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theater und medien
Theaterstück von Kay Voges und Alexander Kerlin frei nach Motiven von Lewis Carroll, UA: 22.11.2008, Schloßtheater Moers
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Synopsis

Das Stück »Alice – Expedition ins Wunderland« erzählt von einer ungewöhnlichen Form der Begegnung. Vier Schauspieler, ein Musiker, vier Videokünstler und das Regieteam um Kay Voges treffen auf eine der berühmtesten Figuren der Literaturgeschichte: auf Alice, deren Abenteuer im Wunderland und hinter den Spiegeln von Lewis Carroll vor bald 150 Jahren niedergeschrieben wurden. Alice stürzt kopfüber in eine alptraumhafte Welt, in der nichts mehr ist, wie es war: Überall lauern feindliche und skurrile Figuren, die selbstverständlichsten Naturgesetze sind außer Kraft gesetzt. Stück für Stück wird Alices Identität vernichtet: sie wächst und schrumpft, wird ihrer Familie, Sprache und Weltsicht beraubt und verliert schließlich in einem dunklen Wald, in dem die Dinge keine Bezeichnungen mehr haben, auch noch ihren Namen. Wenn uns jede Möglichkeit, die Welt zu objektivieren und auf Dauer beschreibbar zu machen, genommen wird, fallen wir in ein tiefes Loch: Woran können wir noch glauben? Wie stellen wir überhaupt noch die Frage nach Sinn und Unsinn? Wo verläuft die Grenze zwischen uns und der Welt? Wer sind wir überhaupt? Entlang der Erlebnisse von Alice hat sich das Ensemble diesen Fragen gestellt. »Alice – Expedition ins Wunderland« ist ein Stück irgendwo zwischen Rausch und Alptraum, dessen außergewöhnliche, gemeinschaftliche Entstehung einen neuen Blick auf Carrolls Original ermöglicht.

ZEIGENKay Voges
Kay Voges arbeitete als Autor und Regisseur u.a. am Staatsschauspiel Dresden, Theater Bonn, Staatstheater Darmstadt und Staatstheater Kassel, bevor er 2010 als Schauspieldirektor ans Theater Dortmund berufen wurde. Seitdem machen er und sein Team dort furios erfolgreiches und innovatives Theater. Voges inszeniert Klassiker wie Büchner und Ibsen neben Zeitgenossen wie Dennis Kelly oder Wolfram Lotz. Unter seiner Leitung entstehen am Theater Dortmund einzigartige und ungewöhnliche Formate wie DAS GOLDENE ZEITALTER oder DIE SHOW. Über DIE BORDERLINE PROZESSION schrieb die SZ: »Größenwahnsinnig, grandios, inspirierend und erschlagend zugleich.« Voges inszeniert zudem an der Oper Hannover und am Schauspiel Frankfurt.
Neuigkeiten
Presse
Rheinische Post

»In diesem Rahmen versuchen Regisseur Kay Voges und Dramaturg Alexander Kerlin die Grundfragen des menschlichen Daseins zu verhandeln und schicken die Schauspieler Kinga Prytula, Sebastian Kuschmann, Andrea Cleven sowie Ekkehard Freyer und damit auch das Publikum auf eine philosophische und psychologische Tour de Force, auf der auch gesellschaftliche Regeln hinterfragt werden, so zum Beispiel: ›Wir brauchen einen Putzplan, einen Putzplan für die Sozialhygiene. Seelenhygiene.‹ Diese Atmosphäre wird verstärkt durch die wilden, oft unerwartet einsetzenden Licht-, Klang- und Videoinstallationen der Medienkünstler ›Sputnic‹ sowie die Musik und den Gesang von Markus Maria Jansen. Die experimentelle Idee, die hinter dieser Inszenierung steckt, ist gut.«

Aufführungen

Uraufführung

22.11.2008, Schloßtheater Moers