzeugendste Begegnung mit dem ›Gatsby‹-Material. Ohne Dramatiker an der Seite hat Christopher Rüping eine Fassung erarbeitet, die zugleich ganz nah an Fitzgeralds Roman bleibt und dabei so weit über ihn hinaus weist wie keine andere. Rüping gelingt eine Mischung, die dem Roman ganz ohne jede realistische Behauptung besonders gerecht wird.«

Gutmenschendämmerung
werkfoto
Autor(en) Marcel Luxinger und collective yemina
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22-9-2016, Theater unterm Dach, Berlin

»Wegen seines provokativen Charakters und des immensen Resonanzraums der Thesen wünscht man der Produktion eine Tournee über Rampen jeder Art, von Schauspielhäusern über Vereinslokale bis hin zu Stadtfesten und Feuerwehrbällen. »Gutmenschendämmerung« rührt beherzt im großen Topf der politischen und sozialen Ängste wie Hoffnungen herum. Antworten werden zum Glück nicht gegeben.« (Neues Deutschland)

Hate Radio
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater, Reenactment
   
UA/DEA UA: 2.11.11, Kunsthaus Bregenz

Hätte man ein einfaches und wirkungsvolles Ziel gesucht, den Genozid in Ruanda zu verhindern, wäre der Radiosender RTLM (›Radio- Télévision Libre des Mille Collines‹) ein guter Anfang gewesen. Mit unbeschreiblichem Zynismus hatten die Mitarbeiter des populären Senders den Völkermord seit Monaten wie eine Werbekampagne vorbereitet. Das Projekt HATE RADIO läßt RTLM in originalgetreu nachgebauten Kulissen wieder live auf Sendung gehen - auf der Bühne stehen Überlebende.

Haut
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.4.2011, Staatstheater Braunschweig

Daniel hat sich in eine Klinik eingewiesen. Nico ist schwul. Seine Zwillingsschwester Janet muß sich ständig übergeben. Bozi, der beste Freund von Nico, ist in Janet verliebt. Cynthia ist auch in der Klinik in Therapie und verliebt sich in Daniel. – Daniel, Nico, Cynthia, Janet und Bozi sind fünf Jugendliche, fünf ganz »normale« Jugendliche. Aber was ist schon normal?

Herr Dağaçar und die goldene Tektonik des Mülls
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.10.2010, garajistanbul

Jede Nacht strömen unzählige junge Männer durch Istanbul und sammeln vom Boden und vor den Geschäften das auf, was anderen zur Last gefallen ist und verwandeln es immerhin in kleines Geld für sich und die Familien in Ost-Anatolien. Helgard Haug und Daniel Wetzel folgten ihnen auf ihren Routen durch die Stadt und ihrem mikroskopischen Blick auf den Müll, dessen Wert an den Weltmarkt gekoppelt ist - an die Kurse für Kupfer, Stahl, Gold.

Herrmann's Battle
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.10.11, Kleistforum, Frankfurt (Oder)

Ein Text, der den Freiheitskampf als Ziel formuliert, dem alles andere und alle Anderen untergeordnet werden muss. Haug und Wetzel unternehmen nach „Wallenstein“, „Karl Marx: Das Kapital, Erster Band“, „Breaking News“ und „Prometheus in Athen“ ein weiteres Theater-Abenteuer, bei dem sie die Arbeit mit Experten ihrer eigenen Biografie in Kollisionskurs bringen mit einem Text, dessen Radikalität die Belange des Individuums überrennt.

Das Herz ist ein lausiger Stricher
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.2.2010, Thetaerhaus Jena

Ein Food-Company-Manager mit neobürgerlichem Lifestyle zieht im Rahmen eines Näher-am-Kunden-Programms für einen Tag bei einer Unterschichtsfamilie ein. Am Geburtstag der Tochter kommt es zum Showdown mit Fehlzündungen. Ihre Mutter, die vor zwanzig Jahren die Familie verlassen hat, steht vor der Tür. Und dem Manager kommt sein schickes Leben plötzlich sehr weit weg vor. 

Herzblut
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Die Chronik einer angekündigten Katastrophe. Ein junger Lehrer gerät mit einer Schülerin aneinander. Beide sind überfordert. Die Situation eskaliert. Ein hintergründiger und vielschichtiger Beitrag zur oft oberflächlich geführten Debatte über die Zustände an unseren Schulen.

Himmelangst
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2009, Schauspiel Bochum

Ein junger Afroamerikaner mit Baseball und Hund will eines Tages Präsident seines Landes werden. Gemeinsam mit drei iranischen Stewardessen endet seine Flugreise mit einer Landung in den Wolken. Und dort herrschen - wenn überhaupt - andere Gesetze.

hitlerine
Autor(en) Anne Tismer
   
Kategorie Performance
   
UA/DEA UA: Januar 2010, Volksbühne Berlin

Hitlerine ist eine radikalmilitante, eitle Egoistin, ausgestattet mit einem beinahe postmodernen Bewusstsein. Irgendwo in Afrika steckt sie fest in einer parallelen Geschichte, in der Adolf nicht vorkommt, aber anderes Schlimmes schon, etwa die Völkermorde zu Beginn des letzten Jahrhunderts auf dem schwarzen Kontinent.

Hofmeister - Vorteile der Privaterziehung
werkfoto
Autor(en) J.M.R. Lenz / Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 3.10.14, Nationaltheater Weimar

Lenz´ Stück ist das scharfsinnigste Stück aller Zeiten zu Erziehungsfragen und die erste Tragikomödie der Literaturgeschichte. Kai Ivo Baulitz hat sie sich neu vorgenommen, hat sie aktualisiert und adaptiert. Wer das alles nicht versteht, sind die Eltern, die vom Babyschwimmen bis zu den Extrabildungsausgaben wirklich alles richtig gemacht haben.

Horror Vacui
Autor(en) Auftrag:Lorey
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: März 2011, Schauspiel Frankfurt

»Horror Vacui« ist eine Sammlung von allem, was unsere Sinne anspricht oder beansprucht. Die Symphonie eines ganz gewöhnlichen Tages, Mitteleuropa, Anfang des 21. Jahrhunderts - mit einer Schauspielerin, die über die erstaunliche Fähigkeit verfügt, willentlich die Frequenz ihres Herzschlags zu beeinflussen.

Hundert Blumen
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2009, Staatstheater Mainz

HUNDERT BLUMEN ist ein modernes Sozialdrama, das weder larmoyant noch einseitig das krisengeschüttelte Prekariat beschreibt, vielmehr stellt es beherzt die Frage nach Wert und Würde des Menschen. Mit ihrer poetisch-heiteren, melancholisch-trotzigen Sprache und einem zutiefst empathischen Blick auf die Verlierer unserer Zeit schildert die Berliner Autorin die Welt der ›kleinen Männer und Frauen‹.

Hunting for Trier
Autor(en) Nora Abdel-Maksoud
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.10.2012, Ballhaus Naunynstraße, Berlin

Lars von Trier sucht zwei weibliche Outlaws. In einem filmischen Universum das für Frauen nach wie vor die Rollenfächer »Heilige« und »Hure« vorsieht, verspricht die Verkörperung von gesetzlosen Banditen ungeahnte Handlungsspielräume für die Jungschauspielerinnen Patti und Lenni. Hals über Kopf stolpern die ungleichen Leinwand-Heroinen in das Abenteuer ihres Lebens.

Ich bereue nichts
Autor(en) Jan-Christoph Gockel / Thomas Halle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.10.14, Staatstheater Karlsruhe

Edward Snowden konnte schnell Karriere bei der CIA machen. Allerdings stand dem jungen Computerspezialisten bald etwas Entscheidendes im Weg, das sich nicht gut mit seiner Tätigkeit vertrug: sein Gewissen. Jan-Christoph Gockel und Team haben Kontakt zu Publizisten aus dem Umfeld des Whistleblowers aufgenommen und nähern sich diesem Helden wider Willen mit einem fiktiven Monolog.

Ich hätte gern den Charme von Adriano Celentano
Autor(en) Roscha A. Säidow
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.10.2016, Schauspiel Frankfurt

Überbevölkerung ist das größte Problem der Menschheit. Also sitzen drei Vertreter des demografischen Querschnitts in der Transferkapsel eines Raumschiffes, um für die Suche nach einem besseren Lebensort ins Weltall geschossen zu werden. Mensch braucht Maschine? Maschine macht Mensch? Welche Katastrophen reaktivieren die im Dornröschenschlaf ruhende Selbstbestimmtheit dieser Auserwählten?

Ich wünsch mir eins
Autor(en) Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 7.12.2012, Theater Osnabrück

Leila lebt alleine, ein junges Mädchen, das eines Tages einen Mann kennen lernt. George, der in der Kneipe vor seinem Bierglas sitzt und in Leila die Prinzessin seines Lebens erkennt. Leila ist für George, der in seiner Wohnung versauert, seine Miete nicht mehr zahlt und nur noch für Bier das Haus verläßt, das Rückfahrticket in die Jugend. Und George ist für Leila das, was sie zu kennen scheint. Die ewige Enttäuschung. Bis eines Tages Leilas Vater vor der Tür steht.

 

Illegal
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 20.6.2008, Münchner Kammerspiele || Ursendung: 27.6.2008, Bayerischer Rundfunk

Nach Adorno gibt es »kein richtiges Leben im falschen«, und so fragt man, wie illegalisierte Menschen und ihre Familien eigentlich ihren Alltag organisieren können. Wie sie arbeiten, wohnen, sich ärztlich versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken. Björn Bicker hat dieser Unmöglichkeit des Seins nachgespürt.

Illegale Helfer
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.1.2016, Schauspielhaus Salzburg

Die Festung Europa fordert Opfer. Nicht nur von den Menschen, die in Nußschalen Meere überqueren. Sondern auch von jenen innerhalb der Festung, die diese Zustände nicht akzeptieren. Was für Menschen sind es, die so konsequent für ihre Überzeugungen eintreten? Maxi Obexer hat reale Stimmen kondensiert und zu einer dichten, literarischen Reflexionsfläche verwoben, ohne beim Dokumentarischen zu verharren.

Im Eis
werkfoto
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.3.2018, Theater St. Gallen

Was die Schweizer Fichen-Affäre - die in den 80er Jahren die Überwachung von etwa 800.000 Bürgern nach sich zog - mit unserer Gegenwart verbindet und was amerikanische Bunkerruinen im ewigen Eis Grönlands damit zu tun haben, ist Gegenstand des Stückes, das Andreas Sauter für das Theater St.Gallen schreibt.

 

 

Imitation of Life
Autor(en) Boris Nikitin / Beatrice Fleischlin / Malte Scholz
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, Kaserne Basel 2009

Gefälschte Biographien, gefälschte Dokumente - zu irgendeinem Zeitpunkt wurde ihnen Glauben geschenkt und mit ihrer jeweiligen Aufdeckung geriet in den Raum, was als unglaublich erscheint: daß die Wirklichkeit fingiert sein könnte. IMITATION OF LIFE widmet sich dieser Fiktion in der Form eines dokumentarischen Abends über Betrug und die Macht der Behauptung.

In den Arkaden
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein gigantischer Themenpark sind das ideale Terrain für Tagträume. Eric sucht hier nach Inspiration oder einer verlorenen Liebe. Mit dem Kassenmädchen hat er 15 Jahre zusammengelebt. Oder kennt er sie gar nicht? Realität und Fiktion gehen Hand in Hand und steigen auf den Skymaster, das Gerät der Superlative, das fantastische Erfahrungen verspricht. Christian Winkler beschreibt in seiner schwarzen Komödie eine Suche nach Sinn und Identität.

Inga und Lutz
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.10.2010, Staatstheater Braunschweig

Beim nächsten Job wird alles anders. Lutz will sich selbständig machen. Mit Manni, seinem besten Freund. Beide haben ihren Job verloren, die Firma wird wohl bald dicht gemacht. Jetzt wird es ernst: Lutz und Manni brauchen Geld für ihre Geschäftsidee. Und dieses Geld hat Inga, die Freundin von Lutz, bzw. ihre Eltern. Stockmanns erstes Theaterstück bewegt sich rasant zwischen schwarzer Komödie und Sozialdrama. 

Die Insel
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 4.10.2014, Deutsches Schauspielhaus Hamburg

Wer lebt auf der Veddel. Wer lebt nicht auf der Veddel. Es tritt auf der Chor der InselbewohnerInnen. Und fragt nach der Zukunft. Nach der Zukunft, die längst begonnen hat. Basierend auf Interviews und Gesprächen auf der Veddel und im restlichen Hamburg ist ein Text entstanden, der nach den Bedingungen unseres Zusammmenlebens in der Ankunftsstadt des 21. Jahrhunderts fragt. Es entsteht ein Theaterabend mit BewohnerInnen der Veddel.

Intensivtäter
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.2.2014, Theater Freiburg

Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, populär geworden für ihren harten Umgang mit jugendlichen ?Intensivtätern?, hat sich im Juni 2010 das Leben genommen. Paul Brodowsky nimmt ihr migrantisch geprägtes Arbeitsumfeld Neukölln zum Ausgangsterrain, um über den gesellschaftlichen Umgang mit jugendlichen Straftätern nachzudenken. Es wird nicht mit ihnen, sondern über sie verhandelt.

Das Internat
werkfoto
Autor(en) Ersan Montag / Alexander Kerlin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.2.2018, Schauspiel Dortmund

Kann es ein Internat geben, das alle anderen Internate enthält? Wo die Lehrer schlafend herumliegen wie tote Fliegen? Während die Mädchen in Uniform die Liebe lernen und die Kinder des Monsieur Mathieu ihre Choräle singen? Wo die jungen Genies in den Katakomben ihre Drogenexzesse feiern - mit Unendlichem Spaß? Und der Zögling Törleß seinen Mitschüler erotisch quält, während Jakob von Gunten sein Tagebuch schreibt? 

Jeanne d'Arc
werkfoto
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.2.2018, Residenztheater München

Milo Rau erarbeitet eine Jeanne d’Arc für unsere Zeit. Wo sind sie zu finden, wogegen kämpfen, woran scheitern sie? Wie tickt jemand, der sich hinreißen läßt vom Elend der Welt – nur um am Ende vielleicht selbst zum Täter zu werden? Der Versuch zur Weltrettung wird mit »Jeanne d’Arc« ins Poetische transformiert: eine Anklage starker Frauen, die kämpfen und scheitern, ein zorniges Live-Poem über den Zustand unserer Gesellschaft.

Jiggy Porsche taucht ab
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.4.2012, Münchner Kammerspiele

In einem weit entfernten Hafen findet ein Gespräch statt zwischen einem Touristen und dem einheimischen Fischer. Gewinnmaximierung versus Demut und Bescheidenheit. Schwenk auf ein groteskes Kreuzfahrtschiff namens Jiggy3000, das eine illustre Gemeinschaft verwirrter Wohlstandsbürger an Deck versammelt. Und dann ist da noch eine vom Vater verlassene Familie, und ich, ich bin das Kind einer überforderten Mutter.

Die Kämpfe der Frauen
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 23.3.12, Theater Freiburg

Womit hat Frau zu kämpfen? Die Hydra hat viele Köpfe und darunter sind nicht nur Männer auszumachen. Wofür streiten Frauen? Um die Hälfte der Fensterplätze auf der Titanic? Oder haben sie nach 4000 Jahren Männerkurs andere Visionen über das Leben zu bieten, das eigene und das mit anderen? Was macht Frauen fertig und was macht sie an?

 

Käthe Hermann
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, 8.1.2012, Theater Bielefeld

Käthe hat auf vieles verzichten müssen. Als die Kinder kamen war's vorbei mit der Karriere als Tänzerin. Nun, da die Brut bereits ergraut, ist sie an der Reihe. Überhaupt: der Käthe stellt sich niemand in den Weg. Weder die widerborstige Tochter, noch der verkrüppelte Sohn. Und erst recht nicht die Bagger, die das Haus abreißen sollen. Zwangsumsiedlung kommt nicht in Frage. Im Gegenteil, jetzt wird renoviert. 

Kaltes Produkt
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2006, Nationaltheater Oslo

Matias Faldbakken gelingt mit KALTES PRODUKT eine drastische und überzeugende Aktualisierung von Ibsens Klassiker. Faldbakkens Nora ist eine ehrgeizige und erfolgreiche Anwältin, die ihren drögen Ehemann und dessen Skateboard-Magazin ›Nobored‹ mitfinanziert. Ein dunkles Geheimnis jedoch macht sie erpressbar. Schließlich bleibt ihr nur noch die radikale Flucht nach vorn.

Kein Schiff wird kommen
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 19.2.2010, Staatstheater Stuttgart

Stockmann erzählt von den Qualen eines unfreiwilligen Heimkehrers. Ein junger Autor will über die Deutsche Einheit schreiben, weil das »karrieremäßig« bestimmt von Vorteil wäre. Sein Vater, der in der Abgeschiedenheit einer deutschen Insel lebt, dient ihm dabei als lebendiges Recherchematerial. Während der Protagonist am Wendethema scheitert, holt ihn die eigene Vergangenheit mit aller Wucht ein.

Das Kettenblattmassaker. Warum Herr Scharping den Berg nicht schafft
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.11.2006, Pathos Transport Theater, München

Zwei Männer, zwei Räder. Eine Parabel über den Zwang zu Leistung und Funktionieren, auf die bigotte Sehnsucht einer ganzen Gesellschaft nach einem reinen strahlenden Helden.

Kings
Autor(en) Nora Abdel-Maksoud
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 7.5.2014, Ballhaus Naunynstraße, Berlin

In KINGS kämpfen vier Antihelden mit den Widersprüchen der ›Gesellschaft des Spektakels‹ und ihrem marktorientierten Kunstbetrieb. Ein ramponierter Wanderzirkus wird zur Folie für die spätkapitalistische Wohlstandsgesellschaft unter dem Primat der präzisen Selbstverwirklichung. Nora Abdel-Maksouds KINGS ist eine grandiose Betrachtung über das Ausbleiben des Umsturzes.

Klangwandler
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 4.11.2010, Neuköllner Oper, Berlin

Man könnte sagen, Jonathan hat sich in letzter Zeit etwas zurückgezogen. Jonathan kann Dinge hören, darin ist er ziemlich gut. Und er hat den Klangwandler gebaut, der alles in Frequenzen übertragen kann – die Gebäude der Schule, die Predigten seines Vaters. Dumm nur, daß unvermutet Mimi auftaucht, die da draußen wohnt und alles durcheinander bringt... 

Kohlhaas
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 24.10.2008, Staatsschauspiel Dresden

Michael Kohlhaas ist ein guter Kerl. Eine ehrliche Haut. Dann wird der braver Bürger Opfer von Willkür. Alle Versuche, sich Recht zu verschaffen, scheitern. Also greift er zur Selbstjustiz. Die Geschichte eines Mannes, den sein Rechtsempfinden erst zum Opfer, dann zum Täter macht. Kai Ivo Baulitz hat einen modernen Kohlhaas verfaßt.

Der kommende Aufstand
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 23.3.12, Oldenburgisches Staatstheater

Ein Jahr vor der Französischen Revolution verfasste Friedrich Schiller die historische Studie ›Der Abfall der Niederlande‹. Während Niederländer, Engländer und Franzosen eine Revolution durchführten, schrieben die Deutschen Theaterstücke darüber. Doch der kommende Aufstand wird sich nicht länger gegen eine Macht richten, die von außen kommt, sondern von innen, wie es in der vor kurzem anonym in Frankreich erschienen Kampfschrift ›Der kommende Aufstand‹ beschrieben wird.

Die kosmische Oktave
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.3.2014, Sophiensaele, Berlin

Acht Texte sind im Laufe der Auseinandersetzung mit Goethes Wahlverwandtschaften entstanden. Vier Monologe und vier Zusatztexte, die in keiner expliziten chronologischen Ordnung stehen und sich mit den vier Hauptfiguren des Romans auseinandersetzen. Es ist ein Versuch das „Aroma“ von Goethes Figuren aufzunehmen. Nicht ohne Grund. Goethes vier Hauptfiguren sind genau wie der postmoderne Mensch Teilhaber einer Gesellschaft im ideologischen Umbruch.

Kriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompaß
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.06.2005, Theater unterm Dach, Berlin

Drei Menschen haben im Namen der Firma, im Namen der Menschenrechte, im Namen der freien Welt gehandelt. Ein Erlebnisbericht aus den dunkelsten Herzen unserer westlichen Gesellschaft. Luxingers Text aus dem Jahr 2005 ist erschreckend aktuell. Die Ursprünge der großen westlichen Fehltritte und Verfehlungen der Neuzeit sind omnipräsent.

La Chemise Lacoste
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.2.2015, Schauspielhaus Düsseldorf

Unter sieben Brüdern ist Felix der Auserwählte. Der liebe Staat kümmert sich – wenigstens um ihn: Felix darf Balljunge werden. Auf dem Tenniscourt sucht er seinen Platz neben den altvorderen Balljungen. Ein Mädchenchor steht am Spielfeldrand. Ist das Rasen oder Kunstrasen? Und vor allem: wann geht das Tennis los? Das ungleiche Trio gerät in Gerangel um dünngesäte Privilegien, denn: wer unten ist, soll unten bleiben - und Felix bleibt eine Irritation, eine Ahnung vom schlechteren Leben.

Lauf und bring uns dein nacktes Leben
Autor(en) Rainer Merkel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

»Every Day Ghandi« – eine von unzähligen NGOs, die versuchen, dem afrikanischen Kontinent Gutes zu tun. Rainer Merkel hat einen ungewöhnlich dichten Text geschrieben zu einem Thema, das er durch eigene Erfahrungen genauestens kennt. Seine Aufmerksamkeit gilt dabei den westlichen Entsandten, die, vermutlich mit bestem Wollen gestartet, allesamt gefangen scheinen in einem beinahe unheimlichen Netz an Kausalitäten. Doch die afrikanische Realität bleibt ein Außen, eine Fläche, eine fiebrige Projektion euphorischer Überhöhung oder dumpfer Panik.

Lenin
werkfoto
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 19.10.2017, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Milo Rau blickt durch Lenins Hirn auf die wohl folgenreichste Revolution der Menschheitsgeschichte: in eine Gesellschaft zwischen Aufbruch und Apathie, Revolutionssehnsucht und reaktionären Widerständen – ein Labyrinth der Hoffnungen und Ängste, der politischen Ideale und kollektiven Gewalterfahrung.

Der letzte Bürger
werkfoto
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.1.2018, Theater Bonn

Leo Clarenbach liegt im Sterben. Ein letztes Mal findet er sich im Kreise seiner Familie wieder, ein letztes Mal werden die Erinnerungen an früher wach. Erinnerungen an ein perfektes Leben, eine perfekte Familie: wohlhabend, aber mit sozialem Gewissen, geschmackvoll, stilsicher, hochbürgerlich. Doch dann zerspringt 1990 mit dem Mauerfall auch das Familienglück, als bekannt wird, daß hinter dem scheinbaren Idyll in Wahrheit Lüge und Verrat stecken. Denn Familienvater Leo hat jahrelang für die DDR spioniert. Die bürgerliche Fassade zerbricht, und mit ihr auch die Familie.

Die letzte Station
werkfoto
Autor(en) Ersan Mondtag
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.12.2017, Berliner Ensemble

Eine Seniorenresidenz und deren Bewohner – deren Erlebnisse, Bedürfnisse, Nöte und Freuden – werden im Zentrum stehen. Ein (auch) humorvoller Abend über das Alter und dessen Folgen für das Individuum, der aber außerdem einen kritischen Blick auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Altern werfen will. Die Arbeit wird in Kooperation mit der DANCE ON - Company entstehen. Die DANCE ON, eine Initiative von DIEHL+RITTER, richtet den Fokus auf die künstlerische Exzellenz von Tänzerinnen und Tänzern über 40.

Die letzten Tage der Ceausescus
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.12.2009, HAU 2, Berlin

Die Bilder der Aburteilung und Hinrichtung des Diktatorenehepaars Elena und Nicolae Ceausescu am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1989 gruben sich ins kollektive Bewußtsein mehrerer Generationen westlicher Fernsehzuschauer. DIE LETZTEN TAGE DER CEAUSESCUS erzählt das historische Geschehen zum ersten Mal vollständig in der Form einer fiktionalen Echtzeit-Dokumentation.

little red (play): 'herstory'
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2006, Theater Gasthuis (NL) || Ursendung: 17.3.2008, Deutschlandradio

Was macht der gemeine Kommunist am Ende der Geschichte? Andcompany&Co. fragen sich, was passiert, wenn einem die Utopie abhanden gekommen ist. Mit ihrer Trilogie zum »kurzen 20. Jahrhundert« bereiste das internationale Performance-Kollektiv die europäische Festivalszene von Brüssel bis Wien.

Liza - Am letzten Abend bauchfrei
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.10.2002, Staatstheater Nürnberg

Scheinbar eine alltägliche Geschichte: Liza, eine junge Frau, wird schwanger. Der Vater kommt mit dem plötzlichen Zuwachs nicht zurecht, und so beenden beide die Beziehung. Keine unlösbaren Lebensprobleme bislang. Bis das Kleinkind eines Tages zu schreien beginnt und nicht mehr aufhört. Es gibt medizinische Erklärungen. Unerklärlich bleibt die Sehnsucht Lizas, einfach zu springen. Ohne die Leine zu ziehen. In die Freiheit. Ins Unglück.

Lüg mir in mein Gesicht
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.3.2010, Theater Freiburg

Sveta braucht eine Aufenthaltsgenehmigung. Ihr Freund Tilman erklärt sich bereit, sie zu heiraten, will die Hochzeit aber nicht feiern. So sitzen sie gemeinsam mit seiner Mutter Erika und Svetas bester Freundin Luisa in der Wohnung. Dann kommt Svetas Bruder vorbei, betrunkener Jungspediteur auf Durchreise. Alle haben sich das ganz anders vorgestellt. 

Macht und Rebel
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 18.11.2006, Münchner Kammerspiele

Mit radikalem Humor beschreibt Faldbakkens Roman einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß, Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Markenprodukte und Fälschungen, Nazis und Linke sind sich zum Verwechseln ähnlich geworden.

Madame Bovary. Ein Sittenbild aus der Provinz
Autor(en) Daniela Dröscher/Christian Weise
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 7.9.11, Ballhaus Ost, Berlin

Emma Bovary hat vor allem eines: Sehnsucht. Sie träumt von erfüllten Leidenschaften und dem, was sie für das ›echte‹ Leben hält. Das Phänomen des Bovarismus jedoch ist keinesfalls nur schwindsüchtigen Damen des 19. Jahrhunderts vorbehalten. Es ist gut möglich, daß Emma Bovary heute in Detmold lebt, im Berliner Prenzlauer Berg oder in Stuttgart Sindelfingen. 

 

Mädchen in Not
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 26.5.2016, Nationaltheater Mannheim

Für Baby geht es um die Frage, mit wem man so das Leben teilen könnte. Sie hat einen Mann und einen Liebhaber, ist also nach den Maßstäben zeitgenössischer Lebensführung bestens ausgestattet. Aber wieder einmal entfaltet das Wollen, das Suchen nach dem Besseren seine fatale Wirkung. Ein echter Mann, meint Baby, ist nämlich am Ende nicht das Wahre. Nur mit einer Puppe als Mann verspricht das Leben ein glückliches zu sein …

Der Mann der die Welt aß
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.12.2009, Theater der Stadt Heidelberg

Einem Mann, dem immer alles gelang, weht plötzlich der kalte Wind der Existenz entgegen: Kündigung, dementer Vater, Scheitern an der eigenen Vaterrolle. Ein Stück über das Tabuthema Kapitulation in einer Gesellschaft von Turbogewinnern. Eingeladen zum Berliner Stückemarkt 2009.

Der Mann im Turm oder das Geheimnis der Zeit
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Monolog
   
UA/DEA UA: 5.12.2008, Stadttheater Gießen

Eine dramatische Erzählung über den Verlust einer Liebe und die Kraft kindlicher Phantasie: Aus dem Zwiegespräch eines einsamen Kindes mit einem herbeigeträumten »Wächter der Zeit« entwickelt Sauter eine berührende Auseinandersetzung mit der Welt der Erwachsenen und dem ewigen Rätsel der Zeit.

Marilu
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein flirrend träger Sommertag. Leises Vogelgezwitscher, das Geräusch eines Rasensprengers, die Kühle des Pools. Ein alter Mann mit Kopfhörern vor dem Fenseher. Endlose Ballwechsel, Aufschlag, Schnitt, Gegenschnitt. Eine alte Dame und die Nachbarin. Ein kleiner Skandal um den schwarzen Tennislehrer. Ein schönes Mädchen und ein Junge auf der Suche nach Godard.

Marlène
Autor(en) Daniele Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Marlene D. in ihrem Pariser Zimmer, das sie seit Jahren nicht verlassen hat. Sie lebt von der Welt zurückgezogen, mit ihren Vögeln, Büchern und einem Sekretär. Einzig ein Regisseur darf sie besuchen. In MARLÈNE entwirft Daniela Dröscher eine Welt, in der ungleiche Paare ungewöhnlichen, poetischen Lügen gegenüber gewöhnlichen Wahrheiten den Vorzug geben.

Maß für Maß
Autor(en) William Shakespeare / Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 26.11.11, Staatstheater Stuttgart

Nach seiner Fassung von TROILUS UND CRESSIDA, die er für Luk Perceval bearbeitete, nimmt sich Paul Brodowsky mit MASS FÜR MASS ein weiteres Shakespeare-Werk zur Neuübersetzung und Bühnenbearbeitung vor. Christian Weise führt Regie.

Mausoleum Buffo
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.1.2009, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum dieses letzten Teils einer Trilogie stehen wie schon bei TIME REPUBLIC die Toten Lenin und Lennon. Die Geschichte der eingefrorenen Revolution in der ehemaligen Sowjetunion - Lenis hundertjähriger Schlaf - wird konfrontiert mit der im Westen aufkommenden Gegenkultur. Nur im Rückblick auf die fatalen Fehler in der Geschichte kann eine andere, mögliche Geschichte aufblitzen: Imagine …

Mein Teppich ist mein Orient
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.9.2010, Theater Bielefeld

Von der Unausweichlichkeit eines bürgerlichen Totalschadens. Zwei Paare, zwei Generationen, Privates und Politisches - alles scheint heillos miteinander verbunden. Gut, daß es Herrn Yildiz gibt: der hat zwar keinen Orientteppich, dafür aber den nötigen Sachverstand, das Familienunternehmen schnurstracks abzuwickeln.

Mein törichter Beweis von Leidenschaft
Autor(en) Beatrice Fleischlin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.1.2012, Theater Tuchlaube, Aarau (CH)

Eine junge Frau begibt sich auf die Reise in ihre Kindheit auf dem elterlichen Bauernhof. Der Duft von frischem Brot und Gülle; der Zorn des Vaters, das Schweigen der Mutter, ein fliegender Milchkrug, suizidale Hühner, eine Hundehütte als Zufluchtsort. Mittels der Sprache versucht sie, der Enge zu entfliehen. Eine Ode an die Kraft, die das Unmögliche schafft und Schweineställe in Paläste verwandelt.

Der Menschen Feind
Autor(en) PeterLicht nach Molière
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Bearbeitung: 14.4.2016, Theater Basel

Die Angst des Licht'schen MENSCHEN FEINDES ist die eines Melancholikers. Sein ›wunderbarer systemtheoretisch abgefederter Welt-Ekel‹ (Deutschlandradio) ist der des satten Europäers, der ahnt, daß hinter seiner Abscheu gegenüber seinen Mitmenschen eine ausweglose Depression lauert. Das Ausmaß von Egoismus, das Lichts Alceste zum sozialen Sprengstoffgürtel macht, ist die - in diesem Fall hochkomische - Kehrseite unserer Unfähigkeit zum Mitgefühl.

 

 

Mitleid. Die Geschichte des Maschinengewehrs
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.1.2016, Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin

Milo Rau begibt sich gemeinsam mit der Schaubühnen-Darstellerin Ursina Lardi in die politischen Brennpunkte der heutigen Zeit: auf die Mittelmeerroute der Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und ins kongolesische Bürgerkriegsgebiet. Der halbbiographische, aus Interviews mit NGO-Mitarbeitern, Geistlichen und Kriegsopfern in Afrika und Europa gespeiste Monolog betritt dabei bewusst widersprüchliches Gelände: Wie ertragen wir das Elend der Anderen, warum schauen wir es uns an?

MOBY DICK vs A.H.A.B. - All Heroes Are Bastards
Autor(en) Roscha A. Säidow nach Melville
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 28.3.2015, Theater Dortmund

Melvilles Roman stellt dem Traum von der Seefahrt den Fanatismus eines Einzelnen entgegen. Ein Klassiker der Weltliteratur, der Charakteristiken des modernen Terrorismus vorwegnimmt: Auch die RAF erkannte sich in Moby Dick wieder. Roscha A. Säidow erschafft mit ihrem seit 2011 bestehenden Cross-Over-Puppenkollektiv Die Retrofuturisten hollywoodeske Dystopien zwischen Tim Burton, Sin City und Comic.

Mondkreisläufer
Autor(en) Jürg Halter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.11.2016, Stadttheater Bern

Jürg Halters erster Text für das Theater entführt ins Grenzgebiet zwischen Vernunft und Wahnsinn; befindet sich dieses auf dem Mond? Auf jeden Fall setzt Halter dort vier Figuren aus, die sich auf die Suche nach einer unbestimmten Mutter machen. Kommen sie am Ende auf dem Mond oder in einer Psychiatrischen Klinik zu sich? Oder geht die Heimsuchung einfach unendlich weiter? 

Montana
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.10.2007, Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

MONTANA entwickelt, inspiriert von Euripides Weltuntergangstragödie »Die Bakchen«, die mögliche Allegorie einer Gesellschaft, der mit der Arbeit und dem sozialen Zusammenhalt auch das Bewußtsein ihrer humanen Möglichkeiten abhanden zu kommen droht. So ensteht ein vielschichtiges Porträt zeitgenössischer Befindlichkeiten, eine soziale Utopie mit schlimmstmöglichem Ausgang.

Die Moskauer Prozesse
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.3.2013, Sacharow-Zentrum, Moskau

Die Bilder des Schauprozesses gegen »Pussy Riot« gingen durch die Welt. 2003 wurde im Sacharow-Zentrum Moskau die Kunstausstellung »Vorsicht! Religion« vier Tage nach der Eröffnung von radikalen Christen zerstört. Kurze Zeit darauf forderte das russische Parlament die Generalstaatsanwaltschaft auf, gegen die Organisatoren der Ausstellung wegen »Erregung religiösen Hasses« zu ermitteln. Es folgte ein Schauprozess nach dem Vorbild der Moskauer Prozesse der 30er Jahre.

Nach Korfu
Autor(en) Nikolas Hoppe
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Landestheater Tübingen 2015/16

Zwei Häuser Garten an Garten. Beäugen sich wie durch Schießscharten. Die Eltern hier, die Tochter dort. Eng ist man beieinander, weit ist man doch auseinandergefallen. Schwiegersohn und Enkeltochter sind weg, unfreiwillig. Und die Beziehung der Alten birgt eine nicht unerhebliche Überraschung.

Nationalstraße
Autor(en) Jaroslav Rudiš
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA DEA: 29.1.2017, Theater Bremen

Er nennt sich Vandam. Wie Jean-Claude van Damme. Er ist ein Held. Ein Krieger. Ein Europäer. Mit Schlachten kennt er sich aus. Mit denen aus dem Geschichtsbuch und denen im Leben. Er weiß Bescheid. Über Fremde. Über Frauen. Und er hat für alles einen Spruch parat. Rudiš hat einen großartigen Roman eines Verlierers geschrieben, der wie für eine Theaterinszenierung gemacht ist.

Nicht nichts
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.6.2014, Landestheater Tübingen

Auf der Trauerfeier für eine Theaterautorin trifft sich eine illustre Runde Hinterbliebener. Hochdekoriert und fest verwurzelt in der deutschen Kulturszene, hinterlässt sie ein bedeutendes Werk und ihre längst erwachsenen Kinder. Thomas Melle zeigt eine Trauergesellschaft, die zwischen grotesker Selbstbespiegelung und der Frage nach angemessener Trauer oszilliert. Denn die private Trauer und die der angereisten Kulturschickeria unterscheiden sich gewaltig.

Niemand hat gesagt es ist einfach
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Kann erzählt einfühlsam und zugleich ungerührt vom Befremden der Jugendlichen, denen ihre Rolle als Kinder nicht gestattet wird, weil die Eltern sich auf ihrer haltlosen Sinnsuche selber wie Kinder gebärden. Somit müssen die Kinder Verantwortung übernehmen, reflektiert handeln, ihre eigenen Eltern in der Spur zu halten versuchen. Erst als sie beginnen, diese Verantwortung abzulehnen, finden sie selber den Platz, der ihnen tatsächlich entspricht.

No und Ich
Autor(en) Juliane Kann/Delphine de Vigan
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.4.2012, Staatstheater Braunschweig

Vielen in der Schule erscheint Lou merkwürdig, sie hat bereits zwei Klassen übersprungen und einen IQ von 160. Plötzlich kommt No in Lous Leben. No ist 18 Jahre alt und lebt auf der Straße. Lou startet ein Projekt: »No und Ich«. Delphine de Vigan schrieb 2008 ihren Roman über Obdachlosigkeit, Freundschaft, alltägliche Menschen; und landete eine Buchsensation in Frankreich. 

Noch nicht - Desinformationsabend für Inoffizielle Mitarbeiter
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.10.2009, Schauspiel Köln

Unsichere Zeiten. Das Prekariat wächst, die Staatsschulden nehmen zu, die Furcht vor Kriminalität und Terrorismus steigt, die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit zu überdenken und sich zur Wahrung des Besitzstandes auf Abwege zu begeben. Gemeinsam mit Komplizen machen sich Hofmann&Lindholm auf die Suche nach potentiellen Wertdepots.

Der obdachlose Mond
werkfoto
Autor(en) Christoph Klimke
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.2.2016, Gerhart-Hauptmann-Theater, Zittau

Helga, Karl und Lars Ole sitzen in ihrer kleinen Welt: Helgas Tante-Emma-Laden. Sie sind beunruhigt. Denn bald schon sollen 31 Flüchtlinge in ihrem Dorf angesiedelt werden. Da wittern die drei natürlich Probleme. Klischees und Vorurteile bestimmen ihre bizarren Vorstellungen und schüren Ängste, die in den teils absurden Gesprächen ihren Ausdruck finden.

Oh Schimmi
Autor(en) Teresa Präauer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA noch frei zur UA

Teresa Präauer hat ein sexuell aufgeladenes, extrem komisches und brutal hartes Buch geschrieben, das unbedingt laut gelesen werden sollte mit viel buntem Kaugummi im Mund, weil hier Sprache performt und zeigt, daß Anbaggern oder Aufreißen noch immer eine sportliche Disziplin ist, die aus kopulierenden Wörtern gemacht ist. Ein Liebesreigen, eine Taugenichts-Geschichte, gemacht aus den Elementen, Bildern und Codes des 21. Jahrhunderts.

Orpheus aus der Oberwelt
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 10.10.2014, HAU, Berlin

Orpheus' Gesang wird zum Klagegesang. Doch die Erinnyen, die sein Gesang nicht besänftigen kann, entstammen keiner archaischen Vorzeit, sondern einer zukünftigen Zivilisation: unserer Gegenwart. Zugleich stellt sich die Frage, ob es nicht die Bürger Europas sind, welche die Rachegöttinnen zu fürchten hätten. Die mythische Gegend wird mit der aktuellen Realität des Grenzregimes konfrontiert, der zerrissene Leib einer mythischen Figur mit den zerfetzten Körpern namenloser Flüchtlinge.

Pandämonicum Germanicum
Autor(en) andCompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.1.2011, HAU, Berlin

Lenz ist der Archetyp des wahnsinnigen Genies, aber auch der Verzweiflung an den deutschen Verhältnissen. So spiegelt sich im Scheitern von Sturm & Drang das Scheitern der ersten Nachkriegsgeneration: Auf Sturm & Drang folgte die Weimarer Klassik, auf APO & RAF dann 200 Jahre später Punk & Postfordismus. Womit wir es jedoch heute zu tun haben ist das Scheitern der business punks, der postfordistischen Konterrevolutionäre. Und der Kulturnation, die sich auf ihre Klassiker beruft als würde sie Geister beschwören. 

Partner. Ein Barspiel
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 10.3.2016, Theater Aachen

Arno und Frank, zwei Kollegen, sitzen beim Feierabendbier: »Ja, ja … der Chef …«, man macht sich wirklich »Sorgen«. Der sollte mal in Kur! Oder gleich in die Klinik! Man durchleuchtet die schiefe Lage des Betriebs und trinkt sich die eigene Bequemlichkeit schön. Bis plötzlich Klaus, der Chef der Werbeagentur, höchst persönlich auftaucht und seinen neusten Geschäftsplan eröffnet: London ruft! Eine kleine, treffsichere Beobachtung über Opportunismus und Loyalität.

Phosphoros
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.6.2014, Bayerisches Staatstheater

Ein nicht zur rechten Zeit angekommenes Krebstestergebnis, ein plötzlich bissig gewordener Hund, eine Bemerkung, eine Beleidigung – in dem Durcheinander scheinbar unbedeutender Handlungen und Äußerungen verschränken sich die Wege. Gemeinsam haben die Figuren in Stockmanns Stück im Grunde nur, daß sie sich unbeeinflussbaren Umständen ausgesetzt fühlen. Ein Stück über „Schicksal“, die Macht des Einzelnen, über die Masse, über die Zeit, über Kontrolle und vor allem über die gängige Verwechslung von Angst mit Liebe.

Piaf. Keine Tränen
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.12.2008, Düsseldorfer Schauspielhaus

Wie nähert man sich einem Mythos, ohne daß dieser ständig entwischt und einen auf die Allgemeinplätze verweist? Was und wer war Edith Piaf jenseits einer verramschten Best-Of-CD im Wohnzimmerregal? PIAF. KEINE TRÄNEN ist das etwas andere theatralische Bio-Pic. Juliane Kann setzt an verschiedenen Punkten und von vielen Perspektiven aus an, um den Mythos Piaf auch für ihre ganz eigene Gegenwart als Autorin greifbar zu machen.

Polen ist mein Italien
Autor(en) Sascha Hargesheimer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.6.2014, Münchner Kammerspiele

Das Ende der Welt, ganz in der Nähe von Danzig. Inmitten dieser postapokalyptisch anmutenden Ostsee-Ödnis, geht dem legendären Berliner Independent-Regisseur Bela Roberti das Film-Material aus. Der erfolglose Filmemacher schafft es nicht, das Scheitern des Projekts gegenüber der Filmcrew einzugestehen und flüchtet stattdessen in eine fiebernde Gedankenwelt zwischen Erinnerung und Traum. Er begegnet zwei polnischen Brüdern in ihrem verlassenen Hotel am Meer, einer Kranführerin, die kurz vor ihrer Pension gefeuert wurde und seiner Ex-Frau, die ihn längst verlassen hat.

Pornografia
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.10.2006, Staatsschauspiel Dresden

Milo Rau wirft einen satirischen Blick auf unsere westliche, bis in den letzten Winkel sexualisierte Gesellschaft und fragt nach ihrer Liebesfähigkeit. Erzählt wird die Geschichte eines gealterten Sexmaniacs, der - durch einen Unfall ans Bett gefesselt - nicht weiß, wohin mit seiner Libido. In »Pornografia« entsteht das Porträt einer Lebenswelt, in der alles schon da gewesen scheint, deren Mitglieder sich in einer generalisierten Pornoproduktion wähnen und nur noch in den abartigsten Selbsinszenierungen zu sich selber finden.

Prometheus in Athen
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Lecture-Performance
   
UA/DEA Athen, 2010

Im Mai 2010 ging die griechische Krise in eine entscheidende Phase. In Athen wählten Helgard Haug und Daniel Wezel zehn Athener danach aus, mit welchen Figuren aus Aischylos’ ›Der gefesselte Prometheus‹ sie sich identifizieren würden. Diese zehn bestimmten den jeweils nächsten Mitspieler aus der Bevölkerung, bis ein Ensemble aus 103 Athenern zusammengestellt worden war. An einem einzigen Abend, im rund 4000 Zuschauer fassenden Amphitheater Herodion, gaben sie mit ihren Antworten die Stimmung des Landes wieder.

Qualitätskontrolle
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 7.6.2013, Staatstheater Stuttgart

»Ich falle – ICH« sind die letzten drei Worte, die in BLACK TIE gesprochen werden, dem Stück, das um das ›schwarze Loch der Identität‹ kreist. Mit QUALITÄTSKONTROLLE wird dieser Text fortgeschrieben. Das ICH hat sich verändert: »ICH habe nie gefragt WARUM mir das passiert ist. Warum ich vor 20 Jahren zur Feier meines Abiturs mit meinen Eltern aus Stuttgart nach Kreta flog. Warum ich in den Pool der Ferienanlage sprang – kopfüber, auf der Nichtschwimmerseite. Das war die letzte Bewegung, zu der ich meinen Körper antreiben konnte.

Räuberzelle
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Theaterhaus Jena, 30.10.2010

»Mit 14 hat es angefangen, und jetzt bin ich 51 und habe knapp 30 Jahre Haft hinter mir.« Das Räuberprojekt erzählt die Lebensgeschichte des ehemaligen Berufseinbrechers Karl H. Christian Winkler hat dafür Gespräche mit einem realen Einbrecher geführt. Die Interviews, die der Autor in dem Stück zu Erzählungen und Dialogen verdichtet, geben einen irritierenden und faszinierenden Einblick in eine Welt, die einem sonst verschlossen bleibt. Das Stück irritiert vor allem deshalb, weil dieses Lebenskonzept an den Festen einer demokratischen Gesellschaft rüttelt.

Ramstein Airbase: Game of Drones
Autor(en) Jan-Christoph Gockel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.11.2015, Staatstheater Mainz

Jan-Christoph Gockel, unweit von Ramstein aufgewachsen, begibt sich auf eine Reise in seine Vergangenheit und versucht die deutsch-amerikanische Freundschaft zu erforschen. Mit diesem Projekt setzt er zugleich seine theatrale Beschäftigung mit Edward Snowden und dem Thema globale Überwachung fort.

Regen in Neukölln
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.3.2011, Schaubühne, Berlin

Sieben Figuren in einer Neuköllner Nacht. Auf der Suche nach Glück, nach einer Berührung, getrieben von der Sehnsucht, die sie alle verbindet. Paul Brodowsky verfolgt ihre Wege durch den Kiez. Eine ganz eigene Welt ist das, die hier entsteht, eine Welt, die brüchig ist, undurchschaubar, flüchtig, gefährlich. Eine Welt, die bei aller Verdichtung und Poesie, tatsächlich existiert.

Rote Kometen
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Weihnachten steht vor der Tür, und jedes Jahr ist es das Gleiche. Keiner hat Lust - aber Weihnachten muß sein! Wirklich? Nein. Schluß mit den Zwängen! Die Schwestern Bibi und Lilli Kroll haben die Nase voll und beschließen den aktiven Widerstand. Wenig später versetzt eine politische Gruppe mit dem Namen die »Roten Kometen« die weihnachtsselige Stadt in Unruhe.

Das rote Schaf
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.11.2008, Landestheater Neuss

Der Königstochter Kunigunde ist trotz massiver Therapieversuche kein Lachen zu entlocken. Dabei erzählen König und Königin einen Kalauer nach dem anderen. Letztlich entschließt man sich, eine Belohnung auszusetzen. Reicher Lohn winkt dem, der die Prinzessin endlich zum Lachen bringt. Schäfer Leo bekommt von einem geheimnisvollen Fremden ein rotes Schaf geschenkt. Leo macht sich auf in die Welt. Wird er die Prinzessin zum Lachen bringen können?

Rufus
Autor(en) Nora Abdel-Maksoud
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.10.2016, Neues Theater Halle

Keiner Gesellschaft gehen je die Kranken aus! Ein Sanatorium ist ein bombensicheres Geschäft. Denkt auch Ruth, die ihr Spital mit eiserner Hand führt, um das Familienunternehmen vor dem finanziellen Abstieg zu bewahren. Nur einer ist nicht kaputt zu kriegen: Rufus. Der letzte vermeintlich pflegebedürftige Insasse des Sanatoriums. Der alte Kauz revoltiert gegen das Karitative Kalkül der Sanatoriumsleitung und bereitet ihn vor, den kommenden Aufstand.

Sammy und die Nacht
Autor(en) Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 24.1.2015, Theater Osnabrück

Omid kommt als Student nach Deutschland. Er lernt Maria kennen, die eine Ausbildung zur Krankenschwester macht, und zieht mit ihr zusammen. Als in Omids Herkunftsland Krieg ausbricht, verschließt er sich vor seinem Leben in Deutschland, er verläßt nur noch nachts das Haus, er hört kein Radio, sieht kein Fernsehen mehr und spricht aus Angst vor schlechten Nachrichten nicht mehr mit seiner Mutter. Der einzige Mensch, den Omid an sich heranläßt, ist der aus dem Krieg geflohene Sammy.

Das Sausen der Welt
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.2.13, Schauspiel Köln

PeterLicht kehrt zum Theater zurück und fragt: »Warum Oje statt OK« und bietet dabei »ein Espressöchen« an. Im SAUSEN DER WELT folgen wir Krisenkinder einem Rattenbündel im Kreisgang, wir verzinsen uns in Richtung der Zukunft (einer fernen Erscheinung), während uns das Eigentliche entgleitet. DAS SAUSEN DER WELT ist ein Tinnitus, ein Exerzitium, eine Wahrnehmbarmachung der dunklen Melodien, ein Kreisel aus bösen Geistern, Endkunden und einem Tässchen Kaffee.

Das Schloß
Autor(en) Marcel Luxinger/Tomas Schweigen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 6.3.2008, schauspielfrankfurt

Gemeinsam mit Regisseur Tomas Schweigen hat Marcel Luxinger Kafkas »Schloß« neu gelesen und bearbeitet. Für beide nähert sich Kafka in seinem Roman geradezu visionär den Phänomenen der heutigen Globalisierung, die Folgen für jeden Einzelnen hat, ohne daß er deren Ursache wirklich erkennen könnte.

Die schwarze Flotte
Autor(en) Anne-Kathrin Schulz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 23.10.2016, Theater Dortmund

Es ist eines der zynischsten wirtschaftlichen Erfolgsmodelle der Gegenwart: Schrottreife Frachter werden mit Menschen vollgestopft, die bis zu 6000 Euro für ihren Transfer von der Türkei bis an die italienische Küste bezahlen. Wer steckt hinter den riesigen Frachtschiffen und wohin fließt der Profit? Anne-Kathrin Schulz hat basierend auf den Erkenntnissen des Recherchezentrums CORRECT!V einen packenden Monolog geschrieben.

Die Sekunde dazwischen
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.9.2005, Theater Osnabrück

Ein Dreißigjähriger begleitet seine Großmutter beim Sterben. Im Nebeneinander von Banalität und Existentialität der Todeserfahrung kommt er seinem eigenen Leben wieder näher. Andreas Sauters lakonischer Bühnenerzähler ist ein Schwimmer, der für einen Moment jede Bewegung unterläßt, das Sinken in jedem Detail registriert - bevor er wieder auftaucht und weiteratmet.

Seymour
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.1.12, Staatstheater Hannover

Fünf dicke Kinder in einem Heim in den Bergen. Akribische Regeln für die »Kur«, mit deren Hilfe die Kleinen abspecken und wieder zu richtigen Menschen werden sollen. Alle Hoffnungen richten sich auf die Ankunft des Doktors, der den erzielten Kurerfolg bescheinigen wird. Anne Lepper hat mit SEYMOUR eine schräge Parabel geschrieben. Diese fetten Kinder, mit denen wir vordergründig nichts gemein haben, wachsen sich aus zu prototypischen Leidensgestalten modernen Seins.

Showtime - trial & terror
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: 11.4.2008, Staatstheater Stuttgart

Die Performancegruppe andcompany&Co. gehört mit ihrer sinnlichen Theatersprache und spielerischen Herangehensweise zu den Shooting-Stars und Geheimtipps auf vielen internationalen Festivals. Zum ersten Mal greifen andcompany&Co. mit SHOWTIME bei einer ihrer Arbeiten auf einen Fremdtext zurück: Heiner Müllers »Hamletmaschine« wird im theatralen Selbstversuch zum Spiel.

Sie nannten ihn Tico
Autor(en) Nora Abdel-Maksoud
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.4.2016, Münchner Volkstheater

Deutschland in unmittelbarer Zukunft. Das von Politik und Wirtschaft verordnete Große Fasten hat das Land erkalten und irrationale Ängste ins Unermessliche wachsen lassen. Das bekommen vor allem die zu spüren, denen weder fordern noch fördern je zum Aufstieg verhelfen konnte. Ein Roadmovie durch die mediale Öffentlichkeit Deutschlands, eine satirische Bestandsaufnahme der Abgründe der Angstgesellschaft in der Krise, und die Geschichte einer unwahrscheinlichen Freundschaft.

Sieben Monde
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.7.2004, Ferienlager 2004, Köln

Judiths Lebenslauf: »Wie aus der Frauenzeitschrift ausgeschnitten.« Wäre da nicht diese eine Lüge. Auf dem Dach eines Hotels, am Rande des Abgrunds, erklärt sie sich den Zuschauern, dem Baby in ihrem Bauch und nicht zuletzt sich selbst.

Sonst alles ist drinnen
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 29.5.2010, Münchner Kammerspiele

Eine junge Frau lebt mit ihrem Vater und dem gemeinsamen Kind in der Wohnung, in der sie aufgewachsen ist. Bis eines Tages eine alte Schulfreundin an der Tür klingelt und ihr dieses schräge Idyll überraschenderweise neidet. Anne Lepper hat die Abgründigkeit einer Vater-Tochter-Konstellation beschrieben, ohne dabei naheliegende Deutungsmuster zu bedienen. Es ist die verstörende Normalität, die die Autorin in attitüdenloser Kunstsprache verdichtet und das Stück zu einem bemerkenswerten Debüt macht.

Tell the Truth
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.9.2009, Theater Basel

Was wäre, wenn plötzlich dieser Mensch erscheinen würde? Dieser Mensch, den wir erwarten und ersehnen, würde endlich zu uns kommen und uns verkünden, woran zu glauben wir schon beinahe aufgegeben haben: »Alles ist gut. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen.« Dieser Mensch ist Stella von Willen, und sie wird zu Ihnen kommen! Seien Sie ein Teil ihrer Kraft! Denn das Glück ist keine Wissenschaft ... es ist eine Machenschaft!

The Cocka Hola Company
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 31.1.2008, Staatstheater Stuttgart

Die COCKA HOLA COMPANY produziert Pornofilme und ist zugleich das letzte Refugium all jener, die der blanke Ekel packt, wenn es um die Wahrung »der gemeinsamen Werte« wie Nächstenliebe, Vernunft, Liebe, Sittlichkeit und Treue geht. Faldbakkens Roman, der als »libertäres Gegenbuch zu Houellebecqs konservativen Beziehungsfibeln« gefeiert wurde, ist eine bitterböse und gleichwohl äußerst komische Satire auf unsere Konsensgesellschaft.

The Dark Ages
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.4.2014, Bayerisches Staatsschauspiel, München

In seiner neuen Arbeit am Residenztheater geht es Milo Rau um nichts weniger als die Verbindungen von Macht und Kunst, Politik und Schauspiel in einem Europa, das auf Abermillionen Gräbern erbaut, sich einerseits zum neukolonialen Machtkoloss aufschwingt und zugleich von neuen Separatismen und Nationalismen heimgesucht wird. Ausgangspunkt der Inszenierung bilden die Bombennächte des Zweiten Weltkriegs und die Bombardierung Belgrads 50 Jahre später durch die NATO.

The Making Of
Autor(en) Nora Abdel-Maksoud
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.1.2017, Maxim Gorki Theater, Berlin

In The Making Of verwirbelt Nora Abdel-Maksoud Themen, an denen man sich nur die Finger verbrennen kann. Eine bösartige Satire auf Filmbusiness und Theaterideale, ein verzweifeltes Hohelied auf das Paradox der Schauspielerei und ein optimistischer Abgesang auf Rollenbilder, die niemand so recht erfüllen kann.

Time Republic
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: 2007, steirischerherbst, Graz

TIME REPUBLIC ist ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen. Juri Gagarin, die Kuba-Krise, der Mord an John Lennon - Bezugspunkte einer scheinbar längst vergangenen Epoche tauchen aus den Unendlichkeiten des Weltalls auf und erinnern uns an die Zeit, in der wir den atomaren Erstschlag fürchteten.

Tod und Wiederauferstehung der Welt meiner Eltern in mir
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.09.2012, Staatstheater Hannover

Ein Mann. Der einen Koffer zieht. An einer Stelle ist der Koffer aufgeflext. Und an dieser Stelle flattern 5-Euro-Banknoten heraus. Sie tanzen im Wind davon. Und ja, es ist wirklich unglaublich, unglaublich schön: Hinter ihm laufen Kinder und greifen in den Wind. Ein Stück über Demut, Lust, Dressur und Macht, vor allem aber über Angst und Geld. Ein Sittenbild. Eine Kakophonie. Ein Stimmteppich. Ein Chor durchschnittlich informierter EU-Bürger.

Trilogie der klassischen Mädchen
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 

Drei Monologe: Käthe, Johanna, Grete. Drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. »Das ist eines der waghalsigsten, schönsten und anrührendsten Projekte der Freien Szene, das zugleich zentrale Fragen unseres gegenwärtigen Theaters berührt und nach seiner Identität, Glaubwürdigkeit und Haltung zum Zuschauer befragt.« (Theater der Zeit)

 

Triptychon eines seltsamen Gefühls
Autor(en) Beatrice Fleischlin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2.6.2012, Theater Basel, Regie: Elias Perrig und Antje Schupp

Was ist es eigentlich, das uns dazu treibt, einander immer wieder zu suchen und in die Aufregung einer Begegnung hineinzugehen? Was ist diese Not und diese Lust, sich mit etwas, was nicht man selbst ist auseinanderzusetzen? Das ist eben das seltsame Gefühl. Wer es wagt mitzutaumeln - in diesem Reigen der nachtschwarzen Verzweiflung und des himmelhohen Jauchzens - der kann so etwas wie Existenz erfahren.

Troilus und Cressida
Autor(en) William Shakespeare, Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.5.2008, Wiener Festwochen, 30.5.2008, Münchner Kammerspiele

Paul Brodowsky hat die schlanke und schnelle Fassung von Luk Perceval virtuos und erfrischend neu übersetzt und bearbeitet. Herausgekommen ist dabei eine glänzend spielbare, poetisch-heutige Fassung, die das Publikum bei den Wiener Festwochen und an den Münchner Kammerspielen begeisterte.

Trollmanns Kampf - Mer Zikrales
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.4.2010, Staatstheater Hannover

Aufgewachsen in den 20er und 30er Jahren im Armenviertel Hannovers, kämpfte sich Johann Trollmann bis zum Meistertitel im Mittelschwergewicht. Doch er war Sinto. Die Nazis sprachen ihm nach acht Tagen den Titel ab. 1943 wurde Johann Trollmann im KZ Wittenberge ermordet. Diese Hannoveraner Biografie verweist auf ein Stück Stadtgeschichte, der Regisseur Marc Prätsch und Autor Björn Bicker in einem Theaterprojekt nachgehen.

Two is the loneliest number
Autor(en) Corraxia Cortez
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.2.2017, Spektakel, Wien

Ein Paar siamesischer Zwillinge teilt sich ein lebenswichtiges Organ, aber nur vorübergehend, denn aneinander gewachsen können sie nicht weiterleben. Die Ärzte geben ihnen ein paar Monate, Vertreter von Forschung und Wissenschaft fordern, die beiden zu trennen. Die religiösen Eltern stimmen einem Eingriff zu, allerdings nur, wenn beide Kinder am Leben bleiben. Welches Leben ist mehr wert? Und wer hat die Entscheidungsgewalt darüber?

Tyrannis
Autor(en) Ersan Mondtag
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 10.12.2015, Staatstheater Kassel

Im dunklen Wald ruft der Muezzin, der Vater kehrt mit der Axt nach Hause und geht in den Keller, ein sehr dickes Mädchen erschüttert das Haus mit trotzigem Aufstampfen. In der bildmächtigen Verdichtung, die Ersan Mondtag aus diesen Einflüssen komponiert, entsteht ein intimer Grusel des Alltags in berückend eigensinniger Atmosphäre.

Unfun
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 12.12.09, Theater Basel

Fünf Jahre nach MACHT UND REBEL beschließt Matias Faldbakken seine aufsehenerregende Trilogie, die skandinavische Misanthropie. Er ist ein Meister, wenn es darum geht, Trash und Popkultur mit den drängenden und unbeantworteten Fragen der Moderne unentwirrbar zu verknüpfen und daraus ein Netz zu spinnen, in dem sich der Leser mit seiner postmodernen Moral aufs Köstlichste und Widersprüchlichste verfangen wird.

Universal Export
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 26.2.2011, Kaserne Basel

Mit den Waffen der Gehirnforschung und des Theaters ausgerüstet, hacken sich drei Schauspieler und ein Hirnforscher unter ihre Schädeldecken und suchen dort nach dem authentischen Gefühl. UNIVERSAL ist ein Stück über die Steuerzentrale des Menschen und dessen Erforschung durch die Wissenschaften und das Theater.

Unter Deutschen
werkfoto
Autor(en) Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein fremder bärtiger Mann. Eine junge dunkelhaarige Frau mit deutschem Pass. Eine einsame Nachbarin, die es nur gut meint. Eine traurige alte Frau, die ihre Lebensangst noch ein letztes Mal in Wut verwandelt. Azar Mortazavi trifft mit „Unter Deutschen“ das Jetzt einer Gesellschaft ins populistische Herz, die sich überfordert von der Komplexität des Weltgeschehens wegduckt und mit Hilfe vorgefundener Kategorien zu bestimmen versucht, was ihr fremd ist.

Unternehmen Hunger
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.3.2011, Staatstheater Hannover

Wieso können wir zum Mond fliegen, sind aber unfähig, Lebensmittel gerecht zu verteilen? Wieso verschlingen Agrarsubventionen über 40 Prozent des Gesamthaushalts der EU? Und warum werden sie dafür benutzt, Geflügelteile nach Afrika zu exportieren? Wie entstand eigentlich die Dritte Welt und die Erste, ihr Elend und unser Wohlstand? Unternehmen Hunger – ein Projekt mit Zukunft!

Unusual Weather Phenomena Project
Autor(en) Thom Luz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.6.16, Kaserne Basel

Die Welt ist seltsam. Sie ist unmöglich zusammengesetzt und funktioniert trotzdem. Niemand weiss das besser als der amerikanische Physiker William R. Corliss. In seinem »Handbook of Unusual Natural Phenomena« aus dem Jahr 1974 katalogisiert er wissenschaftlich verbürgte, aber selten beobachtete Wetterwunder. Eine staunende Annäherung an das Wunder der Realität – und eine Verneigung vor allem, was wir nicht verstehen.

Urban Prayers
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.6.2013, Kammerspiele München

Woran glauben die Menschen? Welche Sprache versteht ihr Gott? Welche Kirchen, Gebetsräume, Tempel besuchen sie? Glauben die Menschen, daß ihr Glaube Privatsache ist? Glauben die Menschen, daß ihr Glaube politisch ist? Glauben die Menschen an die Freiheit der Anderen? Glauben die Menschen an eine bessere Welt? Diese Fragen standen am Anfang der Recherche. Mit dem Format URBAN PRAYERS sucht Björn Bicker nach dem Wesen des Religiösen im sozialen und politischen Kontext der Stadt.

Urteile
Autor(en) Christine Umpfenbach / Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 10.4.2014, Residenztheater München

Die Regisseurin Christine Umpfenbach, bekannt für ihre dokumentarischen Theaterprojekte, hat mit Journalisten, Rechtsanwälten und Politikern gesprochen, vor allem aber mit den Verwandten, Freunden und den Arbeitskollegen der Münchner Opfer des NSU. Sie sucht nach Leerstellen und Strukturen, die das Versagen der Sicherheitsbehörden und Medien möglich gemacht haben. 

Die Vernichtung
Autor(en) Olga Bach
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.10.2016, Theater Bern

Drei Menschen wachsen in einer europäischen Großstadt auf: privilegiert, gebildet, gelangweilt. Während sie sich Kinderspielen hingeben, entdecken sie die Lust am Unerlaubten. Sie verlieren sich in Rauschzuständen, die sich schnell abnutzen. Jeden Tag wächst das Bedürfnis, es möge endlich etwas ›Richtiges‹ geschehen. Sie flüchten sich in die Intimität ihrer kleinen Gemeinschaft, die zu einem Käfig ohne Ausgang wird.

Versetzung
werkfoto
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.11.2017, Deutsches Theater, Berlin

Ronald ist ein Lehrer, wie man ihn sich wünscht: authentische Respektsperson und bewunderter Kumpeltyp in einem. Und auch privat scheint alles zu stimmen, Ehefrau Kathleen ist schwanger. Aber Ronald trägt ein Geheimnis in sich. Eine Krankheit, die seine Vergangenheit bestimmt hat und seine Zukunft bedroht. Ein Beben kündigt sich an und dessen Erschütterungen versetzen Ronald urplötzlich vor das Nichts.

Villa Verdi
werkfoto
Autor(en) Christoph Klimke
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 24.4.2013, Volksbühne Berlin

Frei nach dem Film ›Il Bacio di Tosca‹ von Daniel Schmid hat Christoph Klimke für Johann Kresnik ein Theaterstück über die Vergänglichkeit geschrieben. Mit den alten Stars der Bühne hat das Pathetische, Banale und Groteske den Weg in die VILLA VERDI gefunden. Ein komischer, trauriger, poetischer und politischer Kosmos über betagte Künstler und Altersarmut.

Vom Sitzen auf angestammten Plätzen
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.9.2014, Thalia Theater, Hamburg

Olivia Wenzel hat in ihrem Stück fantasiert, was die Bewohner des Hamburger Kiezes »Wilhelmsburg «jenseits aller Lippenbekenntnisse zusammenhalten könnte - denn längst sind die wenigen noch-nicht-gentrifizierten Viertel deutscher Großstädte Sehnsuchtsort und utopische Projektionsfläche für Politiker, Wichtigtuer und Künstler. Was aber wäre, wenn es wirklich einmal auf jeden Einzelnen ankäme? Olivia Wenzel lässt es auf einen Versuch ankommen…

Vùng biên gió’i
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.10.2009, Staatsschauspiel Dresden

Im Frühjahr 2008 brach Rimini Protokoll auf, um sich mit dem Verhältnis zwischen Deutschland und Tschechien zu befassen – an der Grenze fanden sie schließlich tatsächlich etwas, das beide Länder verbinden könnte. Hier hoffen vietnamesische Händler heute auf ihr Glück. Sie kamen aus dem asiatischen Bruderland nach Tschechien und in die DDR. Jetzt bilden sie sowohl in Dresden als auch in Prag die stärkste Migrantengruppe.

Warum mich ein Happy End traurig macht
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.5.2005, Landestheater Tübingen

Nach SIEBEN MONDE Björn Bickers zweiter Frauenmonolog. Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und Solidarität im Stile der 68er erzogen wurde. Das Geburtstagsvideo wird zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

Das weiße Zimmer
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.11.11, Westfälische Kammerspiele, Paderborn

Qingdao. Eine Stadt in den Nachkriegswirren. Ein junger Deutscher muß seine chinesische Heimat verlassen, zurück läßt er seine große Liebe. Mit im Gepäck: Ein sprechender Drachenzahn. 60 Jahre später macht sich seine Enkeltochter auf den Weg zurück nach Qingdao, auf den Spuren des Großvaters und seiner verlorenen Heimat. Andreas Sauter erzählt eine deutsch-chinesische Liebesgeschichte mit märchenhaften Zügen.

Weisses Mäuschen, warme Pistole
Autor(en) Olivia Wenzel
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Olivia Wenzel beleuchtet das Leben von Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, den Gründern des NSU. Was wir heute wahrnehmen, sind Fetzen einer medial aufbereiteten Wahrheit, konsumierbar, aber ohne Nährwert, weil die Faktenlage dürftig ist. Um der Mythenbildung entgegenzuwirken, sucht Olivia Wenzel Beate, Uwe und Uwe in ihrem Zwickauer Wohnzimmer auf, wo auf der braunen Couch die rechte Revolution geplant wird.

Der Weltkulturerbe
Autor(en) Sophie Nikolitsch
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Cornelius Gurrlitt ist der »Weltkulturerbe«. Sophie Nikolitsch hat eine erstaunliche Theatererzählung aufgeschrieben. Eine aus der Epoche gefallene Geisteshaltung. Eine innere Reise in eine verdunkelte Welt hinter schweren Gardinen, in der das Ego den Mittelpunkt bildet zwischen Gesprächen mit dem Selbst, mit der Vergangenheit, mit dem Über-Vater, der Dame am Klavier und dem Mann mit dem grünen Gesicht.

West in Peace - der letzte Sommer der Indianer
Autor(en) andCompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 17.12.2009, Hebbel-am-Ufer, Berlin

EL DORADO, die goldene Stadt, ist eine östliche Westernstadt bei Templin oder bei Mrawogo, die Abenteuer verspricht »wie im Film«. In dem neuesten Stück von andcompany&Co. bedeutet die Stadt das Versprechen von Sesshaftigkeit für eine Handvoll Dauercamper, die auf der Bühne ihre Zelte aufgeschlagen haben, um sich an einem elektrischen Lagerfeuer die Zeit zu vertreiben oder am Marterpfahl.

When I die
Autor(en) Thom Luz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.1.2014, Kaserne Basel

Rosemary Brown (1916–2001), Witwe und Mutter von zwei Kindern lebte in einem Reihenhaus in Balsam, South London. Im November des Jahres 1964 besuchte sie der Geist von Franz Liszt und bat sie, ihr einige Musikstücke diktieren zu dürfen, die er zu Lebzeiten nicht mehr habe aufschreiben können. Brown, die selber nur über rudimentäre musikalische Bildung verfügte, willigte ein. Auf der Grundlage dieser Überlieferungen baut Thom Luz seinen neuen Musiktheaterabend auf.

 

Der Wilhelmine-Code
Autor(en) Constantin von Castenstein
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 29.1.2009, Theater Erlangen

Wilhelmine: eine moderne Frau in einer konservativen Welt? Pionierin in Sachen Gender-Bewußtsein oder privilegierte Adlige, die nur ihre eigenen Träume verwirklicht? Begabte Künstlerin oder kulturbegeisterte Konsumentin, die ihre Position nutzt, um mit Voltaire Theater zu spielen? Von Castenstein ist ihr auf der Spur.

Woyzeck
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, 2007, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen

Scheinwerfer liegen verstreut auf dem Boden, eine Nebelmaschine sprotzt leise vor sich hin, Kabel und Mikrofone hängen von der Decke. WOYZECK verwandelt den Theaterraum in ein Radio-Labor: alles, was sich darin abspielt, wird in einen Live-Stream eingespeist. Zuhörer zuhause vor den Computern können sich das Stück als experimentelles Live-Hörspiel anhören.

woyzickine
Autor(en) Anne Tismer
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: Oktober 2010, theaterdiscounter Berlin

»es gibt keine liebe – es gibt nur die begierde und den hunger und die abhängigkeit und den haß – und die leidenschaft – und sexsucht und die sucht und die eifersucht und die macht – und die machtgier«, sagt der Wildhund, der den Einrufer macht bei dem Technounglück im Duisburger Tunnel. Es ist das Umfeld, in dem woyzickine / franzi sich bewegen. In dem ein Animateur von der Liebe des Spießbürgers spricht. Und Franzi untersucht die Liebesformen, pragma, mania, eros. Am Ende ist sie durcheinander und kann nicht mehr schlafen.

Wunder des Alltags
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.09.2012

Ein Text, der den Zuschauer, ob jung oder alt, verführt, in die eigene Weltverdrehung abzutauchen. Im Zweifel hat alles miteinander zu tun: Die Welt ist verbunden. Eine Trennung gibt es nicht. Wenn die Welt schon so ist, wie sie ist, dann sollte man vielleicht besser fröhlich dabei sein. Wir gehen aus von einem Recht der Kinder auf eine heile Welt. Auf Lichts Welterklärungsreise jenseits der Begriffshoheitsgewässer der erwachsenen Logik werden Alltäglichkeiten zu Wundern – eine fantastische Collage mit den Mitteln des Theaters und der Musik.

Wunderkinder
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, 12. März 2011, Deutsches Theater Göttingen

»Wir Wunderkinder« von Kurt Hoffmann ist einer der ersten Nachkriegsfilme, der sich mit dem Mittel der Satire der deutschen Geschichte widmet. Während man dem Film im Inland seinerzeit vorwarf, Geschichte zu verharmlosen, verkannte man dabei, daß sich der eigentliche Fokus der Kritik des Films auf die Gegenwart, nämlich das bruchlose »Weiter so« vieler Kriegsprofiteure, bezog. andcompany&Co. denken den Film inhaltlich ins Heute weiter und bringen zugleich die Umstände seiner Entstehung in Form eines außergewöhnlichen Theaterabends auf die Bühne.

Der Zauberlehrling
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.5.2009, Düsseldorfer Schauspielhaus

DER ZAUBERLEHRLING nimmt einen Text zum Ausgangspunkt der Suche nach den großen Illusionisten der Gegenwart und ihren magischen Momenten. Wo schlagen die Funken zwischen Goethes Ballade und dem Wehrstrafgesetz, zwischen Weltpolitik, Geschichte und Zauberei?

Zur Sache!
werkfoto
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.2.2013, Deutsches Theater, Göttingen

Inspiriert von dem legendärsten »jungen deutschen Film« wendet sich andcompany&Co. dem Gären der vorrevolutionären Phase zu, die noch nicht von radikalem Aktivismus und gesellschaftlichem Aufbruch geprägt ist, sondern von Gammlern und Taugenichtsen wie Martin, dem (Anti-)Helden des Films, der sorglos in den Tag hinein lebt und sich seinen Lebensunterhalt mit Schlagertexten verdient. Als er ihn schließlich doch bei der Polizei meldet, verhält er sich so merkwürdig, daß er selbst in Verdacht gerät.

Zwilling
werkfoto
Autor(en) Maxi Obexer
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA, 15.12.2006, Staatsschauspiel Dresden

Im ZWILLING gibt es einen jungen Menschen namens Adrian einfach noch ein zweites Mal: Adrian 2. Aber dieser Adrian 2 ist geklont, und er ist das Ersatzteillager für den ersten, natürlichen Zwilling, falls dieser krank werden wollte. Allerdings geht diese theoretische Idee nicht auf. Denn Zwilling eins, auf dem alle Hoffnungen ruhen, versagt im Leben auf ganzer Linie.»Wir haben euch halt ein bisschen vervielfältigt, na und? Die Welt macht das ständig. Alles ist Vervielfältigung, wenn du so willst, die Welt ist eine reine Kopiermaschine!«

Zwischenzeit
Autor(en) Azar Mortazavi
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.11.2014, Theater Nestroyhof Hamakom, Wien

Azar Mortazavi beschreibt die Geschichte zweier Schwestern und ihrer Entfremdung. Während die eine, Maria, ihr Leben lang in Deutschland geblieben ist und nun versucht, sich eine gesicherte bürgerliche Existenz samt Ehemann und Baby aufzubauen, reiste die jüngere Mina ins Land ihres Vaters und kehrt nun nach dessen Tod wieder aus dem Iran zurück. Innerhalb einer Nacht entspinnt sich ein dichtes Kammerspiel, das mit seiner poetischen Sprache an Bernard Marie Koltès erinnert und dessen Szenen an Bilder von Edward Hopper denken lassen.