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theater und medien
Theater, 2 H, noch frei zur UA
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Synopsis

Ein Historiker und ein Bestattungsunternehmer treffen auf Deck eines Kreuzfahrtschiffes aufeinander. Man befindet sich auf dem Weg zu einem internationalen Kongreß, der sich mit dem »Europaweiten Unbehagen zu den Erscheinungen an den europäischen Rändern« befaßt - und zu dem beide Herren geladen sind.

Zwischen alkoholischen Cocktails und anregenden Gesprächen, u. a. über den Mythos des Fliegenden Holländers, wird ersichtlich, daß es vor allem die jeweilige Karriere - oder genauer: die Hoffnung auf einen ordentlichen Schub für dieselbe - ist, die die beiden Männer zur Teilnahme an dem Kongreß bewogen hat. Während der Historiker darauf hofft, seiner unterdurchschnittlichen universitären Stellung zu entfliehen, spekuliert der Bestatter auf ein lukratives Geschäft. Nur soviel: der »Rohstoff« für seine Idee liegt auf dem Grund des Mittelmeeres - und an Nachschub mangelt es nicht ...

Daß die Zeit der Theorie vorbei ist, merken derzeit selbst jene Kern-Europäer, die sich mit aller meist äußerst fragwürdigen Gesetzesmacht gegen die Kraft des Faktischen zu stemmen versuchen. Der Strom der Flüchtlinge reißt nicht ab, und er ist längst nicht mehr das ausschließliche Problem der Länder an den südlichen Rändern unseres abgeschotteten Kontinents.

Auch in DIE FLIEGENDEN HOLLÄNDER ist die Zeit der Theorie vorbei, als dem Kreuzfahrtschiff ein Flüchtlingsboot vor den Bug gerät. Und plötzlich befinden sich die feinen Herren, die eben noch bei weißem Wein und weißem Fisch große Pläne schmieden durften, in einer Situation, die man als irrwitzig bezeichnen könnte …

Maxi Obexer beschäftigt sich mit den Themenkomplexen Flucht und Migration bereits seit geraumer Zeit. Neben dem Roman »Wenn gefährliche Hunde lachen« ist die Theater-Trilogie - bestehend aus DAS GEISTERSCHIFF, ILLEGALE HELFER und DIE FLIEGENDEN HOLLÄNDER - entstanden. Eigen ist Obexers Stücken, daß sie Handlungsperspektiven entwickeln, welche als Angebote an eine Zivilgesellschaft zu verstehen sind. Angebote an eine Gesellschaft, die zu handeln beginnt - durch zivilen Ungehorsam und Auflehnung gegen Gesetze, die der Menschlichkeit oder der eigenen Moral diametral entgegenstehen.

ZEIGENMaxi Obexer
Maxi Obexer studierte Vergleichende Literaturwissenschaft, Philosophie und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin. Sie hat sich einen Namen mit politischen Stücken, Hörspielen und Essays gemacht. Ihre Stücke wurden u.a. an den Staatstheatern in Braunschweig und Dresden, am Theater Freiburg, am Theater Basel und am Theaterhaus Jena aufgeführt. Obexer lehrte Drama am Dartmouth College, USA, und ist Gastprofessorin für Szenisches Schreiben an der Berliner UdK. 2012 erschien ihr erster Roman »Wenn gefährliche Hunde lachen«. Das Stück ILLEGALE HELFER, vom WDR als Hörspiel produziert, wurde 2016 unter großer Beachtung in Salzburg und Potsdam aufgeführt. 2017 folgt mit GEHEN UND BLEIBEN ein Auftragswerk für das Hans Otto Theater in Potsdam.
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