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theater und medien
Theater, 1D - 2H, UA: 5.2.2016, Gerhart-Hauptmann-Theater Zittau, Regie: Hannes Hametner
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Synopsis

Helga, Karl und Lars Ole sitzen in ihrer kleinen Welt: Helgas Tante-Emma-Laden. Sie sind beunruhigt. Denn bald schon sollen 31 Flüchtlinge in ihrem Dorf angesiedelt werden. Da wittern die drei natürlich Probleme. Klischees und Vorurteile bestimmen ihre bizarren Vorstellungen und schüren Ängste, die in den teils absurden Gesprächen ihren Ausdruck finden.

In der Deutschen Bühne heißt es zum Stück: »All das bewegt sich nicht immer fern von Klischees, aber Klimke lässt es so klingen, daß seine Figuren und die Zuschauer nicht sofort mit fertigen Antworten abgespeist werden. Vor allem aber diskutieren seine drei kleinen Leute weniger, als daß sie ihre Gedanken so rauslassen. Kaum einmal werden Sätze und Gedanken zu Ende geführt, kaum geht einer wirklich auf den anderen ein. Oft trudeln angerissene Sätze und Phrasen einfach ins Leere. Frisch heraus und unverdaut mischen sich Klischees mit klugen Gedanken, Hoffnungen mit Ängsten, Sehnsüchte mit Unzufriedenheit, und heraus kommt ein Durcheinander politischer Meinungen. Ganz wie im Leben.«

Auszug

»Wer hat denn dein Hemd in Indien genäht? Rede nicht so geschwollen. Meinst du, die indischen Frauen und Kinder überlegen bei der Arbeit, wie sie hierher kommen und dir deinen 58 Zoll Smart TV abzocken können? Die haben nix und sind doch irgendwie zufrieden und bleiben da, wo sie sind.«

Christoph Klimke
Christoph Klimke verfasst neben Theaterstücken auch Erzählungen, Essays, Gedichte und Opernlibretti. Mehrfach verfasste er für Tanzproduktionen von Johann Kresnik die Libretti, zuletzt für die Produktion »Die 120 Tage von Sodom«, die an der Volksbühne Berlin uraufgeführt wurde. Klimke wurde u. a. mit dem Ernst-Barlach-Preis für Literatur ausgezeichnet. Nach dem Auftragswerk »Der obdachlose Mond« schreibt Klimke in de Spielzeit mit »Schiff der Träume« nach Federico Fellini erneut für das Gerhart-Hauptmann-Theater in Zittau.
Neuigkeiten
Presse
Die Deutsche Bühne

»Ein intelligentes und schwieriges Stück, das zwischen Klischees und Mehrdeutigkeit schwankt.«

Sächsische Zeitung

»Es gehört zu den Stärken des Stücks, daß es die ganze Kopf-Herz-Konfusion zur Sprache bringt, die einen aufreiben kann, wenn man sich mit der bunter werdenden Gesellschaft beschäftigt«

Deutschlandfunk

»Ein intelligentes, buntes Panorama. Wer glaubt, dies sei mal wieder ein kritisches Stück gegen Pegida, belegt mit deren bösen Zitaten, gegenüber denen der kopfschüttelnde Zuschauer nur seine einverständige Abscheu bekunden kann, der wird schnell eines besseren belehrt.«

Aufführungen

Uraufführung: 5.2.2016, Gerhart-Hauptmann-Theater, Zittau