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Theater, UA dieser Fassung: 28.3.2015, Theater Dortmund, Regie: Roscha A. Säidow
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Synopsis

Herman Melvilles Welterfolg: eine Geschichte über Rache, Fanatismus und menschliche Urängste vor den Monstern der Tiefsee. Schon seit Hunderten von Jahren segelt Kapitän Ahab mit seiner Mannschaft auf dem Kampfschiff „Pequod“ über die Weltmeere. Besessen von unbändiger Rachelust und einem einzigen Plan: Die Tiefsee-Bestie Moby Dick muss geschlachtet werden! Vor langer Zeit hat ihm das Monster ein Bein abgerissen, seither humpelt Ahab auf einer Prothese aus Pottwal-Kieferknochen über sein Deck. Sein Fanatismus ist grenzenlos: „Ich würde selbst die Sonne schlagen, wenn sie mich beleidigt!“ 

Ahabs Crew: eine wilde Horde von Kriegern – mechanische Prothesen, Harpunen-Arme, Nieten, Taucherglocken, Stahlwesten – zum Kampf herangezüchtete Cyborgs! Als eines Tages der junge Ismael in die Fänge der schwimmenden Terrorzelle gerät, wandelt sich der harmlose Abenteuerurlaub zum Horrortrip: Unerbittlich macht Ahab alle Neuankömmlinge zu Gefangenen seines Kampfes, aus dem es kein Entkommen gibt. Ismael segelt mit der hochgerüsteten „Pequod“ der finalen Schlacht entgegen.

Herman Melvilles Roman stellt dem romantischen Traum von der Seefahrt den Fanatismus eines Einzelnen entgegen. Ein Klassiker der Weltliteratur, der Charakteristiken des modernen Terrorismus vorwegnimmt: Auch die RAF erkannte sich in Moby Dick wieder und wählte daraus ihre Decknamen.

Regisseurin Roscha A. Säidow erschafft mit ihrem seit 2011 bestehenden Cross-Over-Puppenkollektiv Die Retrofuturisten hollywoodeske Steampunk-Dystopien zwischen Tim Burton, Sin City und Comic: analog meets hightech! Säidow studierte Regie an der Berliner Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch. Sie inszenierte u. a. in Marburg, Frankfurt und am Maxim Gorki Theater Berlin. MOBY DICK versus A.H.A.B. ist ihre erste Arbeit am Schauspiel Dortmund.

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Uraufführung dieser Fassung: 28.3.2015, Theater Dortmund