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theater und medien
UA: 3.6.2016, Kaserne Basel, Regie: Thom Luz
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Synopsis

Die Welt ist seltsam. Sie ist unmöglich zusammengesetzt und funktioniert trotzdem. Niemand weiss das besser als der amerikanische Physiker William R. Corliss. In seinem «Handbook of Unusual Natural Phenomena» aus dem Jahr 1974 katalogisiert er wissenschaftlich verbürgte, aber selten beobachtete Wetterwunder, unter anderem den rückwärts fallenden Regen, den vierfachen Sonnenuntergang oder die umgekehrte Reihenfolge der Jahreszeiten. Im Vorwort notiert er: »Man versteht die Welt besser anhand ihrer Seltsamkeiten. Erstaunlich, daß vor mir noch niemand auf die Idee gekommen ist, eine vollständige Bibliothek der Ungewöhnlichkeiten aus allen Wissenschaftsgebieten zu erstellen.«

Aus Corliss’ Beschreibungen und musikalischen Rekonstruktionen entstand 2016 nach WHEN I DIE eine weitere freie Produktion von Thom Luz. Die vier Musiker Mathias Weibel, Michael Flury, Evelinn Trouble und Mara Miribung verwandeln sich in Wettermacher und installieren auf der Bühne eine sich verselbstständigende Wettersymphonie für Posaune, Trompetengeige, Tonband und Lichtmaschine.

Eine staunende Annäherung an das Wunder der Realität – und eine Verneigung vor allem, was wir nicht verstehen.

ZEIGENThom Luz
Thom Luz wurde in Zürich geboren. 2000-2005 Schauspielstudium an der HMT Zürich. 2009 und 2014 wurde er in der Kritiker-Umfrage von Theater Heute zum Nachwuchsregisseur des Jahres gewählt. Mit seiner eigenen Produktion WHEN I DIE wurde er u.a. zu den Autorentheatertagen nach Berlin und ans Schauspielhaus Zürich eingeladen. Am Staatstheater Hannover inszenierte er die Uraufführung von Judith Schalanskys "Atlas der abgelegenen Inseln", mit der er zum Theatertreffen 2015 eingeladen wurde. Mit Beginn der Spielzeit 2015/16 wird Thom Luz Hausregisseur am Theater Basel.
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»Dieser Abend spielt im Zwischenreich der Parawissenschaft. Wir sehen eine Wolke, die mit Nebel abgespritzt wird und als Ballerina zurückkehrt. Wir hören ein Keyboard, das Mondphasen spielt, und einen A-cappella-Chor, dem die Lieder und Sprachen durcheinandergeraten. Es ist eine verspulte Musik voller Leerstellen und eigenartiger Echos – ein flüchtiges Wetterklingen. Wie sich diese unkonkrete Musik immer wieder materialisiert und verdichtet, das ist die Sensation dieses Abends. In fast schon psychedelischen Verläufen zieht sie einen tief hinein in dieses Universum der unwahrscheinlichen Phänomene, der seltsamsten Erscheinungen, des aufwärts fallenden Regens, der vierfachen Sonnenuntergänge oder verrückten Jahreszeiten.«

Aufführungen

Uraufführung: Kaserne Basel, 2016

Eine Produktion von Thom Luz und Bernetta Theaterproduktionen

Koproduktion mit Gessnerallee Zürich, Théatre Vidy Lausanne, Kaserne Basel, Südpol Luzern, Theater Chur