KontaktImpressum
theater und medien
Theater, UA: 4.10.2014, Deutsches Schauspielhaus, Regie: Malte Jelden
Bild1 Bild2 Bild3 Bild4 Bild5 Bild6 Bild7 Bild8
Synopsis

Wer lebt auf der Veddel. Wer lebt nicht auf der Veddel. Wer darf das überhaupt fragen. Ist die Veddel unsere Zukunft. Was ist die Zukunft der Veddel. Wer betet. Wer betet nicht. Welchen Ruf hat die Veddel. Welchen Ruf hat die Veddel nicht. Ist Hamburg das Tor zur Welt. Ist die Veddel das Tor zur Welt. Wie ist das gemeint. Welche Sprache wird gesprochen. Wird die Veddel überrollt. Wer hat Angst, daß die Veddel überrollt wird. Wen überrollt die Veddel. Ist die Veddel das neue Hamburg. Ist die Veddel das alte Hamburg. Wer arbeitet auf der Veddel. Wem wird diese Wohnung vermietet. Wem nicht. Wer arbeitet nicht. Welche Arbeit. Ist die Veddel die schönste Stadt der Welt. Hat das schon jemand gemerkt. Wer fährt vorbei. Wer steigt aus. Wer spricht da eigentlich.

Es tritt auf der Chor der InselbewohnerInnen. Und fragt nach der Zukunft. Nach der Zukunft, die längst begonnen hat. Basierend auf Interviews und Gesprächen auf der Veddel und im restlichen Hamburg ist ein Text entstanden, der nach den Bedingungen unseres Zusammmenlebens in der Ankunftsstadt des 21. Jahrhunderts fragt.

ZEIGENBjörn Bicker
Von 2001-09 war Björn Bicker Dramaturg an den Münchner Kammerspielen. Dort erfand, entwickelte und leitete er u. a. gemeinsam mit Peter Kastenmüller und Michael Graessner die Stadtprojekte BUNNYHILL und ILLEGAL. Für sein Stück DEPORTATION CAST erhielt er den Deutschen Jugendtheaterpreis. 2013 folgte mit WAS WIR ERBEN (Kunstmann Verlag) Bickers erster Roman. 2016 folgte, ebenfalls bei Kunstmann München, das Buch WAS GLAUBT IHR DENN. Zuletzt entstanden gemeinsam mit Malte Jelden die Stadtraumprojekte URBAN PRAYERS (Münchner Kammerspiele), NEW HAMBURG (Schauspielhaus Hamburg), CITY OF YOUTH (Staatstheater Stuttgart), MUNICH WELCOME THEATRE (Münchner Kammerspiele) und URBAN PRAYERS RUHR.
Neuigkeiten
Presse
Die Zeit

»Wenn Theater so etwas ermöglichen kann, tritt die Frage nach Hochkultur oder Sozialarbeit in den Hintergrund. Schlingensief wühlte in Wunden, aber seine Kunst kam über die Provokation nicht hinaus. Bicker, Jelden und Graessner provozieren nicht. Sie helfen.«

Süddeutsche Zeitung

»Bei gewöhnlichen Theaterfestivals werden Konflikte nur hergestellt. Das Besondere am Modell New Hamburg ist, daß die Konflikte ausgetragen werden müssen. Um am Ende vielleicht neue Nachbarschaften zu stiften. Und das ist auch eine Kunst. Seit Joseph Beuys nennt man sie "soziale Plastik".«

Aufführungen

Uraufführung, 4.10.2014, Immanuelkirche Veddel

Im Rahmen des NEW HAMBURG-Festivals

Deutsches Schauspielhaus Hamburg, 2014