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theater und medien
Theater
Zitate

»Text, Musik, Ton und Film verbinden sich bei Gockel zu kraftvollen, intelligenten und amüsanten Collagen, die die vierte Wand aufbrechen. Seine Inszenierungen sind wuchtige Performances des Hier und Jetzt. Hinter aller Neuerung sind es das Zusammenbringen von Menschen und das Erzählen von Geschichten, die archaische Grundfaszination des Theaters, die ihn antreiben.«

(Theater der Zeit)

Person

Jan-Christoph Gockel, geboren 1982 in Gießen, aufgewachsen bei Kaiserslautern, studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft in Frankfurt/Main. Während des Studiums Projekte und Hospitanzen bei Christopf Nel, Burkhard C. Kosminski und Armin Petras.

Von 2005 bis 2009 studierte er Regie an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, Berlin.

Während des Regiestudiums erste Inszenierungen beim Festival de Liège, Belgien und an der Schaubühne am Lehninerplatz, Berlin. Dort schloß er mit der Uraufführung von »Die Wissenden« von Nina Ender sein Studium ab. Seitdem arbeitet er als freier Regisseur. Neben der häufigen Zusammenarbeit mit jungen Autoren bezieht er musikalische, dokumentarische Elemente sowie Puppenspiel stark in seine Arbeiten ein.

Seine Performance »Psychiatrie!« wurde für den Nestroy-Preis 2010 in der Kategorie Spezialpreis nominiert und zum Heidelberger Stückemarkt eingeladen. Die Inszenierung »Balkanmusik« war 2011 bei den Autorentheatertagen am Deutschen Theater Berlin zu sehen.

Gockel arbeitete bei den Werkstattagen des Burgtheaters Wien 2008, bei der Biennale »Neue Stücke aus Europa« Wiesbaden 2010 und war Stipendiat des Internationalen Forums des Berliner Theatertreffens 2009.

2011/12 übernahm Jan-Christoph Gockel an der Berliner Schaubühne die Regie der Uraufführung DER TALENTIERTE MR. RIPLEY von Patricia Highsmith und gastierte mit dieser Produktion u.a. beim Tampere Theaterfestival in Finnland. Es folgten Regiearbeiten für das Oldenburgische Staatstheater, das Staatstheater Mainz, das Theater Heidelberg und das Badische Staatstheater in Karlsruhe.

2012/13 inszenierte er mit PETROLEUM nach Upton Beall Sinclair (Theater Heidelberg) und GRIMM. EIN DEUTSCHES MÄRCHEN (Staatstheater Mainz) zwei weitere Uraufführungen in eigener Bearbeitung.

2013/14 setzte er die Zusammenarbeit mit den Theatern in Bern und Karlsruhe fort. Am Theater Bonn eröffnete er die neue Halle Beuel mit einer eigenen Fassung von METROPOLIS.

Seit der Spielzeit 2014/15 ist Jan-Christoph Gockel als Haus-Regisseur Teil der künstlerischen Leitung am Staatstheater Mainz. Über seine Inszenierung von »Die Ratten« schrieb die FAZ: »Gänsehauttheater und großer Wurf. Wie Gockel und Pietsch mit ihren zu Urangst-Tableaus gefrierenden Bildern unbewusste Seelengeschichten im Zuschauer angreifen, die unheimliche Dauerpräsenz der Gestorbenen versinnbildlichen und in verdrängte Gründe leuchten, jagt einem immer wieder eine Gänsehaut über den Körper. Es sind solche Erlebnisse, für die man ins Theater geht.«

Jan-Christoph Gockel entwickelt eigene Projekte (ICH BEREUE NICHTS, Staatstheater Karlsruhe, RAMSTEIN AIRBASE: GAME OF DRONES, Staatstheater Mainz) und inszeniert u.a. am Schauspielhaus Wien, Schauspiel Graz und am Theater Bonn.

2016 wurde er in der Kategorie »Beste Regie« für den Nestroy-Preis nominiert.

Seine Inszenierung DIE VERWANDLUNG (Schauspielhaus Bochum 2016) wird in die Frankfurter Eröffnungsspielzeit von Anselm Weber übernommen, ebenso wie seine Arbeit AMOK (2011), die Florian Fiedler am Theater Oberhausen 2017 in den Spielplan nimmt.

2017/18 bearbeitete Gockel große Stoffe der Weltliteratur für die Bühne. Am Staatstheater Stuttgart inszenierte er »Moby Dick«, »Frankenstein« am Nationaltheater Brüssel. Für das Staatsschauspiel Dresden entstand ein Stück über Erich Kästner (»Parole Kästner«).

Seine Arbeit am Staatsschauspiel setzt Jan-Christoph Gockel im September 2018 mit einer Inszenierung von Heinrich Manns Roman »Der Untertan« fort. In Frankfurt inszeniert Gockel im Januar 2019 die Uraufführung von Konstantin Küsperts »Sklaven Leben.

Eine besondere Arbeit entsteht als Koproduktion des Schauspiel Graz und des africologneFESTIVALS. Für »Die Revolution frisst ihre Kinder. Dantons Tod in Burkina Faso« wird der Puppentheaterwagen der mit dem Nestroy-Preis ausgezeichneten Inszenierung »Der Auftrag: Dantons Tod« im Oktober 2018 mit dem Ensemble durch Burkina Faso reisen. So entsteht ein Stück über Europäische und Afrikanische Geschichte aus Gesprächen mit Menschen vor Ort. Das Projekt wird zunächst in Graz gezeigt und feiert im Juni 2019 Deutschlandpremiere in Köln.

 

 

Inszenierungen
Sklaven Leben

von Konstantin Küspert

Schauspiel Frankfurt, 2019

Die Revolution frisst ihre Kinder. Dantons Tod in Burkina Faso

eine Stückentwicklung frei nach Georg Büchner

Schauspiel Graz, Burkina Faso, 2018

In Kooperation mit dem Africologne Festival, Köln

Der Untertan

nach dem Roman von Heinrich Mann

in einer Spielfassung von Jan-Christoph Gockel und Julia Weinreich

Staatsschauspiel Dresden, 2018

Die Nibelungen

von Friedrich Hebbel

Staatstheater Mainz, 2018

Frankenstein

nach Mary Shelley

Nationaltheater Brüssel, 2018

Moby Dick

nach Herman Melville

Staatstheater Stuttgart, 2018

Parole Kästner!

von Jan-Christoph Gockel unter Verwendung von Originaltexten, Tondokumenten u. a.

Staatsschauspiel Dresden, 2017

Die Verwandlung

nach Franz Kafka

Übernahme vom Schauspielhaus Bochum

Schauspiel Frankfurt, 2017

Amok

Emmanuel Carrère

Neuproduktion / Übernahme

 

Theater Oberhausen 2017

Der Meister und Margarita

nach Michail Bulgakow

Staatstheater Mainz, 2017

Der siebte Kontinent

Theater im Bauturm, Köln, 2017

Der Auftrag: Dantons Tod

nach Heiner Müller und Georg Büchner

Schauspiel Graz, 2017

Die Verwandlung

nach Franz Kafka

Schauspielhaus Bochum, 2016

Ich, Pinocchio - eine Reise ins Herz der Maschine

Staatstheater Mainz, 2016

Macbeth

von William Shakespeare

Staatstheater Mainz, 2016

ZEIGENRammstein Airbase: Game of Drones

von Jan-Christoph Gockel

Staatstheater Mainz, 2015

Grimm. Ein deutsches Märchen

von Jan-Christoph Gockel

Wiederaufnahme: Staatstheater Mainz, 2015

Imperium

nach dem Roman von Christian Kracht

Schauspielhaus Wien, 2015

Merlin oder das wüste Land

von Tankred Dorst

Schauspielhaus Graz, 2015

Herz der Finsternis

von Joseph Conrad

Theater Bonn, 2015

Die Ratten

von Gerhart Hauptmann

Staatstheater Mainz, 2015

ZEIGENIch bereue nichts

Ein NSA-Projekt von Jan-Christoph Gockel, Thomas Halle und Konstantin Küspert

Staatstheater Karlsruhe, 2014

Schinderhannes

von Carl Zuckmayer

Staatstheater Mainz, 2014

Ich werde hier sein im Sonnenschein…

nach dem Roman von Christian Kracht

Theater Bern, 2014

Rechtsmaterial

von Jan-Christoph Gockel und Konstantin Küspert

Badisches Staatstheater Karlsruhe, 2014

Kongo-Müller

Theatrale Fallstudie von Jan-Christoph Gockel, Laurenz Leky und Nina Gühlstorff

Theater die Rampe, Stuttgart, 2014

Metropolis

nach dem Film von Fritz Lang und Thea von Harbou

Theater Bonn, 2013

Öl!

nach dem Roman von Upton Sinclair

Theater Heidelberg, 2013

Grimm. Ein deutsches Märchen

Ein Theaterprojekt nach den Brüdern Grimm von Jan-Christoph Gockel und David Schliesing

Staatstheater Mainz, 2013

Die Möwe

von Anton P. Tschechow

Regie: Jan-Christoph Gockel

Badisches Staatstheater Karlsruhe, 2012

Trilogie der Träumer

von Philipp Löhle

Konzerttheater Bern, 2012

Hamlet

von William Shakespeare

Oldenburgisches Staatstheater, 2012

Die Räuber

von Friedrich Schiller

Staatstheater Mainz 2011

Struwwelpeter

Theater Heidelberg, 2011

Der talentierte Mr. Ripley

nach Patricia Highsmith

Schaubühne am Lehniner Platz, 2011

Amok

von Emmanuel Carrère

Uraufführung, Theater Osnabrück 2011,

Übernahme ans Theater Heidelberg 2011/12

Balkanmusik

von Daniel Mezger

Uraufführung, Staatstheater Mainz, 2010

Eingeladen zu den Autorentheatertagen Berlin 2011

LJOD. Das Eis

nach dem Roman von Wladimir Sorokin

Theaterhaus Jena, 2010

Die Pappenheimer

von Franzobel

Uraufführung

Schauspielhaus Wien, 2010

Baal

von Bertolt Brecht

Oldenburgisches Staatstheater, 2010

Wiederaufnahme 2011

Psychatrie!

Kabelwerk Wien, 2010

Nominiert für dem NESTROY-Spezialpreis

Eingeladen zum Heidelberger Stückemarkt 2011

Harry Lime lebt! Und das in diesem Licht

von Jörg Albrecht

Uraufführung

Schauspielhaus Wien, 2010

Gott ist Schönheit

von Kristian Smeds

Deutschsprachige Erstaufführung, Theater Osnabrück, 2010

Eingeladen zum Festival »theaterszene europa«, Köln

Kunst

von Yasmina Reza

Staatstheater Mainz, 2009

Diesseits des Lustprinzips. Freud und die Folgen. Folge 10: Verdrängung

Schauspielhaus Wien, 2009

Die Wissenden

von Nina Ender

Uraufführung

Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, 2009

no response

von Florian Geßler und Gerhild Steinbruch

Uraufführung

Theater am Lend, Graz, 2008

 

Eingeladen ans Schauspielhaus Wien

Für eine Sekunde

von Paul Brodowsky

Uraufführung

Düsseldorfer Schauspielhaus, 2008

h ha hamlet

bat-Studiotheater, Berlin 2008

Eingeladen zum Körberstudio Junge Regie 2008

Deutschlandsaga

Schaubühne am Lehniner Platz, Berlin, 2007/08

Der Katze den Kuchen reichen

Uraufführung, tik, Berlin, 2006