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Theater, Hörspiel
Zitate

»Paul Brodowsky gehört zweifellos zu den Begabtesten der jungen deutschen Autoren-Generation.«


(Marius Meller, Deutschlandradio)

Person

Geboren 1980 in Kiel, lebt in Berlin. Bis 2005 studierte er Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus an der Universität Hildesheim. Mitbegründer und bis 2003 Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste; künstlerischer Co-Leiter des Literaturfestivals »PROSANOVA« 2005. Szenische Lesung des Stücks STADT, LAND, FISCH an den Münchner Kammerspielen während der »Tage der jungen Dramatik 2004« und in englischer Übersetzung beim Tampere Theatre Festival 2005 sowie auf Einladung des Goethe Instituts beim »hotINK Festival« in New York 2007; im April 2006 Werkstattinszenierung des Stücks an den Münchner Kammerspielen (Regie: Laurent Chetouane). Die Hörspielfassung des Stücks wurde 2007 vom WDR produziert.

Sein zweites Stück DINGOS entstand im Rahmen des Düsseldorfer Autorenlabors; Uraufführung im März 2008 durch das Münchner Volkstheater (Regie: Philipp Jescheck); Ursendung der Hörspielfassung durch den WDR unter dem Titel ENDSTATION WÜSTE im September 2008. Für Luk Perceval fertigte Paul Brodowsky eine Übersetzung/Bearbeitung von William Shakespeares TROILUS UND CRESSIDA an, die im Mai 2008 auf den Wiener Festwochen gezeigt und anschließend ins Repertoire der Münchner Kammerspiele übernommen wurde.

Zeitgleich entstand sein drittes eigenes Theaterstück REGEN IN NEUKÖLLN. Das Stück wurde zum »Stückemarkt des Berliner Theatertreffens« eingeladen; bei der »Langen Nacht der Autoren« am Hamburger Thalia Theater bekam das Stück den Publikumspreis zugesprochen; außerdem erhielt Brodowsky für das Stück den »Preis der Frankfurter Autorenstiftung«. REGEN IN NEUKÖLLN wurde 2011 an der Schaubühne Berlin von Friederike Heller uraufgeführt. Mit seinem Stück STADT, LAND, FISCH wurde er zum Heidelberger Stückemarkt 2009 eingeladen. 

Für das Theater Freiburg schrieb Brodowsky LÜG MIR IN MEIN GESICHT (UA: 19.3.2010) und Texte zum Recherche-Projekt  SPURENSUCHE GRAFENECK (2012).

Für den Regisseur Christian Weise erarbeitete Paul Brodowsky eine Neuübersetzung der Shakespeare-Komödie MASS FÜR MASS (Premiere 26.11.2011, Staatstheater Stuttgart).

In der Spielzeit 2012/13 war Paul Brodowsky Hausautor des Theater Freiburg. Im Februar 2014 wurde dort sein neues Stück INTENSIVTÄTER uraufgeführt (Regie: Johanna Wehner).

Paul Brodowsky lebt in Berlin und ist Dozent des Studiengangs »Szenisches Schreiben« an der Universität der Künste, Berlin.

Werke
ZEIGENDie blinde Fotografin

Prosa,

Suhrkamp, Frankfurt/M., 2007

ZEIGENIntensivtäter

Die Berliner Jugendrichterin Kirsten Heisig, populär geworden für ihren harten Umgang mit jugendlichen ≫Intensivtätern≪, hat sich im Juni 2010 das Leben genommen. Paul Brodowsky nimmt ihr migrantisch geprägtes Arbeitsumfeld Neukölln zum Ausgangsterrain, um über den gesellschaftlichen Umgang mit jugendlichen Straftätern nachzudenken: eine überlastete Jugendrichterin, die den Bezug zur Realität verliert; ein Bezirksbürgermeister im Rechtsruck; eine Tänzerin, die sich notgedrungen auf künstlerische Integrationsprojekte spezialisiert; eine alleinstehende, überschuldete Mutter – sie alle werden zu den eigentlichen Intensivtätern und die Jugendlichen selbst zur oft zitierten Leerstelle: Es wir nicht mit ihnen, sondern über sie verhandelt.

ZEIGENLüg mir in mein Gesicht

Sveta die Weißrussin braucht eine Aufenthaltsgenehmigung. Ihr Freund Tilman erklärt sich bereit sie zu heiraten, will die Hochzeit aber nicht feiern. So sitzen sie gemeinsam mit seiner Mutter Erika und Svetas bester Freundin Luisa in der Wohnung. Dann kommt Svetas Bruder vorbei, betrunkener Jungspediteur auf Durchreise. Alle haben sich das ganz anders vorgestellt. Lüg mir in mein Gesicht, sag mir, was ich hören will, auch wenn es nicht die Wahrheit ist.

ZEIGENMaß für Maß

Für das Staatstheater Stuttgart übersetzt und erarbeitet Paul Brodowsky eine neue Spielfassung der Shakespeare-Komödie. Für die Regie zeichnet Christian Weise verantwortlich. Die Premiere ist für den 26. November 2011 vorgesehen.

ZEIGENMilch Holz Katzen

Prosa,

Suhrkamp, Frankfurt/M., 2002

ZEIGENRegen in Neukölln

Sieben Figuren in einer Neuköllner Nacht. Auf der Suche nach Glück, nach einer Berührung, getrieben von der Sehnsucht, die sie alle verbindet. Paul Brodowsky verfolgt ihre Wege durch den Kiez. Eine ganz eigene Welt ist es, die hier entsteht, eine Welt, die brüchig ist, undurchschaubar, flüchtig, gefährlich. Eine Welt, die bei aller Verdichtung und Poesie, tatsächlich existiert.

ZEIGENTroilus und Cressida

Paul Brodowsky hat die schlanke und schnelle Fassung von Luk Perceval virtuos und erfrischend neu übersetzt und bearbeitet. Herausgekommen ist dabei eine glänzend spielbare, poetisch-heutige Fassung, die das Publikum bei den Wiener Festwochen und an den Münchner Kammerspielen begeisterte.