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theater und medien
A. ist eine Andere
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.3.2001, Städt. Bühnen Chemnitz

A. hat sich verbrannt. Auf offenem Feld, direkt neben ihrem Wagen. Die Situation ist so unfaßbar, daß sie weder Schock noch Betäubung zuläßt. Vier Menschen - ihr Vater, ihr Mann, ein Freund und die befreundete Pathologin - leben sich in einen Alltag nach dem Tod, erinnern sich an sie. Das Autorenteam Andreas Sauter und Bernhard Studlar erhielt für dieses Stück den Kleist-Förderpreis für junge Dramatik.

Alibis
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2004, Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln. Koproduktion: FFT Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

Wie konstruiert man ein perfektes Alibi? Wie kann man sich ein Zeitfenster schaffen, das sich dem Zugriff durch das gesellschaftliche Protokoll entzieht - ein Fenster ins Leere? Wie wird man sich fremd?

Alice - Expedition ins Wunderland
Autor(en) Kay Voges
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.11.2008, Schloßtheater Moers

Kay Voges' Neufassung von Carrolls modernem Klassiker beschäftigt sich mit dem Verlust des Maßes aller Dinge entlang einer Dramaturgie des Traums. Der totale Wahnsinn auf der anderen Seite des Erdlochs wird zum Ausgangspunkt des Infragestellens unseres Seins.

All about Mary Long
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Libretto
   
UA/DEA UA: 1.5.2003, Theater Rampe, Stuttgart

Die Autoren Sauter und Studlar lüften in dieser aktionsgeladenen Radikalkomödie das Geheimnis der unwiderstehlichen Mary Long, die ihr Gesicht der gleichnamigen Schweizer Zigarettenpackung lieh. Die Musik zu diesem explosiven Bühnencomic stammt vom Co-Autoren und Komponisten Gilbert Handler.

Allergie
Autor(en) Charlotte Roos
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.10.2008, Theaterhaus Jena

Kaum merklich dreht Charlotte Roos an den Schrauben des Dramas und erschafft ein beängstigendes und verstörendes Psychogramm zweier junger Frauen im Kampf mit der Welt und sich selbst.

Alles in Ordnung
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.6.2010, Theater Rampe, Stuttgart

Der Tag, der ihr Leben verändern könnte, beginnt am frühen Morgen auf einer Brücke. Susa steht auf der Brüstung, bereit zum Sprung, mit dem sie sich selbst den Mut zum Neuanfang beweisen will.

Als wäre ich Papier
werkfoto
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA 2010/11, Staatstheater Mainz
Angriffe - Faßbinder, Vesper, Nico
Autor(en) Alban Lefranc
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA Noch frei zur Adaption für Bühne und Hörfunk

Eine Reise ins Herz des deutschen Underground. Drei Kurzromane über radikale künstlerische Lebensentwürfe vor dem Hintergrund der Nachkriegszeit und der Geschichte der RAF: In den Biografien des Filmemachers Rainer Werner Fassbinder, des Schriftstellers Bernward Vesper und der Sängerin Nico findet Alban Lefranc den Stoff, aus dem neue Literatur entsteht.

Anton Reiser
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.6.2006, Staatstheater Stuttgart

Anja Gronau hat den gleichnamigen Roman von Karl Philipp Moritz für das Theater destilliert. Ihre Fassung stellt die Fragen eines jungen und orientierungslosen Menschen ins Zentrum der Betrachtung. Vor dem Druck eigener und fremder Erwartungen flieht Anton Reiser in die unerschöpfliche Welt der Literatur.

Die Aufgeregtheit der Schwalbe
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Ein Dorf an Spaniens Südküste. Afrika ist nah. Isabel hat ihren Mann bei einem Autounfall verloren. Rincon, örtlicher Gemüsegroßhändler mit Vermögen und Einfluß, stellt Isabel nach und wird nicht müde, ihr Anträge zu machen. Irgendwann sitzt ein Afrikaner am Strand und läßt sich nicht vertreiben, so, wie man es üblicherweise mit Fremden tut. Ein mediterranes Melodram. Ein Theaterlibretto der großen Leidenschaften und unbedingten Gefühle. Kaurismäki goes Flamenco.

Basler Unruhen
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.5.2010, Theater Basel

Es werden Unruheszenarien gestiftet, Kundgebungen, Demonstrationen, Ausschreitungen, Tumulte, Plünderungen und Straßenschlachten inszeniert und mit Hilfe von Augenzeugen dokumentiert. Der Erzählung im öffentlichen Raum folgt ein emotional kalkulierter Theaterabend um das Wohl und Wehe einer Stadt.

Beirut Report
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.11.2007, Hebbel am Ufer, Berlin

Auf der Grenze zwischen Dokument und Fiktion geht Hans-Werner Kroesinger zwei Reisenden und ihrer allmählichen Veränderung nach. Der eine ist Reporter, der in den 70er Jahren im Auftrag einer deutschen Illustrierten nach Beirut kommt, der andere ein UN-Sonderermittler im Jahre 2005.

Birds
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.10.2009, Städt. Bühnen Osnabrück

Ein Frühlingserwachen aus der gnadenlosen Gegenwart. Juliane Kann schreibt über die ungeschützte Zeit der großen Gefühle und Verletzungen mit einer selten gesehenen Intensität und Direktheit. BIRDS konfrontiert vier junge Menschen mit den Wunden des Erwachsenwerdens und der Gnadenlosigkeit des Schicksals, daß einem der Atem stehen bleibt.

Black Tie
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.12.2008, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum von BLACK TIE von Helgard Haug und Daniel Wetzel steht mit Miriam Yung Min Stein eine junge Frau koreanischer Herkunft, die von einer deutschen Familie adoptiert wurde. Nach drei Stücken, die große Texte zum Gegenstand hatten – Schillers »Wallenstein«, den Ersten Band von Marx’ »Kapital« und den »Breaking News« der Abendnachrichten – gilt das Interesse von Haug/Wetzel nun dem mikroskopischen Blick auf die Schriftsätze eines Lebens.

Das blaue, blaue Meer
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.1.2010, Schauspiel Frankfurt

Ein Stück über das Meer, die Sterne, den Plattenbau, den Tod. Ein Stück darüber, wie Armut und Verzweiflung an die Grenze der Wahrnehmungsperipherie der Deutschen gerückt wird und warum es Hoffnung für einige Menschen nur noch schlimmer macht. Ein sehnsüchtiges Stück voll von poetischer Kraft, verstörend, berauschend und auch irgendwie hochkomisch.

Bleib mein schlagendes Herz
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: März 2010, Schauspiel Frankfurt

Juliane Kann schreibt einen Reigen für die jungen verwirrten Großstädter zwischen Zwanzig und Dreißig. Eine Welt der großen Möglichkeiten ist gleichmals eine Welt der ewigen Adoleszenz. Was also machen mit dem Leben, mit dem Rest des Lebens, wenn es eigentlich irgendwie immer noch nicht so recht angefangen hat. Wenn die Suche nach dem eigenen ICH einen überfordert, kann man vielleicht erstmal nach einem einem Gegenüber suchen – in der Hoffnung, daß das vielleicht schon reicht.

Bondage
werkfoto
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Oktober 2001, TiF, Dresden

Was passiert, wenn ein britischer Geheimagent die Kontrolle über seine Mission verliert? Wenn sich der Schurke weigert, den gängigen Vorstellungen von Gut und Böse zu entsprechen? Wenn das Bondgirl plötzlich Schönheit und Verstand aufweist? Wie verhält sich ein Agent, wenn sein Weltbild auf den Kopf gestellt wird? Was tut man, wenn sich die Grundlagen der eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen, die schon längst überholt sind?

Brillen (AT)
Autor(en) Charlotte Roos
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Von einer Rede des venezolanischen Präsidenten Chávez wie in einen politischen Bilderrahmen gesetzt, schrauben sich die Figuren in BRILLEN immer weiter rein in ihre Existenzkämpfe, ihre Wünsche, Ängste, Neurosen, Überlebensstrategien. Mal resigniert, mal verzweifelt-aggressiv, mal mit freudiger Kampfeslust schauen sie sich um in ihren Welten, suchen neue Blickwinkel, verrücken wie manisch die Perspektiven.

Coming Home
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.12.2006, Hebbel am Ufer, Berlin

Nach Maßgabe der Politik wird die Freiheit Deutschlands auch am Hindukusch verteidigt. Was Anfang der Neunziger Jahre undenkbar schien, ist heute betriebsreiche Realität: die Bundeswehr ist weltweit aktiv. Was aber genau tun deutsche Soldaten im Krisengebiet? Und vor allem: was tun sie, wenn sie mit all ihren Erlebnissen wieder in die Heimat zurückkehren?

Der Fall Dorfrichter Adam
werkfoto
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.11.2010, Schauspielhaus Graz

Dorfrichter Adam ist nachts in Eves Haus geschlichen. Vom Verlobten des Mädchens überrascht, schwer verprügelt, aber unerkannt in die Flucht geschlagen, muss er anderen Tags sprachgewandt über seine eigene Untat Gerichtstag halten. Lügt er oder sagt er die Wahrheit? Boris Nikitin unternimmt mit einem Schauspieler – anhand von Kleist – eine Berufsbefragung: zum Verhältnis von Sprache und Körper, Wahrheit und Schein, Fassade und Innerlichkeit. 

Don Quixote
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 8.4.2009, Schauspielhaus Graz

Christian Winkler stellt in seiner Adaption von »Don Quixote« die Frage nach der Möglichkeit von Heldentum in einer von Krisen besetzten Realität. Wie kann man heute noch ideologisch sein in unserer unwirklich gewordenen Welt, die sich vor allem durch das Fehlen gültiger Ideen kennzeichnet? Cervantes’ Geschichte vom Kampf gegen Windmühlen ist aktueller denn je.

Ein Fuchs reißt Kaninchen
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 15.5.2009, Ruhrfestspiele Recklinghausen / Thalia Theater

Ein Mann erkrankt an Krebs. Nach einem Selbstmordversuch wird er nicht mehr aus dem Koma erwachen. Schmerz, Trauer und Verzweiflung entrücken Frau Ina und Sohn Nico in eine Zwischenwelt, fernab von Alltag und Normalität. Weiterleben, wie geht das?

Eine Billion Dollar
Autor(en) Thomas Melle / Andreas Eschbach
   
Kategorie Bühnenadaption
   
UA/DEA UA: 25.9.2009, Wuppertaler Bühnen

Seinem Roman EINE BILLION DOLLAR legt Andreas Eschbach ein faszinierendes Gedankenspiel mit der Erbschaft eines phantastischen Vermögens zugrunde, das den New Yorker Gelegenheitsjobber John Fontanelli mit einem Schlag zum reichsten Mann der Welt macht. Thomas Melle hat den Bestseller nun exklusiv für die Bühne bearbeitet.

Ende einer Nacht
Autor(en) Olaf Kraemer
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA Noch frei zur Adaption für Bühne und Hörfunk

Ein literarisches Porträt einer zerbrechlichen Diva, die sich kurz vor ihrem Tod mit entscheidenden Momenten ihres Lebens auseinandersetzt – weil sie für einen großen Verlag ihre Memoiren schreiben soll. Ein berauschendes und berührendes Buch – und der erste Romy-Roman in deutscher Sprache.

Faites vos jeux!
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 28.5.2008, Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln, PACT Zollverein, Essen, HAU, Berlin, FFT, Düsseldorf

Tag X. Die Mitarbeiter diverser Unternehmen in Deutschland erklären ihre Unabhängigkeit. Sie verschanzen sich in Geschäftsräumen und Filialen, besetzen ihre eigenen Arbeitsplätze und widmen sich uneingeschränkt dem Ziel, betriebsinterne Ressourcen nachhaltig zu erschöpfen.

Fanny und Schraube
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 27.8.2009, Neuköllner Oper

Fanny ist weltfremd und Malerin, Schraube ein mäßig erfolgreicher Hamburger Reeder. Wie kommen die beiden auf die Idee, den Berliner Landwehrkanal in Richtung Meer zu besegeln? Eine lebensbejahende, wundersam romantische und verschrobene Bohemian-Spinnerei, der sich hinzugeben äußerst ratsam ist.

FatzerBraz
werkfoto
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 27.10.2010, HAU, Berlin

Die Fragen nach Desertion, revolutionärem Defätismus und Guerillakampf stehen im Zentrum des »Fatzer«-Fragments von Bertolt Brecht. Diese Texte bilden den Ausgangspunkt für »FatzerBraz«. andcompany&Co. inszeniert das Stück in São Paulo gemeinsam mit brasilianischen Künstlern. Diese Zusammenarbeit bietet die Chance einer gegenseitigen Verfremdung: von São Paulo und dem Ruhrgebiet, Erstem Weltkrieg und Stadtguerilla, revolutionärer Bewegung und Reformregierung.

Fegefeuer
Autor(en) Sofi Oksanen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur DEA

FEGEFEUER beschreibt das packende Drama zweier osteuropäischer Frauengenerationen. Zwischen Sowjetbesatzung und den Realitäten eines neuen Europas dekonstruiert Oksanen virtuos die europäische Geschichte am Beispiel Estlands und portraitiert dabei mit großer psychologischer Sensibilität zwei ganz unterschiedliche Frauenschicksale. Eindringlich beschreibt sie, was der Verlust der individuellen Freiheit aus der weiblichen Perspektive bedeutet.

Fieber
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 03.06.2010, Maxim Gorki Theater

Das Leben ist ein Umbruch. Auch für Städte. Diese Stadt hat Fieber, schwitzt, schämt sich und hat Angst. Wie einsam man sein kann, wenn sich alle abwenden. Aber selbst mit Schrott läßt sich gutes Geld machen. Diejenigen, die zwischen Rost und Verlassenheit herumkriechen, könnten endlich mal gehen. Aber sie bleiben. Warum eigentlich auch nicht? Gehen kann jeder. Dazubleiben ist die wahre Herausforderung.

Fiege - Ein Stück ohne Geilheit
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 27.3.2004, Theater Bielefeld

Sensationslos reihen sich Herrn Fieges Tage aneinander. Ein durchschnittlich graues Leben, könnte man vermuten. Doch die Haushälterin Erna Wiskowiak hat sich in ihn verliebt. Fieges Herz probt den Aufstand. Zum ersten Mal in seinem Leben ergreift er die Initiative. Das liebenswürdige Porträt eines spießigen Zauderers, dem im Moment seiner späten Revolte das Schicksal ein Schnippchen schlägt.

Fragment '45
Autor(en) Constantin von Castenstein
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: Mai 2005, Landestheater Tübingen

Constantin von Castenstein erzählt in diesem Monolog von seinem aristokratischen Großvater, der sowohl Gegner der Nationalsozialisten als auch der Besatzungsmächte war. Aus selten eingenommener Perspektive wird unser Geschichtsverhältnis radikal auf den Prüfstand gestellt

Die Frau, die vom Himmel fiel
Autor(en) Anne Zielke
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA Noch frei zur Adaption für Bühne und Hörfunk

Eine Frau überlebt einen Flugzeugabsturz aus siebentausend Metern Höhe. Eine Familie leidet seit Generationen an einer tödlichen Schlafkrankheit. Ein Mann gibt sich einer unbekannten Droge hin. Eine Schwangere überlegt sich aufgrund prognostizierter Behinderung, ob sie ihr Kind auf die Welt bringen soll.

Frida
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.4.2008, Theater unterm Dach, Berlin, Societätstheater Dresden, FFT Düsseldorf

Im zweiten Teil der TRILOGIE DER STARKEN FRAUEN setzt sich Anja Gronau mit der mexikanischen Malerin Frida Kahlo auseinander und wagt einen ganz eigenen Blick auf die vielfach zur Legende verklärte Künstlerin. Eine Annäherung wider das Coffeetablebook.

Der Geizige
Autor(en) PeterLicht (nach Molière)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.2.2010, Maxim Gorki Theater, Berlin

Welchen Zündstoff bietet Molières Komödie in Zeiten, in denen kein Kind mehr nach irgendwelchen Einwilligungen der Eltern fragt? Worin besteht heute die Drangsalierung zwischen den Generationen? Diesen und vielen anderen Fragen an den Klassiker widmet sich PeterLicht in einer sprachmächtigen, versponnen-klugen und hochamüsanten Theaterfassung. Und nicht zuletzt erfährt man nur bei ihm, warum Harpagon sich nicht so recht damit anfreunden kann, mehr als nur eine Zahnpastatube im Leben zu verwenden ...

Geld - her damit
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 14.11.2009, Oldenburgisches Staatstheater

Willkommen in der Krise. In der dauerhaften Krise! Denn was bleibt einem anderes übrig, als einfach weiterzumachen? Immer weiter. Die Blumen zu gießen, das Kind zur Schule zu bringen, zur Arbeit zu fahren, auch wenn es schon längst keine Arbeit mehr gibt. Mit großem Gespür für die vermeintlich kleinen Geschichten schreiten Sauter & Studlar souverän und mit spielfreudiger Komik das Minenfeld der sogenannten globalen Krise ab.

Die Geschichte des Publikums
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2006, Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln. Koproduktion: FFT Düsseldorf/HAU, Berlin || Ursendung: 11.2.2008, Deutschlandradio

Erst die Betrachtung macht eine Situation zur Szene. Voyeure sind heimliche Komplizen und Trittbrettfahrer in Geschichten, die nur selten die ihren sind. Mit einer Gruppe von Beobachtern und Zeitzeugen beziehen Hofmann & Lindholm Stellung im toten Winkel ...

Die Geschichte meiner Einschätzung am Anfang des dritten Jahrtausends
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2009, Theater Basel

Nach seinem Bestseller Wir werden siegen! – jenem Büchlein, das man »immer dabeihaben und zwischen zwei Küssen lesen möchte« (Die Zeit) – legt PeterLicht ein modernes Märchen vor. Es ist die Geschichte eines Sofas und seines Besitzers. Das Sofa ist nahezu perfekt. Dem Besitzer geht es gut. Er hat Geld. Er ist gesund. Er hat eine Frau, die er über alles liebt. Und ja, die Sonne scheint. Doch irgendetwas stimmt nicht. Dem Sofa fehlt ein Bein. Die Welt gerät ins Schlingern …

Graben
Autor(en) Christian Winkler
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein Haus irgendwo auf dem Land. Karl kehrt in Begleitung des jungen Harald zurück, um seinen Jugendfreund Gotfried zu besuchen. Doch wahre Wiedersehensfreude sieht anders aus. Zwischen Karl und Gotfried, einst unzertrennbar, klafft eine deutliche Lücke aus Unausgesprochenem und Verdrängtem. Ein Stück über die Vergangenheit und die Gegenwart, vor allem aber über die Freundschaft mit ihren ureigenen Gesetzen.

Heimkommen (AT)
werkfoto
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 4.2.2011, Theater Magdeburg

There's no place like home - ist das eigentlich ein Versprechen oder eine Drohung? Welche Erinnerungen werden freigesetzt, wenn wir an die Orte unserer Kindheit oder Jugend zurückkehren? Und kehren wir überhaupt dorthin zurück, vielleicht sogar regelmäßig an Weihnachten? Oder machen wir seit Jahren einen großen Bogen um sie? Mit Fragen dieser Art beschäftigt sich das Rechercheprojekt HEIMKOMMEN in der Abwanderungsstadt Magdeburg.

Herero 100
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 5.3.2005, Hebbel am Ufer, Berlin

HERERO 100 ist ein Stück über einen mehr als 100 Jahre zurückliegenden Kolonialkrieg, der in Berlin eine besonders makabre Spur hinterläßt, welche in die medizinisch-historische Abteilung der Charité führt. Dort befindet sich eine beachtliche Sammlung von Herero-Schädeln.

Das Herz ist ein lausiger Stricher
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.2.2010, Thetaerhaus Jena

Nachdem Thomas Melle bereits in der vergangenen Spielzeit im Auftrag für das Theaterhaus Jena geschrieben hat, folgt in der Saison 2009/10 mit DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER eine weitere Arbeit für Jena.

Herz IV - Wiedereingliederung in den Heiratsmarkt
Autor(en) Marcus Hagemann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 20.3.2009, Staatsschauspiel Dresden

Der demographische Wandel wütet, und die Institution Familie liegt am Boden. Immer mehr hochindividualisierte Singles, immer weniger Kinder. Nun endlich hat die Bundesregierung mit deutscher Gründlichkeit geantwortet: Es entstand HERZ IV, eine Maßnahme zur Wiedereingliederung in den Heiratsmarkt. HERZ IV denkt mit den Mitteln der Komödie die Gedanken des ehrenwerten Peter Hartz zu Ende. 

Herzblut
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Die Chronik einer angekündigten Katastrophe. Ein junger Lehrer gerät mit einer Schülerin aneinander. Beide sind überfordert. Die Situation eskaliert. Ein hintergründiger und vielschichtiger Beitrag zur oft oberflächlich geführten Debatte über die Zustände an unseren Schulen.

Himmelangst
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2009, Schauspiel Bochum

Ein junger Afroamerikaner mit Baseball und Hund will eines Tages Präsident seines Landes werden. Gemeinsam mit drei iranischen Stewardessen endet seine Flugreise mit einer Landung in den Wolken. Und dort herrschen - wenn überhaupt - andere Gesetze.

History Tilt
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 3.10.2005, Hebbel am Ufer, Berlin

Brillant recherchiert montiert Hans-Werner Kroesinger Dokumente aus dem politischen Archiv des Auswertigen Amts zum türkischen Völkermord an den Armeniern mit der Geschichte eines jungen Mannes, der im Jahre 1921 den ehemaligen türkischen Innenminister mitten in Berlin-Charlottenburg erschoß. Kroesingers höchst aufschlußreiche Arbeit rekonstruiert bislang wenig bekannte Verbindungen.

Horror Vacui
werkfoto
Autor(en) Auftrag : Lorey
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: März 2011, Schauspiel Frankfurt

Es ist kaum hundert Jahre her, da war die Wahrnehmung körperloser Stimmen sicheres Zeichen, den eigenen Wahnvorstellungen erlegen zu sein. Inzwischen sind wir umstellt von einem Arsenal körperloser Stimmen, die uns kaum mehr verunsichern oder gar erschrecken. Ausgehend von »wahnhaften« Niederschriften, welche das irritierende Auseinanderdriften von Körper und Stimme artikulieren, verwandelt das Regieduo Auftrag : Lorey das Theater in einen Wahrnehmungsapparat, der damit spielt, wovon diese Stimmen sprechen.

Hühner. Habichte
Autor(en) Charlotte Roos
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.1.2010, Theater St. Gallen

Charlotte Roos hat eine schräge Hausgemeinschaft versammelt. Der Vater hat inmitten des großstädtischen Wohnkomplexes einen Hühnerstall errichtet, der für die Urlaubszeit von seiner Tochter zu hüten ist. In Zeiten, in denen der Euro-Lohn keine müde Mark mehr wert ist, kokettieren die Nachbarn mit dem Mundraub. Doch auch ein Habicht hat die wehrlosen Hühner entdeckt. Die unerwartete Rückkehr animalischer Instinkte in die sogenannte Zivilisation macht auch vor dem Familienleben nicht halt.

Hundert Blumen
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.9.2009, Staatstheater Mainz

HUNDERT BLUMEN ist ein modernes Sozialdrama, das weder larmoyant noch einseitig das krisengeschüttelte Prekariat beschreibt, vielmehr stellt es beherzt die Frage nach Wert und Würde des Menschen. Mit ihrer poetisch-heiteren, melancholisch-trotzigen Sprache und einem zutiefst empathischen Blick auf die Verlierer unserer Zeit schildert die Berliner Autorin die Welt der ›kleinen Männer und Frauen‹.

Illegal
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 20.6.2008, Münchner Kammerspiele || Ursendung: 27.6.2008, Bayerischer Rundfunk

Nach Adorno gibt es »kein richtiges Leben im falschen«, und so fragt man, wie illegalisierte Menschen und ihre Familien eigentlich ihren Alltag organisieren können. Wie sie arbeiten, wohnen, sich ärztlich versorgen und ihre Kinder zur Schule schicken. Björn Bicker hat dieser Unmöglichkeit des Seins nachgespürt.

Imitation of Life
werkfoto
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, Kaserne Basel 2009

Gefälschte Biographien, gefälschte Dokumente, gefälschte Dokumentationen - zu irgendeinem Zeitpunkt wurde ihnen Glauben geschenkt und mit ihrer jeweiligen Aufdeckung geriet in den Raum, was als unglaublich erscheint: dass die Wirklichkeit fingiert sein könnte. 

IMITATION OF LIFE widmet sich dieser Fiktion in der Form eines dokumentarischen Abends über Betrug, Manipulation und die Macht der Behauptung. Im Mittelpunkt stehen zwei Schauspieler und ein Fälscher. Sie sind Verstellungskünstler, die die Fähigkeit teilen, sich als jemand anderes auszugeben. IMITATION OF LIFE ist ein Stück über diese Spezialisten des »als ob« und zugleich ein theatraler Seiltanz zwischen dem Gewissen und Ungewissen von Informationen.

Imitation of Life
werkfoto
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, Kaserne Basel 2009

Gefälschte Biographien, gefälschte Dokumente,  gefälschte Dokumentationen - zu irgendeinem Zeitpunkt wurde ihnen Glauben geschenkt und mit ihrer jeweiligen Aufdeckung geriet in den Raum, was als unglaublich erscheint: dass die Wirklichkeit fingiert sein könnte. 

IMITATION OF LIFE widmet sich dieser Fiktion in der Form eines dokumentarischen Abends über Betrug, Manipulation und die Macht der Behauptung. Im Mittelpunkt stehen zwei Schauspieler und ein Fälscher. Sie sind Verstellungskünstler, die die Fähigkeit teilen, sich als jemand anderes auszugeben. IMITATION OF LIFE ist ein Stück über diese Spezialisten des »als ob« und zugleich ein theatraler Seiltanz zwischen dem Gewissen und Ungewissen von Informationen.

Kein Schiff wird kommen
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 19.2.2010, Staatstheater Stuttgart

Stockmann erzählt von den Qualen eines unfreiwilligen Heimkehrers. Ein junger Autor will über die Deutsche Einheit schreiben, weil das »karrieremäßig« bestimmt von Vorteil wäre. Sein Vater, der in der Abgeschiedenheit einer deutschen Insel lebt, dient ihm dabei als lebendiges Recherchematerial. Während der Protagonist am Wendethema scheitert, holt ihn die eigene Vergangenheit mit aller Wucht ein.

Das Kettenblattmassaker. Warum Herr Scharping den Berg nicht schafft
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.11.2006, Pathos Transport Theater, München

Zwei Männer, zwei Räder. Eine Parabel über den Zwang zu Leistung und Funktionieren, auf die bigotte Sehnsucht einer ganzen Gesellschaft nach einem reinen strahlenden Helden.

Kindersoldaten
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Jugendtheater
   
UA/DEA UA: 20.5.2008, Theater an der Parkaue, Berlin

KINDERSOLDATEN ist eine schockierende Arbeit, die die Zusammenhänge zwischen Macht, Mißbrauch, der Logik des Krieges und internationalem Waffenhandel aufzeigt. Gleichzeitig läßt Kroesinger in seinem Text Kinder zu Wort kommen, die weltweit als Soldaten in Kriegshandlungen verwickelt sind.

Kohlhaas
Autor(en) Kai Ivo Baulitz
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 24.10.2008, Staatsschauspiel Dresden

Ein braver Bürger wird Opfer von Willkür. Alle Versuche, sich Recht zu verschaffen, scheitern. Also greift er zur Selbstjustiz. Kai Ivo Baulitz hat im Auftrag des Staatsschauspiels Dresden einen modernen Kohlhaas verfaßt.

Kriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompaß
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.06.2005, Theater unterm Dach, Berlin

Drei Menschen haben im Namen der Firma, im Namen der Menschenrechte, im Namen der freien Welt gehandelt. Ein Erlebnisbericht aus den dunkelsten Herzen unserer westlichen Gesellschaft.

Leni - Eine Riefenstahl-Subjektive
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2005, Theater unterm Dach Berlin, Gostner

Wie muß das sein, wenn man im Laufe seines Lebens zu einem Antwortautomaten wird? Anja Gronau läßt drei Schauspielerinnen den Versuch unternehmen, sich an die große Umstrittene anzunähern.

Die letzten Tage der Ceausescus
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.12.2009, HAU 2, Berlin

Die Bilder der Aburteilung und Hinrichtung des Diktatorenehepaars Elena und Nicolae Ceausescu am zweiten Weihnachtstag des Jahres 1989 gruben sich ins kollektive Bewußtsein mehrerer Generationen westlicher Fernsehzuschauer. DIE LETZTEN TAGE DER CEAUSESCUS erzählt das historische Geschehen zum ersten Mal vollständig in der Form einer fiktionalen Echtzeit-Dokumentation.

Die letzten Tage der Menschheit
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.11.2008, Staatstheater Stuttgart

Hans-Werner Kroesinger bearbeitet und inszeniert das einzige Bühnenwerk des österreichischen Publizisten und Satirikers Karl Kraus. Bis heute gilt das Werk als die umfassendste und nach wie vor gültige literarische Auseinandersetzung mit jener Katastrophe, die endgültig die Ankunft Europas im 20. Jahrhundert markiert.

little red (play): 'herstory'
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance, Hörspiel
   
UA/DEA UA: 2006, Theater Gasthuis (NL) || Ursendung: 17.3.2008, Deutschlandradio

Was macht der gemeine Kommunist am Ende der Geschichte? Andcompany&Co. fragen sich, was passiert, wenn einem die Utopie abhanden gekommen ist. Mit ihrer Trilogie zum »kurzen 20. Jahrhundert« bereiste das internationale Performance-Kollektiv die europäische Festivalszene von Brüssel bis Wien.

Liza - Am letzten Abend bauchfrei
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 12.10.2002, Staatstheater Nürnberg

Scheinbar eine alltägliche Geschichte: Liza, eine junge Frau, wird schwanger, kurz nachdem sie ihre Ausbildung geschmissen hat. Der Vater kommt mit dem plötzlichen Zuwachs nicht zurecht, und so beenden beide die Beziehung. Keine unlösbaren Lebensprobleme bislang. Bis das Kleinkind eines Tages zu schreien beginnt und nicht mehr aufhört damit. Es gibt medizinische Erklärungen. Unerklärlich bleibt die Sehnsucht Lizas, einfach zu springen. Ohne die Leine zu ziehen. In die Freiheit. Ins Unglück.

Lüg mir in mein Gesicht
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 18.3.2010, Theater Freiburg

Sveta die Weißrussin braucht eine Aufenthaltsgenehmigung. Ihr Freund Tilman erklärt sich bereit, sie zu heiraten, will die Hochzeit aber nicht feiern. So sitzen sie gemeinsam mit seiner Mutter Erika und Svetas bester Freundin Luisa in der Wohnung. Dann kommt Svetas Bruder vorbei, betrunkener Jungspediteur auf Durchreise. Alle haben sich das ganz anders vorgestellt. Lüg mir in mein Gesicht, sag mir, was ich hören will, auch wenn es nicht die Wahrheit ist.

Macht und Rebel
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 18.11.2006, Münchner Kammerspiele

Mit radikalem Humor beschreibt Faldbakkens Roman einen existentiellen Kampf: Schwarz gegen Weiß, Unten gegen Oben, Rebellion gegen Kommerz. Markenprodukte und Fälschungen, Nazis und Linke sind sich zum Verwechseln ähnlich geworden.

Der Mann der die Welt aß
Autor(en) Nis-Momme Stockmann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.12.2009, Theater der Stadt Heidelberg

Einem Mann, dem immer alles gelang, weht plötzlich der kalte Wind der Existenz entgegen: Kündigung, dementer Vater, Scheitern an der eigenen Vaterrolle. Ein Stück über das Tabuthema Kapitulation in einer Gesellschaft von Turbogewinnern. Eingeladen zum Berliner Stückemarkt 2009.

Der Mann im Turm oder das Geheimnis der Zeit
werkfoto
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Monolog
   
UA/DEA UA: 5.12.2008, Stadttheater Gießen

Eine dramatische Erzählung über den Verlust einer Liebe und die Kraft kindlicher Phantasie: Aus dem Zwiegespräch eines einsamen Kindes mit einem herbeigeträumten »Wächter der Zeit« entwickelt Sauter eine berührende Auseinandersetzung mit der Welt der Erwachsenen und dem ewigen Rätsel der Zeit.

Marilu
Autor(en) Daniela Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein flirrend träger Sommertag. Leises Vogelgezwitscher, das Geräusch eines Rasensprengers, die Kühle des Pools. Ein alter Mann mit Kopfhörern vor dem Fenseher. Endlose Ballwechsel, Aufschlag, Schnitt, Gegenschnitt. Eine alte Dame und die Nachbarin. Ein kleiner Skandal um den schwarzen Tennislehrer. Ein schönes Mädchen und ein Junge auf der Suche nach Godard.

Marlène
Autor(en) Daniele Dröscher
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Marlene D. in ihrem Pariser Zimmer, das sie seit Jahren nicht mehr verlassen hat. Sie lebt von der Welt zurückgezogen, mit ihren Vögeln, Büchern und einem Sekretär. Einzig ein Regisseur darf sie besuchen und ihre Stimme aufzeichnen. In MARLÈNE entwirft Daniela Dröscher eine Welt, in der ungleiche Paare ungewöhnlichen, poetischen Lügen gegenüber gewöhnlichen Wahrheiten den Vorzug geben.

 

Mausoleum Buffo
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.1.2009, Hebbel am Ufer, Berlin

Im Zentrum dieses letzten Teils einer Trilogie stehen wie schon bei TIME REPUBLIC die Toten Lenin und Lennon. Die Geschichte der eingefrorenen Revolution in der ehemaligen Sowjetunion - Lenis hundertjähriger Schlaf - wird konfrontiert mit der im Westen aufkommenden Gegenkultur. Nur im Rückblick auf die fatalen Fehler in der Geschichte kann eine andere, mögliche Geschichte aufblitzen: Imagine …

Me, Cyborg
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 1.11.2009, Theater Freiburg

Im kollektiven Bewußtsein hat sich der »Cyborg« einen prominenten Platz erobert, ein Mensch-Maschine-Mischwesen, das uns herausfordert, über die conditio humana unter den Bedingungen ihrer technischen Optimierbarkeit zu reflektieren. Stellt dieser technoide Hybrid ein realistisches Szenario unserer näheren Zukunft dar? Die Auseinandersetzung mit dem »Cyborg« bietet somit die Gelegenheit, die Frage nach dem Menschen auf der Höhe der Zeit zu diskutieren.

Mein Teppich ist mein Orient
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 17.9.2010, Theater Bielefeld

Von der Unausweichlichkeit eines bürgerlichen Totalschadens. Zwei Paare, zwei Generationen, Privates und Politisches - alles scheint heillos miteinander verbunden. Gut, daß es Herrn Yildiz gibt: der hat zwar keinen Orientteppich, dafür aber den nötigen Sachverstand, das Familienunternehmen schnurstracks abzuwickeln.

Montana
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 15.10.2007, Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

MONTANA entwickelt, inspiriert von Euripides Weltuntergangstragödie »Die Bakchen«, die mögliche Allegorie einer Gesellschaft, der mit der Arbeit und dem sozialen Zusammenhalt auch das Bewußtsein ihrer humanen Möglichkeiten abhanden zu kommen droht. So ensteht ein vielschichtiges Porträt zeitgenössischer Befindlichkeiten, eine soziale Utopie mit schlimmstmöglichem Ausgang.

Noch nicht - Desinformationsabend für Inoffizielle Mitarbeiter
Autor(en) Hofmann & Lindholm
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.10.2009, Schauspiel Köln

Unsichere Zeiten. Das Prekariat wächst, die Staatsschulden nehmen zu, die Furcht vor Kriminalität und Terrorismus steigt, die Souveränität der Privatsphäre schwindet. Anlass genug, den Begriff Sicherheit zu überdenken und sich zur Wahrung des Besitzstandes auf Abwege zu begeben. Gemeinsam mit Komplizen machen sich Hofmann&Lindholm auf die Suche nach potentiellen Wertdepots.

Piaf. Keine Tränen
Autor(en) Juliane Kann
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.12.2008, Düsseldorfer Schauspielhaus

Wie nähert man sich einem Mythos, ohne daß dieser ständig entwischt und einen auf die Allgemeinplätze verweist? Was und wer war Edith Piaf jenseits einer verramschten Best-Of-CD im Wohnzimmerregal? PIAF. KEINE TRÄNEN ist das etwas andere theatralische Bio-Pic.

Pornografia
Autor(en) Milo Rau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 6.10.2006, Staatsschauspiel Dresden

Milo Rau wirft einen satirischen Blick auf unsere westliche, bis in den letzten Winkel sexualisierte Gesellschaft und fragt nach ihrer Liebesfähigkeit. Erzählt wird die Geschichte eines gealterten Sexmaniacs, der - durch einen Unfall ans Bett gefesselt - nicht weiß, wohin mit seiner Libido.

Räume räumen
Autor(en) PeterLicht
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 31.1.2009, Münchner Kammerspiele

Ein modernes Märchen ist diese Geschichte eines Sofas und seines Besitzers. Das Sofa ist nahezu perfekt. Dem Besitzer geht es gut. Er hat Geld. Er ist gesund. Er hat eine Frau, die er über alles liebt. Und ja, die Sonne scheint. Doch irgend etwas stimmt nicht. Dem Sofa fehlt ein Bein. Die Welt gerät aus den Fugen …

Regen in Neukölln
Autor(en) Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 2009/10, Schaubühne, Berlin

Sieben Figuren in einer Neuköllner Nacht. Auf der Suche nach Glück, nach einer Berührung, getrieben von der Sehnsucht, die sie alle verbindet. Paul Brodowsky verfolgt ihre Wege durch den Kiez. Eine ganz eigene Welt ist das, die hier entsteht, eine Welt, die brüchig ist, undurchschaubar, flüchtig, gefährlich. Eine Welt, die bei aller Verdichtung und Poesie, tatsächlich existiert.

Road to Baghdad
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 21.5.2004, Sophiensaele, Berlin

Der britische Kommandeur Tim Collins glänzt wenige Stunden vor Beginn des 3. Golfkriegs mit einer sprachlichen Mobilmachung: »We go to liberate, not to conquer. We are entering Iraq to free people./The ones who wish to fight, well, we aim to please./ I expect you to rock their world.« ROAD TO BAGHDAD untersucht die Rückgriffe der Politik auf die rhetorischen Techniken von Abendland und Morgenland sowie deren Bastardisierungen.

Rote Kometen
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 13.11.2005, Stadttheater Bern

Weihnachten steht vor der Tür, und jedes Jahr ist es das Gleiche. Keiner hat Lust - aber Weihnachten muß sein! Wirklich? Nein. Schluß mit den Zwängen! Die Schwestern Bibi und Lilli Kroll haben die Nase voll und beschließen den aktiven Widerstand. Wenig später versetzt eine politische Gruppe mit dem Namen die »Roten Kometen« die weihnachtsselige Stadt in Unruhe.

Das rote Schaf
werkfoto
Autor(en) Sauter & Studlar
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.11.2008, Landestheater Neuss

Der Königstochter Kunigunde ist trotz massiver Therapieversuche kein Lachen zu entlocken. Dabei erzählen König und Königin einen Kalauer nach dem anderen. Letztlich entschließt man sich, staatlicherseits eine Belohnung auszusetzen. Reicher Lohn winkt dem, der die Prinzessin endlich zum Lachen bringt. Schäfer Leo bekommt von einem geheimnisvollen Fremden ein rotes Schaf geschenkt. Leo macht sich auf in die Welt, an seiner Seite das neidvoll beäugte rote Schaf. Wird er die Prinzessin zum Lachen bringen können?

Ruanda Revisited
Autor(en) Hans-Werner Kroesinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.1.2009, Hebbel am Ufer, Berlin

In knapp 100 Tagen wurden mehr als 800.000 Männer, Frauen und Kinder in Ruanda abgeschlachtet. Welche Rolle spielte der UN-Sicherheitsrat dabei? RUANDA REVSISITED beschäftigt sich mit dem Fall des kanadischen Generals Romeo Dallaire. Er war Kommandant der UN-Blauhelm-Mission UNAMIR in Ruanda 1994. Dallaire musste den Völkermord geschehen lassen ohne intervenieren zu können.

Das Schloß
Autor(en) Marcel Luxinger/Tomas Schweigen
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA dieser Fassung: 6.3.2008, schauspielfrankfurt

Gemeinsam mit Regisseur Tomas Schweigen hat Marcel Luxinger Kafkas »Schloß« neu gelesen und bearbeitet. Für beide nähert sich Kafka in seinem Roman geradezu visionär den Phänomenen der heutigen Globalisierung, die Folgen für jeden Einzelnen hat, ohne daß er deren Ursache wirklich erkennen könnte.

Schmutzige Schöpfung - Making of Frankenstein
Autor(en) Thomas Melle
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.10.2008, Theaterhaus Jena

Viktor F. hat quer durch die Fächer studiert: Gentechnologie, Eugenik, Historik, Bionik. Nun will er seinen Studien die Krone der Schöpfung aufsetzen: er schafft aus totem Material, aus »Lehm, Zeugs, Fleisch«, ein neues Lebewesen. Ausgehend von Mary Shelleys Roman schreibt Thomas Melle ein Stück, das mit Unsicherheiten und Realitätsmöglichkeiten spielt.

Die Sekunde dazwischen
werkfoto
Autor(en) Andreas Sauter
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 16.9.2005, Theater Osnabrück

Ein Dreißigjähriger begleitet seine Großmutter beim Sterben. Im Nebeneinander von Banalität und Existentialität der Todeserfahrung kommt er seinem eigenen Leben wieder näher. Andreas Sauters lakonischer Bühnenerzähler ist ein Schwimmer, der für einen Moment jede Bewegung unterläßt, das Sinken in jedem Detail registriert - bevor er wieder auftaucht und weiteratmet.

Showtime - trial & terror
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: 11.4.2008, Staatstheater Stuttgart

Die Performancegruppe andcompany&Co. gehört mit ihrer sinnlichen Theatersprache und spielerischen Herangehensweise zu den Shooting-Stars und Geheimtipps auf vielen internationalen Festivals. Zum ersten Mal greifen andcompany&Co. mit SHOWTIME bei einer ihrer Arbeiten auf einen Fremdtext zurück: Heiner Müllers »Hamletmaschine« wird im theatralen Selbstversuch zum Spiel.

Sieben Monde
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 25.7.2004, Ferienlager 2004, Köln

Judiths Lebenslauf: »Wie aus der Frauenzeitschrift ausgeschnitten.« Wäre da nicht diese eine Lüge. Auf dem Dach eines Hotels, am Rande des Abgrunds, erklärt sie sich den Zuschauern, dem Baby in ihrem Bauch und nicht zuletzt sich selbst.

Sonst alles ist drinnen
Autor(en) Anne Lepper
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 29.5.2010, Münchner Kammerspiele

Eine junge Frau lebt mit ihrem Vater und dem gemeinsamen Kind zurückgezogen in der Wohnung, in der sie aufgewachsen ist. Draußen ist eine andere Welt. Bis eines Tages eine alte Schulfreundin an der Tür klingelt und ihr dieses schräge Idyll überraschenderweise neidet.
Anne Lepper hat in ihrem Debütstück die Abgründigkeit einer Vater-Tochter-Konstellation beschrieben, ohne dabei eindeutige Opferrollen und naheliegende Deutungsmuster zu bedienen. Es ist die verstörende Normalität, die die Autorin in doppelbödiger und attitüdenloser Kunstsprache verdichtet, die soghaft wirkt und SONST ALLES IST DRINNEN zu einem bemerkenswerten Debüt einer jungen Autorin macht.

Tell the Truth
Autor(en) Marcel Luxinger
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 11.9.2009, Theater Basel

Was wäre, wenn plötzlich dieser Mensch erscheinen würde? Dieser Mensch, den wir erwarten und ersehnen, würde endlich zu uns kommen und uns verkünden, woran zu glauben wir schon beinahe aufgegeben haben: »Alles ist gut. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen.« Dieser Mensch ist Stella von Willen, und sie wird zu Ihnen kommen! Seien Sie ein Teil ihrer Kraft! Denn das Glück ist keine Wissenschaft ... es ist eine Machenschaft!

The Cocka Hola Company
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 31.1.2008, Staatstheater Stuttgart

Die COCKA HOLA COMPANY produziert Pornofilme und ist zugleich das letzte Refugium all jener, die der blanke Ekel packt, wenn es um die Wahrung »der gemeinsamen Werte« wie Nächstenliebe, Vernunft, Liebe, Sittlichkeit und Treue geht. Faldbakkens Roman, der als »libertäres Gegenbuch zu Houellebecqs konservativen Beziehungsfibeln« gefeiert wurde, ist eine bitterböse und gleichwohl äußerst komische Satire auf unsere Konsensgesellschaft.

Time Republic
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theaterperformance
   
UA/DEA UA: 2007, steirischerherbst, Graz

TIME REPUBLIC ist ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen. Juri Gagarin, die Kuba-Krise, der Mord an John Lennon - Bezugspunkte einer scheinbar längst vergangenen Epoche tauchen aus den Unendlichkeiten des Weltalls auf und erinnern uns an die Zeit, in der wir den atomaren Erstschlag fürchteten.

Trilogie der klassischen Mädchen
Autor(en) Anja Gronau
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA 

Drei Monologe: Käthe, Johanna, Grete. Drei junge Mädchen, vierzehn-, fünfzehnjährig, getrieben vom Furor des Erwachsenwerdens, vom jugendlichen Willen zum Ganz-oder-gar-nicht. »Das ist eines der waghalsigsten, schönsten und anrührendsten Projekte der Freien Szene, das zugleich zentrale Fragen unseres gegenwärtigen Theaters berührt und nach seiner Identität, Glaubwürdigkeit und Haltung zum Zuschauer befragt.« (Theater der Zeit)

 

Troilus und Cressida
Autor(en) William Shakespeare, Paul Brodowsky
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.5.2008, Wiener Festwochen, 30.5.2008, Münchner Kammerspiele

Paul Brodowsky hat die schlanke und schnelle Fassung von Luk Perceval virtuos und erfrischend neu übersetzt und bearbeitet. Herausgekommen ist dabei eine glänzend spielbare, poetisch-heutige Fassung, die das Publikum bei den Wiener Festwochen und an den Münchner Kammerspielen begeisterte.

Trollmanns Kampf - Sinti Stadt Hannover
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 30.4.2010, Staatstheater Hannover

Aufgewachsen in den 20er und 30er Jahren im Armenviertel Hannovers, kämpfte sich Johann Trollmann bis zum Meistertitel im Mittelschwergewicht. Doch er war Sinto. Die Nazis sprachen ihm nach acht Tagen den Titel ab. 1943 wurde Johann Trollmann im KZ Wittenberge ermordet. Diese Hannoveraner Biografie verweist auf ein Stück Stadtgeschichte, der Regisseur Marc Prätsch und Autor Björn Bicker in einem Theaterprojekt nachgehen.

Tschador
Autor(en) Murathan Mungan
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA Noch frei zur Adaption für Bühne und Hörfunk

Ein junger Mann namens Akbhar kehrt nach Jahren des Exils in sein Heimatland zurück. Ängstlich begibt er sich auf die Suche nach den Menschen, die er in seinem Herzen aufbewahrt hat. Ein neues Regime ist an der Macht, das Land sichtbar vom Krieg zerstört. Am meisten verunsichert ihn der allgegenwärtige Anblick verschleierter Frauen.

Two is the loneliest number
werkfoto
Autor(en) Corraxia Cortez
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA Noch frei zur UA

Ein Paar siamesischer Zwillinge teilt sich ein lebenswichtiges Organ, aber nur vorübergehend, denn aneinander gewachsen können sie nicht weiterleben. Die Ärzte geben ihnen ein paar Monate, Vertreter von Forschung und Wissenschaft fordern, die beiden zu trennen, indem sie den einen Zwilling opfern und dem anderen so zum Weiterleben verhelfen. Die religiösen Eltern stimmen einem Eingriff zu, allerdings nur, wenn beide Kinder am Leben bleiben. Ist der Wert menschlichen Lebens messbar und relativ? Welches Leben ist dann mehr wert? Und wer hat die Entscheidungsgewalt darüber?

Unfun
Autor(en) Matias Faldbakken
   
Kategorie Roman
   
UA/DEA UA: 12.12.09, Theater Basel

Fünf Jahre nach MACHT UND REBEL beschließt Matias Faldbakken seine aufsehenerregende Trilogie, die skandinavische Misanthropie. Er ist ein Meister, wenn es darum geht, Trash und Popkultur mit den drängenden und unbeantworteten Fragen der Moderne unentwirrbar zu verknüpfen und daraus ein Netz zu spinnen, in dem sich der Leser mit seiner postmodernen Moral aufs Köstlichste und Widersprüchlichste verfangen wird.

Universal Export
werkfoto
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA Kaserne Basel, Februar 2011

Mit den Waffen der Gehirnforschung und des Theaters ausgerüstet, hacken sich drei Schauspieler und ein Hirnforscher unter ihre Schädeldecken und suchen dort nach dem authentischen Gefühl. UNIVERSAL ist ein Stück über die Steuerzentrale des Menschen und dessen Erforschung durch die Wissenschaften und das Theater.

Vùng biên gió’i
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 9.10.2009, Staatsschauspiel Dresden

Im Frühjahr 2008 brach Rimini Protokoll auf, um sich mit dem Verhältnis zwischen Deutschland und Tschechien zu befassen – an der Grenze fanden sie schließlich tatsächlich etwas, das beide Länder verbinden könnte. Hier hoffen vietnamesische Händler heute auf ihr Glück. Sie kamen aus dem asiatischen Bruderland nach Tschechien und in die DDR. Jetzt bilden sie sowohl in Dresden als auch in Prag die stärkste Migrantengruppe.

Warum mich ein Happy End traurig macht
Autor(en) Björn Bicker
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 8.5.2005, Landestheater Tübingen

Nach SIEBEN MONDE Björn Bickers zweiter Frauenmonolog. Eine Schauspielerin nimmt in einem Moskauer Hotel eine Videobotschaft zum 60. Geburtstag ihres Vaters auf. Die Tochter rekapituliert ihre Jugend, in der sie zu Toleranz und Solidarität im Stile der 68er erzogen wurde. Das Geburtstagsvideo wird zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit.

West in Peace - der letzte Sommer der Indianer
Autor(en) andCompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA: 17.12.2009, Hebbel-am-Ufer, Berlin

EL DORADO, die goldene Stadt, ist eine östliche Westernstadt bei Templin oder bei Mrawogo, die Abenteuer verspricht »wie im Film«. In dem neuesten Stück von andcompany&Co. bedeutet die Stadt das Versprechen von Sesshaftigkeit für eine Handvoll Dauercamper, die auf der Bühne ihre Zelte aufgeschlagen haben, um sich an einem elektrischen Lagerfeuer die Zeit zu vertreiben oder am Marterpfahl.

Der Wilhelmine-Code
Autor(en) Constantin von Castenstein
   
Kategorie Musiktheater
   
UA/DEA UA: 29.1.2009, Theater Erlangen

Wilhelmine: eine moderne Frau in einer konservativen Welt? Pionierin in Sachen Gender-Bewußtsein oder privilegierte Adlige, die nur ihre eigenen Träume verwirklicht? Begabte Künstlerin oder kulturbegeisterte Konsumentin, die ihre Position nutzt, um mit Voltaire Theater zu spielen? Von Castenstein ist ihr auf der Spur.

Woyzeck (Nikitin)
werkfoto
Autor(en) Boris Nikitin
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, 2007, Institut für Angewandte Theaterwissenschaft Giessen

Scheinwerfer liegen verstreut auf dem Boden, eine Nebelmaschine sprotzt leise vor sich hin, Kabel und Mikrofone hängen von der Decke. WOYZECK verwandelt den Theaterraum in ein Radio-Labor: alles, was sich darin abspielt, wird in einen Live-Stream eingespeist. Zuhörer zuhause vor den Computern können sich das Stück als experimentelles Live-Hörspiel anhören.

Wunderkinder
werkfoto
Autor(en) andcompany&Co.
   
Kategorie Theater, Performance
   
UA/DEA UA, 12. März 2011, Deutsches Theater Göttingen

»Wir Wunderkinder« von Kurt Hoffmann ist einer der ersten Nachkriegsfilme, der sich mit dem Mittel der Satire der deutschen Geschichte und vor allem der Nazizeit widmet. Während man dem Film im Inland seinerzeit vorwarf, Geschichte zu verharmlosen, verkannte man dabei, dass sich der eigentliche Fokus der Kritik des Films auf die Gegenwart, nämlich das bruchlose »Weiter so« vieler Kriegsprofiteure unter falschem Namen, bezog. andcompany&Co. denken den Film inhaltlich ins Heute weiter und bringen zugleich die Umstände seiner Entstehung und die kontroverse Rezeption des Films in Form eines außergewöhnlichen Theaterabends auf die Bühne.

Der Zauberlehrling
Autor(en) Rimini Protokoll (Haug/Wetzel)
   
Kategorie Theater
   
UA/DEA UA: 22.5.2009, Düsseldorfer Schauspielhaus

DER ZAUBERLEHRLING nimmt einen Text zum Ausgangspunkt der Suche nach den großen Illusionisten der Gegenwart und ihren magischen Momenten. Wo schlagen die Funken zwischen Goethes Ballade und dem Wehrstrafgesetz, zwischen Weltpolitik, Geschichte und Zauberei?