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Die beiden Namen Klett und Cotta, verbunden mit dem Phantasievogel Greif, stehen für zwei Traditionsstränge, die bei der Neugründung des Verlags 1977 zusammengeführt wurden. 

Cotta, gegründet 1659, der maßgebliche Verlag aus der großen Zeit des geistigen Deutschland, steht für Lyrik und erzählende Formen ebenso, wie für die Philosophie in der Gestalt, wie sie sich auch in der verlegerischen Betreuung von Johann Friedrich von Cotta, des Verlegers von Goethe, Schiller und anderen herausgebildet hatte.

Die zweite Traditionslinie geht zurück auf den Verlag, den Ernst Klett zwischen 1936 und 1976 entwickelt hat. Das Programmspektrum greift weit aus: Von der literarischen Fantasy über die Psychoanalyse, Psychologie, Pädagogik einschließenden Humanwissenschaften, das aufregende, weil immer den Menschen und seine Kultur berührende Sachbuch, bis hin zu dem dem literarisch-intellektuellen Erbteil zugehörigen Essay.

Mit den in jüngerer Zeit hinzugekommenen Elementen des historischen Buchs, ethnologischer Studien und einer intelligenten, kreativen Form von Büchern für moderne Unternehmenskulturen, könnte man das Angebot des Verlags Klett-Cotta als den Programmversuch einer neuen Anthropologie bezeichnen. In der Arbeit des Verlages haben sich diese Traditionsbezüge als konsistent und zukunftsweisend erwiesen. Dafür sprechen insbesondere Zuspruch und Erwartung unserer Leser.

gez. Michael Klett
08.02.2001

ZEIGENErnst Jünger: Kriegstagebuch 1914 - 1918. Hrsg. von Helmuth Kiesel

Ernst Jüngers Frontbericht »In Stahlgewittern« ist neben Erich Maria Remarques Roman »Im Westen nichts Neues« das berühmteste deutschsprachige Buch über den Ersten Weltkrieg. Die »Stahlgewitter« sind jedoch kein rein fiktionales Werk, sondern basieren auf den 15 Tagebuchheften, die Jünger während des Krieges von der ersten Fahrt an die Front am Jahreswechsel 1914/15 bis zu seiner letzten Verwundung im August 1918 kontinuierlich führte. Der Verlauf vieler Tage wird nur in kurzen Notizen festgehalten, die Kampfeinsätze in den großen Schlachten werden hingegen erzählerisch vergegenwärtigt: Persönliches steht neben Militärischem, Empfindsames neben Martialischem, Amouröses neben Barbarischem, Anrührendes neben Abstoßendem. Und bei alledem lässt sich genauestens mitverfolgen,wie die Erfahrungen des Krieges von Jünger psychisch verarbeitet und stufenweise literarisiert wurden.

Inszenierungen
ZEIGENDer Arbeiter / Ernst Jünger

Klett-Cotta, Stuttgart, 2007

Aufführung: November 2011, Residenztheater München

ZEIGENDie geprügelte Generation / Ingrid Müller-Münch

Klett-Cotta, Stuttgart, 2012

Uraufführung: Oktober 2012, Theater Rampe, Stuttgart

ZEIGENLSD - Mein Sorgenkind / Albert Hofmann

Klett-Cotta, Stuttgart, 1979

Uraufführung: Oktober 2015, Theater Basel

Ortners Erzählung / Ernst Jünger

Klett-Cotta, Stuttgart, 1980

Uraufführung: Juni 2010, Münchner Kammerspiele

ZEIGENPeng! Peng! Boateng!

nach dem Buch »Die Brüder Boateng«

von Michael Horeni

Klett-Cotta, Stuttgart, 2012

Uraufführung: Oktober 2016, Heimathafen Neukölln, Berlin

ZEIGENSchulden. Die ersten 5000 Jahre / David Graeber

Klett-Cotta, Stuttgart, 2012

Uraufführung: Oktober 2013, Theater Freiburg

Aufführung: September 2015, Landestheater Schleswig

ZEIGENDer Sturm / Ernst Jünger

Klett-Cotta, Stuttgart, 2013

Uraufführung: Oktober 2013, Mainfranken Theater Würzburg

Worte Gottes / Ramon del Valle-Inclan

Klett-Cotta, Stuttgart, 1983

Aufführung: März 2012, Theater Luzern