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theater und medien
Zitate

»Derart rasantes, derart inspiriertes Theater bekommt man selten zu sehen.«

(Süddeutsche Zeitung)

Person

Constantin von Castenstein, geboren 1973 in Tübingen, aufgewachsen in Regensburg und in Bologna, wo er erste Bühnenerfahrungen sammelt, als Statist, Bühnenarbeiter und Regieassistent an der Theaterkooperative Teatri di Vita in Bologna. Zweijähriger Aufenthalt in Rishikesh (Indien) und anschließend Studium der Geschichte, Politik und Betriebswissenschaft in München, Paris, Rom und Bologna. Verschiedene außerakademische Versuche als Laienprediger, Rennfahrer und Polit-Aktivist, schließlich findet er Anstellung als Syndizierungsstratege in einer Venture Capital-Gesellschaft.

Seit 2004 ist er freiberuflicher Autor, Librettist und Dramatiker. Besonders die Arbeit für das neue Musiktheater ist geprägt vom Wunsch, dazu beizutragen, daß es sich, wie Castenstein schreibt ›aus seiner elitären Nische befreit und zu allgemeiner Popularität findet‹.

Libretti: DER WILHELMINE-CODE (Musik: Michael Emanuel Bauer, UA: 2009, Theater Erlangen, ausgezeichnet mit dem Erlanger Theaterpreis), FERNE NÄHE  (Musik: Daniel Smutny, UA: 2011, Europäisches Zentrum der Künste Dresden-Hellerau), »STIMMGABELN, MESSERSCHARF«, »DIE DUMME SONNE«.

Theaterstücke: FRAGMENT 45 (UA: 2005, Landestheater Tübingen), »DER SCHWEIGENDE WALD«, »FEUERGERICHT«, »EIN KAPITALER HIRSCH«.

Im Dezember 2013 wurde die komödiantische Operette PRINZESSIN IM EIS am Theater Aachen uraufgeführt, für die von Castenstein das Libretto schrieb und Anno Schreier die Musik komponierte. Die Aachener Zeitung kommentierte: »In Aachen erlebt man den gemeinsamen Höhenflug von Komposition, Regie, Ausstattung und Aktion auf und vor der Bühne. Daß die ›Prinzessin im Eis‹ allerlei zum Nachdenken und Tiefschürfen bereithält, versteht sich dabei nicht von selbst. Ist aber so. Vom Gerangel um Macht und Rohstoffe, vom Aneinandervorbeireden, vom Zauber der Liebe, ja vielleicht vom Abheben handelt dieser Opernabend.« 

Im Januar 2017 zeigt das Theater Chemnitz die spartenübergreifende Operette SÜDSEETULPEN nach einem Libretto von Constantin von Castenstein (Musik von Benjamin Schweitzer).

Constantin von Castenstein lebt mit seinem Lebenspartner in München und Ferrara.

Werke
ZEIGENFragment '45

Der Autor selbst ist es, der vor das Publikum tritt und aus der Ich-Perspektive die Geschichte seines Großvaters erzählt. Dieser, sowohl Gegner der Nationalsozialisten als auch der Besatzungsmächte, war ein echter Aristokrat, der sich ausschließlich seiner Kultur und seinem Erbe verpflichtet fühlte. Sein Enkel nimmt uns mit auf eine Achterbahnfahrt zwischen historischer und persönlicher Abrechnung, er analysiert unser Geschichtsverhältnis und –verhalten mit messerscharfer Radikalität. Autobiographisch, nachdenklich und äußerst komisch, trifft das Stück – als bitterböse Mischung von Pathos und Groteske – mitten ins Mark. Geschrieben 2005 für das Autorenfestival „Stunde Null“ des Landestheaters Tübingen.

Prinzessin im Eis

Musiktheater,

Ein Auftragswerk für das Theater Aachen,

UA: 8.12.2013, Theater Aachen

ZEIGENSüdseetulpen

Operette von Benjamin Schweitzer

Libretto von Constantin von Castenstein

Ein Auftragswerk für das Theater Chemnitz,

UA: 14. Januar 2017, Theater Chemnitz

ZEIGENDer Wilhelmine-Code

Wilhelmine: eine moderne Frau in einer konservativen Welt? Pionierin in Sachen Gender-Bewußtsein oder privilegierte Adlige, die nur ihre eigenen Träume verwirklicht? Begabte Künstlerin oder kulturbegeisterte Konsumentin, die ihre Position nutzt, um mit Voltaire Theater zu spielen?  Von Castenstein ist ihr auf der Spur.