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theater und medien
Theater, UA: 21.1.2016, Theater Bonn, Regie: Alice Buddeberg
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Synopsis

Jesko Drescher ist zufrieden. Noch nicht mal 40 Jahre alt, hat er es bereits zum erfolgreichen Manager eines großen Unternehmens gebracht. Ein Mann, der weiß, was er will, und der sein Ziel stets geradlinig verfolgt; eine Karriere, makellos, die keine Wünsche offen läßt.

Bis er eines Tages mit der Post einen Umschlag erhält, braun und ohne Absender. Darin: Fotos von ihm selbst als kleinem Jungen. Nackt. Erpressung? Doch warum? Auch aufs Handy werden ihm die Fotos geschickt.

Drescher erinnert sich dunkel, Szenen seiner Schulzeit auf dem Eliteinternat, Fotoshooting im Umkleideraum, im Park. Harmlose Vorfälle, an denen er nichts Anstößiges finden will. Und dennoch lassen ihn die Bilder nicht mehr los. Wer steckt dahinter? Ist er denn ein Opfer? Seine Jugend geprägt von Selbstbetrug und Verdrängung? Wieso hält er die Bilder selbst vor seiner Frau geheim?

Er macht sich auf die Suche nach dem anonymen Absender und bringt langsam einen Stein ins Rollen, der einen bundesweiten Skandal um Mißbrauch auslöst. Und plötzlich findet sich Drescher in einem Kampf um die eigene Biografie wieder, um Recht und Unrecht und die Deutungshoheit über die eigene Vergangenheit, das eigene Leben.

 

Eingeladen zu den Mülheimer Theatertagen 2016

Eingeladen zu den Autorentheatertagen Berlin 2016

ZEIGENThomas Melle
Thomas Melle schreibt Theaterstücke und Prosa. 2007 erschien sein erster Erzählband bei Suhrkamp. U.a. entstanden die Theaterstücke DAS HERZ IST EIN LAUSIGER STRICHER, AUS EUREN BLICKEN BAU ICH MIR EIN HAUS oder NICHT NICHTS. Sein Roman »Sickster« erschien im Herbst 2011 bei Rowohlt Berlin. Der Nachfolger »3000 EURO« landete auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2014 und wurde 15/16 an diversen Theatern aufgeführt. Mit dem Stück BILDER VON UNS (UA, Theater Bonn) wurde er 2016 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Derzeit entstehen neue Stücke, u.a. für die Theater in Bonn und Bremen sowie das DT, Berlin. Sein neues Buch »Die Welt im Rücken« steht erneut auf der Longlist für Frankfurt.
Neuigkeiten
Presse
nachtkritik

»"Bilder von uns" hat die zuletzt heftig kriselnde Sparte Stadttheater im besten Sinne hervor gebracht. Ein Stück, das direkt mit Bonn zu tun hat und doch weit darüber hinaus weist, ausgezeichnet gespielt, angemessen inszeniert. Melle verbindet packende, psychologische Dialogszenen mit erzählenden und reflektierenden Prosatexten. In ihnen bekommt das Stück poetische und philosophische Qualität, wird zum Nachdenken über das Wesen der Bilder an sich.«

Süddeutsche Zeitung

»Die schnellen Dialoge werden immer wieder vom lyrisch präzisen Reflexionen ausgebremst, in denen die Sprache manchmal vor sich selbst kapitulieren muß: Eine Sprache, in der es nicht gelingt, das Wort ›Opfer‹ auszusprechen, ohne daß etwas von ›Versagen‹ oder ›Minderwertigkeit‹ mitschwingt. Eine Sprache, die von denselben autoritären Strukturen geprägt ist, die auch den Mißbrauch ermöglichen.«

Aufführungen

Uraufführung: 21.1.2016, Theater Bonn

Aufführung

Theater Regensburg, 2016/17

Aufführung

Wuppertaler Bühnen, 2017/18

Aufführung

Gostner Hoftheater Nürnberg, 2017/18

Aufführung

Schauspielhaus Graz, 2017/18