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theater und medien
Theater, Performance
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Synopsis

Im Bewußtsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen und von dem Willen beseelt, als gleichberechtigtes Glied in einem vereinigten Europa dem Frieden der Welt zu dienen, hat sich das Deutsche Volk kraft seiner verfassungsgebenden Gewalt dieses Grundgesetz gegeben. Die Deutschen haben in freier Selbstbestimmung die Einheit und Freiheit Deutschlands vollendet. Damit gilt das Grundgesetz für das gesamte deutsche Volk.

DAS GRUNDGESETZ macht den Theaterraum zum Versuchslabor; die Idee vom ›Menschen‹ als Einheit wird in seine juristischen Bestandteile zerlegt. Ist unser Körper ein biologischer Rohstoff, der erst durch die Ausstattung mit Rechten und Pflichten zur Einheit Person und zum Menschen geformt wird? In ›Das Grundgesetz‹ ist der Theaterraum ein Rechtsraum. Gesetze sind um und in uns. Mit ihnen wird der Beginn unseres Menschseins bestimmt und unser Aufwachsen, unsere Erziehung, unsere Bildung geregelt. Gesetze definieren die Bedingungen unseres Arbeitens und unserer Gesundheit, sie finden sich in dem, was wir essen und trinken, sie durchweben unsere Kleidung ebenso wie unsere sozialen Beziehungen. Gesetze schaffen das Gerüst unseres Alltags, bilden den Rahmen, innerhalb dessen wir alt werden und mit ihnen wird der Zeitpunkt unseres Todes erklärt. Gesetze sind grundsätzlich.

Vier Performer untersuchen ihre Körper und ihre Persönlichkeiten auf ihre juridischen Bedingungen hin: Was ist das Verhältnis zwischen diesen Körpern und dem Recht? Welche Gesetze sind in der Sprache anwesend, wenn die Darsteller zum Publikum sprechen? Wo arbeiten Gesetze mit, wenn der Zuschauer sich durch die Erzählungen der Darsteller ein Bild von ihnen zusammenzusetzen versucht? 

Eine Koproduktion mit dem HAU und der Kaserne Basel. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Fachausschusses »kulturelles« Basel-Stadt/Basel-Land. 

ZEIGENBoris Nikitin
Boris Nikitins Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle von Theater und Wissenschaft. Zentrale Themen sind dabei die Auseinandersetzung mit den Grenzen zwischen Dokumentarischem, Biographie und Fiktion, sowie die Beziehung zwischen Kunst und Recht. Nikitin, Absolvent des Studiums Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen, erhielt zahlreiche Preise. Neben freien Produktionen, u.a. an der Kaserne in Basel, arbeitet Nikitin immer wieder am Stadttheater, z.B. am Schauspielhaus Graz oder am Theater Freiburg. 2013/14 entstanden zudem Produktionen für den steirischen herbst und die Ruhr-Triennale. Es folgten weitere freie Arbeiten, u.a. MARTIN LUTHER PROPAGANDASTÜCK (Eingeladen zu IMPULSE 2016) und das neue Stück HAMLET.
Neuigkeiten
Presse
Aufführungen

Theaterdiscounter, Berlin

27. + 28. Oktober 2012

 

Kaserne Basel

18.,19., 21., 22. Oktober 2012

 

HAU, Berlin

21., 22., 23. Oktober 2011

 

HAU, Berlin 20. Oktober 2011, Uraufführung