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theater und medien
Theaterperformance und Hörspiel, UA: 2006, Theater Gasthuis (NL)
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Synopsis

Was machen Kommunisten und Kommunistinnen nach dem Ende der Geschichte? Nicola Nord suchte und fand Anhänger der letzten großen Utopie des 20. Jahrhunderts und sprach mit ihnen über die Leere, die bleibt, wenn einem die Utopie abhanden kommt. In ihrer für Freischwimmer entwickelten Bühnenperformance «little red (play): herstory» blicken Nicola Nord andcompany&Co. aus der interstellaren Perspektive des 3. Jahrtausends auf die Zeit der großen politischen Utopien unserer letzten 40 Jahre zurück und konstruieren das Doku-Märchen einer Vergangenheit, die unsere Gegenwart sein könnte. Die multi-materiale Bühnenanimation schafft Raum im Hier und Jetzt und lässt zur Sprache kommen, was dem Schweigen nach dem Scheitern gesellschaftlicher Alternativen folgt: Vielleicht der Anfang neuer Geschichten...

LITTLE RED (PLAY): ‘HERSTORY’, der fulminante erste Teil der Trilogie, bescherte dem jungen Performance-Kollektiv andcompany&Co. reihenweise Einladungen zu angesehenen  europäischen Theaterfestivals, u.a. zu den Wiener Festwochen, zum Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Festival Premières (Straßbourg), SPIELART (München), Parc de la Vilette (Paris) und krakowskie reminiscencje teatraine (Krakau).

ZEIGENandcompany&Co.
Das internationale Theater- und Performancekollektiv andcompany&Co., 2003 in Frankfurt/M. gegründet, versteht sich als offenes, aber verbindliches Netzwerk. Den Kern bilden Alexander Karschnia, Autor und Theaterwissenschaftler, Nicola Nord, Sängerin und Performerin, sowie Sascha Sulimma, Musiker und DJ. Ihre Performances sind ein humorvolles Spiel mit Fakten und Fiktionen, das Bruchstücke ästhetischer und philosophischer Entwürfe des 20. und 21. Jahrhunderts musikalisch verdichtet und zu einem eigenen politischen Statement neu abmischt. Nach zu Beginn v.a. freien Produktionen erweitert das Kollektiv seinen Wirkungskreis zunehmend in Richtung Stadttheater.
Neuigkeiten
Presse
Neue Züricher Zeitung

»›Freischwimmer‹, die Plattform für junges Theater, hat an der Gessnerallee einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. Die vielversprechendste Hinterlassenschaft trägt den Namen Nicola Nord. Rotkäppchen ist eine sozialistische Pionierin, und weil der Kommunismus am Ende der Geschichte ist, erzählt das Käppchen die Geschichte neu, von vorne nach hinten dieses Mal. Der Abend heißt «Little red (play): ‹Herstory›» und bringt die letzten großen Utopien des 20. Jahrhunderts in eine derart vollendete Form, für die Bühnenschaffende an großen Häusern üblicherweise ihren Ausstattungsetat überziehen - und im Feuilleton jubelnde Kritiken kassieren. Die Mitwirkenden in Sachen Lichtdesign, Sound und Bühneninstallation lassen sich altruistisch in die Formel «& Co.» zusammenfassen und stellen sich gesammelt hinter die Federführende: die deutsche Theatermacherin, Performerin und Sängerin Nicola Nord. Aus der Zusammenarbeit entstand ein bemerkenswert intelligentes, synästhetisches Stück Utopie, das derart auf den Punkt gebracht ist, daß es auf der Rangliste des diesjährigen Nachwuchsfestivals ohne Frage und Konkurrenz Platz eins verdient hat.«

Nachtkritik

»Darin drehen sie das Rad der Zeit zurück, machen aus dem Ende der Geschichte den Anfang einer Geschichte, aus history herstory. Nicola Nord erzählt als "little red" von ihrer Kindheit und Jugend als "westdeutsches Kommunistenkind", das in den Sommerferien in die DDR fuhr und die Jahrtausendwende mit den Pionierfreunden in Berlin feiern wollte. Doch die Utopie starb zuerst, das Lied vom Ende des Kommunismus in Europa erklang. Ein Gespenst geht um… "little red" aber verlängert die Geschichte, negiert den Mauerfall, läßt die Utopie wieder auferstehen inklusive Feuerwerk, Rotkäppchen und Showdown in der DDR.«

Aufführungen

Uraufführung

2006

Theater Gasthuis (NL),

 

18. und 19.10.2008

favoriten 08, Dortmund,

 

22. und 23.10.2008

Theater Frascati, Amsterdam

Weitere Gastspiele u.a. bei den Wiener Festwochen, Kunstenfestivaldesarts (Brüssel), Festival Premières (Straßbourg), SPIELART (München), Parc de la Vilette (Paris), krakowskie reminiscencje teatraine (Krakau).