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theater und medien
Dramatisierung des gleichnamigen Romans von Emmanuel Carrère, UA: 3.4.2011, Theater Osnabrück
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Synopsis

Alles beginnt ganz harmlos: Eine versäumte Medizin-Klausur, eine kleine Lüge, die größere nach sich zieht, und der Student Jean-Claude Romand entwickelt ein perfektes Scheinleben, um den schalen Geschmack seiner Erfolglosigkeit zu kaschieren. Aller Welt, Frau und Kind und Geliebter, spielt er vor, ein höchst angesehener WHO-Mediziner zu sein, doch statt ins Büro geht er im Wald spazieren und liest gemütlich Zeitung. Nach siebzehn Jahren fliegt der ungeheure Bluff auf, der Hochstapler tötet Frau, Kinder, Eltern, schluckt Tabletten und überlebt.

Die Abgründigkeit dieser Geschichte scheint von Dostojewskij zu stammen, und doch hat sie sich 1993 in einem kleinen französischen Ort an der Schweizer Grenze zugetragen. Vor aller Augen entspann sich eine Tragödie und niemand ahnte nur das Geringste. Emmanuel Carrère befasste sich über sechs Jahre mit dem authentischen Fall. Seine eigene erschreckende Faszination und die gleichzeitige Schwierigkeit über eine solche Tat zu schreiben, stehen in der Theaterfassung des Romans im Fokus.

Emmanuel Carrère, geboren 1957 in Paris, studierte am Institut d'Études Politiques in Paris. Er ist Autor, Filmkritiker, schreibt Drehbücher und arbeitet als Regisseur. Sein erstes Buch erschien 1982, in dem setzte er sich mit der Arbeit von Werner Herzog auseinander. 1995 erhält er für seinen Roman SCHNEETREIBEN den renommierten PRIX FEMINA. Er schreibt sowohl Romane und Biografien als auch Tatsachenberichte. Meistens drehen sich seine Bücher um Fragen der Identität, wobei ihn besonders der Moment fasziniert, in dem sich Illusion und Realität überschneiden. Sein erfolgreichstes Buch, 2002 verfilmt, ist L' ADVERSAIRE (AMOK).

ZEIGENJan-Christoph Gockel
Jan-Christoph Gockel studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt/Main. 2005-2009 studierte er Regie an der »Ernst Busch«, Berlin. Während des Regiestudiums erste Inszenierungen beim Festival de Liège, Belgien und an der Schaubühne, Berlin. Es folgten regelmäßige Arbeiten u.a. am Stadttheater Bern, an den Theatern in Heidelberg und Bonn sowie an den Staatstheatern in Oldenburg und Karlsruhe. Seine Inszenierungen, allen voran DIE MÖWE in Karlsruhe sowie seine Mainzer GRIMM-Adaption avancierten zu von Presse und Publikum gleichermaßen gefeierten Theaterabenden. Seit der Spielzeit 2014/15 ist Gockel Haus-Regisseur am Staatstheater Mainz.
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