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theater und medien
Theaterstück, 2004, Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln
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Synopsis

Wie konstruiert man ein perfektes Alibi? Wie kann man sich ein Zeitfenster schaffen, das sich dem Zugriff durch das gesellschaftliche Protokoll entzieht - ein Fenster ins Leere? Welche Orientierung bietet das Alltägliche? Wie wird man sich fremd?

In Alibis kommen Alltagsexperten zwischen 20 und 70 Jahren zu Wort. Es handelt sich um erfolgreiche Serientäter, deren Aktivitäten drauf zielen, die Vorspiegelung von Tatsachen als Richtschnur einer modernen Lebensfühung zu etablieren. Dabei werden sie zu Rechercheuren der eigenen Gegenwart, zu Protagonisten in einem skurrilen Thriller – ohne Täter und Verbrechen.

 

Produktion: Büro für Angewandte Kulturvermittlung, Köln

Koproduktion: FFT Düsseldorf und Theaterhaus Gessnerallee, Zürich

ZEIGENHofmann & Lindholm
In ihren Arbeiten untersuchen Hofmann & Lindholm soziale Strukturen und Systeme nach Spielräumen für Eigenverantwortung und Entscheidungsfreiheit. Nach Arbeiten am Schauspiel Köln und Theater Basel entstand 2011 die Preenactment-Arbeit »Archiv der zukünftigen Ereignisse«. Mit der Video-Installation SERIE DEUTSCHLAND waren sie Teil der Frankfurter Ausstellung RAY 2012 - MAKING HISTORY. 2013 wurden sie mit NEBENSCHAUPLÄTZE NR. 1: DAS 20. JAHRHUNDERT u.a. zur Impulse Theater Biennale eingeladen. Für das Staatstheater Stuttgart entstand 2015 FAMILIE WEISS. In der Spielzeit 16/17 folgt mit RES REPUBLICA eine weitere Arbeit in Stuttgart.
Neuigkeiten
Presse
Westdeutsche Zeitung

»Alibis ist ein grandioses Stück

Neue Zürcher Zeitung

»Kulturwissenschaftliche Untersuchungen mit Unterhaltungswert, Biographien-Bastelei mit Bühnenwirksamkeit – dies wird dem jungen Kölner Konzeptkünstler-Team Hofmann & Lindholm immer wieder attestiert, wenn es seine Mitspieler erst auf die Straße schickt, dann auf die Bühne. Theater, nein, Theater sei es eigentlich nicht, sagt Hannah Hofmann und lacht, wenn sie über das spricht, was an den Abenden von Hofmann & Lindholm über die Bühne geht. Doch der Weg fort vom Theater hat hin zum Theater geführt. Und sie fanden die Form, die Hofmann und Lindholm mittlerweile ihr Markenzeichen nennen: die ›subversive Gebrauchsanweisung‹, system-unterlaufend und unterhaltsam zugleich. Um solche Gebrauchsanweisungen für jedermann und jeden Tag zu stricken, schicken die zwei selbsternannten Gesellschaftsforscher jeweils Laien als Experimentatoren auf die Piste – Subversion als Feldversuch. Aus solchen Erfahrungen entsteht der Text, den Hofmann & Lindholm zusammenstellen. Gesprochen wird er von den ›Spezialisten‹ selbst, von jenen Leuten, die sich aufgemacht haben ins Labor, das Alltag heißt. Lebenswirklichkeit und Bühnenwirklichkeit fließen buchstäblich spielerisch ineins: Versuchstheater, Authentizitätsvariété. Diese Art protokollarisch-dokumentarisches Theater, die den Versuchsbericht der Spezialisten ohne szenische Aufbereitung, ohne Zierrat auf die Bretter hebt, irritiert – und polarisiert.«

Neue Ruhr Zeitung

»Noch exakter, noch entschlossener sind Hofmann und Lindholm ihren Fragen nachgegangen. Noch genauer, noch abgründiger ist der entstandene Text. Mit fast wissenschaftlicher Genauig- und Unnachgiebigkeit und gleichzeitiger privater Verletzlichkeit.«

Aufführungen