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theater und medien
Thetater, UA: 4.2.2011, Theater Magdeburg, Regie: Enrico Stolzenburg
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Synopsis

There´s no place like home – ist das eigentlich ein Versprechen oder eine Drohung? Welche Erinnerungen werden freigesetzt, welche Beklemmungen nehmen uns in den Griff, wenn wir an die Orte unserer Kindheit oder Jugend zurückkehren? Und kehren wir überhaupt dorthin zurück, vielleicht sogar regelmäßig an Weihnachten? Oder machen wir seit Jahren einen großen Bogen um sie? Wie haben diese Orte uns geprägt und welche Spuren haben wir dort hinterlassen? Welche Menschen könnten uns dort wiederbegegnen und was wüssten die von uns? Und warum sind wir überhaupt jemals weggegangen?

Mit Fragen dieser Art beschäftigen sich Kai Ivo Baulitz, das Regieteam und die Schauspieler während dieser Stückentwicklung. Ausgangspunkt sind die eigenen Biografien sowie Rückkehrergeschichten aus der Abwanderungsstadt Magdeburg. Die Ergebnisse dieser Recherche und Auseinandersetzung bilden die Grundlage für das neue Stück von Kai Ivo Baulitz.

ZEIGENKai Ivo Baulitz
Kai Ivo Baulitz, geboren 1971 in Düsseldorf, besuchte die Westfälische Schauspielschule Bochum. Es folgten Engagements am Deutschen Theater in Göttingen und in Bochum und Wuppertal. Seine Theatertexte wurden u.a. am Schauspiel Frankfurt, Staatsschauspiel Dresden, Theater Magdeburg, Theater Oberhausen und an der Neuköllner Oper uraufgeführt. Für die Hamburger Kammerspiele hat er ein Stück über die Jazz-Legende Coco Schumann geschrieben, das seit Jahren erfolgreich tourniert. Mit Enrico Stolzenburg verbindet ihn eine kontinuierliche Zusammenarbeit, aus der verschiedene Produktionen am Theater Magdeburg und am Nationaltheater Weimar hervorgingen.
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nachtkritik

»Wenn die Mutter die Tochter anraunzt, "Dein Zimmer wirst du ja wohl noch finden", wird klar, wie lange Caro nicht da war. Doch Stück und Inszenierung walzen solche Hiebe nicht aus, stellen sie nicht aus, sie kommen ganz beiläufig und damit umso schmerzhafter. Auch für den Inselarzt, nach vielem Reisen endlich angekommen, ist die Ostsee keine schmerzfreie Heimat. Immer wieder erinnert er sich an die kleine Caro, die er lange nicht gesehen hat. Daß da auch noch eine schwere Krankheit ins Spiel kommt, könnte das Fass zum Sentimentalen ins Überlaufen bringen. Daß das nicht passiert, liegt an allen Beteiligten dieser sehr überzeugenden Uraufführung. Am Autor, dem Chiffren und kurze, wie abgeschossene Sätze genügen, um aus der Idylle eine leise Katastrophe werden zu lassen. Die Inszenierung hält souverän die Waage zwischen Komik und Tragik, zwischen Erinnerungen und schwierigem Heute. Und die Schauspieler überzeugen in dieser falschen Idylle zwischen Lichterkette und Holztanne, in die Maria Hinze als Musiklehrerin mit Klavier und Maultrommel kleine, feine Akzente setzt. Nach 90 Minuten langer Beifall für Team und Autor.«

Aufführungen

Uraufführung

4.2.2011

Theater Magdeburg