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theater und medien
Theater, UA: Oktober 2001, TiF Dresden, Regie: Friederike Heller
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Synopsis

Ein draufgängerischer britischer Agent mit weitreichenden Befugnissen, eine Geheimdienst-Sekretärin, mütterliche Wärme verströmend, eine erregend attraktive Blondine mit Nahkampffertigkeiten und ein aalglatter Schurke, der die Weltherrschaft erringen will; dies sind die Hauptdarsteller von BONDAGE. Am Anfang, jedenfalls. Dann nimmt das Leben des Agenten alptraumhafte Züge an: Sein Geheimdienst soll privatisiert werden, sein Spesenkonto wird gesperrt, seine nächste Mission führt ihn ins ungefährliche Archiv. Doch im Verlauf der Nachforschungen kommt der Agent einem derart schwerwiegenden Geheimnis auf die Spur, daß ihm hintereinander seine moralischen und politischen Überzeugungen, sein Selbstwertgefühl (Männlichkeit) und sein Identitätsbewusstsein abhanden kommen. Am Ende wird die Welt Kopf stehen und unschuldiges Blut vergossen sein, werden waghalsige Stunts und aufregende Sex-Szenen an spektakulären Orten allen Zuschauern den Atem geraubt, und Gut und Böse mehrmals die Vorzeichen gewechselt haben. 

Was tut man, wenn sich die Grundlagen der eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen, die schon längst überholt sind? Kann man da noch unberührt weitermachen? Oder ist das Leben plötzlich ein anderes geworden?

ZEIGENMarcel Luxinger
Marcel Luxinger arbeitet als Autor und Regisseur, Bearbeiter und Dramaturg in der freien Szene und an Staatstheatern u.a. in Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Hamburg und Berlin. Neben eigenen Stücken schreibt er innovative Bearbeitungen moderner Klassiker sowie brisante politische Projekte. Luxinger ist derzeit Libretto-Stipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung. Sein Stück KRIECH ODER: ORIENTIERUNGSHILFE FÜR DEN WERTEKOMPASS (UA: Schauspiel Frankfurt, 2005) wurde u.a. am Theater Erlangen nachgespielt. 2016 entstand in Zusammenarbeit mit PNAC (Companie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung) und dem collective yemina (yemina gharbi & mehdi younes) das Stück GUTMENSCHENDÄMMERUN
Neuigkeiten
Presse
Sächsische Zeitung

»Geschickt heben Heller und Luxinger den Konflikt der rechten und der linken Ideologien in die Ebene des Agententhrillers. Die Linke mutiert zum Bondgirl Candida Flair und kann ihren Held nur mit Mühe von der Schlechtigkeit seiner Gegner überzeugen. Die Rechte wird die liebe Sekretärin Miss Moneypenny, die im Hintergrund arbeitet und verzweifelt Bonds Schwarzweiß-Sehen zu usurpieren versucht. Klar, dass der Manager nur zu dem Gejagten Frank Markwert, kurz: Mr. M, werden kann. Der Clou dabei: Im Gegensatz zu den drei "echten" Figuren kann Bond nur Filmdeutsch reden oder gleich Regieanweisungen von sich geben. So werden geschickt, aber unaufdringlich die beiden Ebenen gemischt und komisch kontrastiert. Die Mischung aus witzig-intelligentem Text, rasanter Inszenierung und genauer Schauspielführung macht den Abend zum Ereignis.«

Aufführungen

Uraufführung

Oktober 2001

Tif, Dresden

Aufführung

27.2.2010

Halle 7/inkunst, München