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theater und medien
Theater
Zitate

»Im Theater derart vergnüglich und intelligent mit Kräfteverhältnissen, moralischen Grundsätzen, Klischees, archetypischen Abenteurern konfrontiert zu sein, das ist etwas wert und ganz und gar nicht selbstverständlich.«

(Theater der Zeit)

»Der Bühnenkonsens ist ihm ein Gräuel.«

(Berliner Zeitung)

Person

Marcel Luxinger, geboren und aufgewachsen in Zürich. Abitur, Studium (Rechtswissenschaften) und unterschiedliche Tätigkeiten. Ab 1997 eigene Projekte in Zürich, 2000 Übersiedlung nach Hamburg, seit 2001 in Berlin. Autor, Dramaturg und Regisseur an verschiedenen Theatern  (u.a. Hebbel-am-Ufer Berlin, Staatsschauspiel Dresden, Staatstheater Stuttgart, Theater unterm Dach Berlin, Schauspielhaus Hamburg, Theater Erlangen), Drehbücher. Ab 2005 Dramaturg und Mitglied des Leitungsteams am schauspielfrankfurt, weiterhin Projekte. Ab Sommer 2009 freier Autor, Regisseur und Dramaturg.

Eigene Stücke: u.a. »Sieben Schritte zur Selbstauflösung« (Staatsschauspiel Dresden), »Fahrstuhl zum Bankrott« (Schauspielhaus Bochum), »Tell the Truth« (Theater Basel) und Romanbearbeitungen, zuletzt Kafkas »Das Schloss« und Thomas Manns »Zauberberg. Positionen am Abgrund« (beide schauspielfrankfurt). Regelmäßige Zusammenarbeit mit den RegisseurInnen Lilli-Hannah Hoepner, Friederike Heller, Tomas Schweigen und Anja Gronau. Gründer der »Compagnie für präemptive und nachhaltige Auseinandersetzung« (PNAC), eingeladen zum Impulse-Festival und dem Festival Politik im freien Theater.

Eigene Inszenierungen: »Think Tank (Versionen I-IV)« (Theater unterm Dach Berlin), »Kriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompass« (Hebbel-am-Ufer) und »Die Quelle: G8 leicht gemacht« (schauspielfrankfurt/Hebbel-am-Ufer), »Das Haus sagt« (Wort- und Klangcollage, schauspielfrankfurt), »Bondage« (TiF/Staatsschauspiel Dresden).

Bearbeitungen: Canettis »Die Blendung« (Theater Graz), Houellebecqs »Elementarteilchen« und Wilsons »Die Illuminaten« (beide TiF/Staatsschauspiel Dresden).

Kuratierung der Uraufführungs-Reihe »re-classified« für das Schauspielhaus Bochum (2009/10). 

Literaturstipendiat der Stiftung Herrenhaus Edenkoben und Librettostipendiat der Jürgen-Ponto-Stiftung. 

Gemeinsam mit dem tunesischen Performance-Kollektiv ›Yemina‹ entstand 2016 basierend auf Genets ›Die Zofen‹ das Stück GUTMENSCHENDÄMMERUNG (UA: Theater unterm Dach, Berlin).

Werke
ZEIGENBondage

Was passiert, wenn ein britischer Geheimagent die Kontrolle über seine Mission verliert? Wenn sich der Schurke weigert, den gängigen Vorstellungen von Gut und Böse zu entsprechen? Wenn das Bondgirl plötzlich Schönheitund Verstand aufweist? Wie verhält sich ein Agent, wenn sein Weltbild auf den Kopf gestellt wird? Was tut man, wenn sich die Grundlagen der eigenen Wertvorstellungen auf einmal als Illusionen entpuppen, die schon längst überholt sind?

ZEIGENGutmenschendämmerung

Zwei europäische Frauen schuften unter qualvollen Bedingungen. Ihre Vorgesetzte von nicht­abend­ländischer Herkunft schikaniert die beiden nach Belieben und mit Vergnügen. Auf perfide Weise schafft sie es dabei, ihnen einzureden, daß diese Maßnahmen aus purer Alternativlosigkeit und zu ihrem Vorteil erfolgen würden. Angesichts ihrer misslichen Lage machen sich Laura und Julia jene Gedanken, die sich unterdrückte Massen machen und verstricken sich dabei in den ideologischen Zwickmühlen, die das Verhältnis zwischen Aus­beutern und Ausgebeuteten seit je bestimmt: Lohnt es sich, gegen die herrschenden Strukturen zu rebellieren? Oder setzt man durch einen Aufstand nicht die eigene Situation aufs Spiel? Aber haben wir überhaupt etwas zu verlieren?

ZEIGENKriech oder: Orientierungshilfe für den Wertekompaß

Drei Menschen haben im Namen der Firma, im Namen der Menschenrechte, im Namen der freien Welt gehandelt. Ein Erlebnisbericht aus den dunkelsten Herzen unserer westlichen Gesellschaft.

ZEIGENDas Schloß

Gemeinsam mit Regisseur Tomas Schweigen hat Marcel Luxinger Kafkas Schloß neu gelesen und entsprechend bearbeitet. Für beide nähert sich Kafka in seinem Romann geradezu visionär den Phänomenen der heutigen Globalisierung, die Folgen für jeden Einzelnen hat, ohne daß er deren Ursache wirklich erkennen könnte.

ZEIGENTell the Truth

Was wäre, wenn plötzlich dieser Mensch erscheinen würde? Dieser Mensch, den wir erwarten und ersehnen, würde endlich zu uns kommen und uns verkünden, woran zu glauben wir schon beinahe aufgegeben haben: »Alles ist gut. Ihr müsst Euch keine Sorgen machen. Es gibt viel zu tun, aber Ihr ... Ihr sollt Euch nicht verändern. Denn Ihr seid anständige Leute und alles wird gut sein.« Dieser Mensch ist Stella von Willen, und sie wird zu Ihnen kommen! Seien Sie ein Teil ihrer Kraft! Denn das Glück ist keine Wissenschaft ... es ist eine Machenschaft!